Girokonto-Test: Banken halten Dispo-Zinsen geheim





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Stiftung Warentest erhält keine Auskunft

Girokonto-Test: Banken halten Dispo-Zinsen geheim

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Hohe Dispozinsen sind ein schlechtes Verkaufsargument für Girokonten. Als die Stiftung Warentest für eine Untersuchung der Dispozinsen bei mehr als 1500 Banken anfragte, verweigerten zwei Drittel einfach die Auskunft. Bankkunden können sich dagegen freuen: Immer mehr Banken statten ihre Girokonten mit günstigen Überziehungsmöglichkeiten aus.

Viele Banken teilten den Verbraucherschützern ihre Zinssätze nicht mit. Auch wenn zur Mitteilung keine Pflicht besteht, darf über die Gründe dafür spekuliert werden. Die Stiftung Warentest hat einige der Begründungen für die Nichtteilnahme an de Befragung zitiert. Eine Bank behauptete, die Verbraucherschützer gingen nicht gut mit Kunden um. Ein anderes Institut wollte Zinssätze nur im persönlichen Gespräch nennen - und verwies darauf, Wert auf Beratung zu legen.

Der Durchschnitt der im Rahmen der Untersuchung ermittelten Zinssätze lag mit 11,76 Prozent rund einen halben Prozentpunkt niedriger als bei der vorangegangenen Untersuchung. Das deckt sich mit anderen Durchschnitten wie dem der FMH Finanzberatung, die zwar das Zinsniveau etwas niedriger ansetzen als "Finanztest", aber ebenfalls zu dem Ergebnis kommen, dass die Differenz zwischen Sollzins und EZB-Leitzins in den vergangenen Jahren gewachsen ist. Deshalb (und sicherlich auch im Anbetracht des beginnenden Wahlkampfes zur Bundestagswahl) werden Rufe nach einer gesetzlichen Deckelung der Dispozinsen aus der Politik etwas lauter.

Kontowechsel statt Endlos-Diskussion


Das Warten auf ein Einschreiten des Gesetzgebers ist nicht sinnvoll. Der Gesetzgeber hat mit einer Änderung der Vorgaben zur Zinsanpassung selbst dazu beigetragen, dass die Zinsen heute so hoch sind. Auf dem Tiefpunkt des Zinsniveaus wurde die Marge der Banken regelrecht zementiert – genau davor hatten seinerzeit viele Experten gewarnt.

Bankkunden müssen sich horrenden Zinsforderungen nicht aussetzen. Die Stiftung Warentest hat eine Zinsspanne von 4,50 bis 15,32 Prozent ermittelt. Niedrige Dispozinsen gehen dabei nicht mit höheren Gebühren an anderer Stelle einher. Ganz im Gegenteil: Typischerweise sind Konten mit niedrigen Sollzinsen auch bei den sonstigen Entgelten günstiger.

Beispiele finden sich genug. Im Sektor der Volks- und Raiffeisenbanken verlangt die Deutsche Skatbank mit 5,25 Prozent einen der niedrigsten Sollzinssätze. Das Konto ist ohne Bedingungen kostenfrei. Unter dem Dach der Sparkassen zählt die 1822direkt zu den günstigsten Dispo-Banken: Sie senkt den Zinssatz zum 01.11. von 8,09 auf 7,74 Prozent. Ab 1,00 Euro monatlichem Geldeingang fallen keine pauschalen Entgelte für die Kontoführung an. Die Bayern-LB-Tochter Deutsche Kreditbank (DKB) verlangt mit 7,90 Prozent einen der niedrigsten Sollzinssätze unter den öffentlichen Banken. Die ING-DiBa liegt mit 8,50 Prozent bei den privaten Banken auf den ersten Plätzen. Die Konten von DKB und ING-DiBa sind ohne Bedingungen kostenfrei.

Alle Angaben ohne Gewähr.

BankingPortal24.de
23.10.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Dispo-Zinsen, Girokonto-Test, Stiftung Warentest

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