Tagesgeld bleibt unter Druck: Die letzten Konten mit attraktiven Zinsen





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Auslandsbanken und Versicherer bringen neuen Schwung

Tagesgeld bleibt unter Druck: Die letzten Konten mit attraktiven Zinsen

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Die Zinsen für Tagesgeld sind im Juni weiter gesunken, wenn auch nicht so stark wie in den Monaten zuvor. Vor allem Neulinge im deutschen Einlagengeschäft haben die Konditionen stabilisiert. Auch Versicherer bieten Tagesgeld mit attraktiven Konditionen an. Den größten strategischen Vorteil bieten unverändert Tagesgeldkonten mit Zinsgarantie. Die besten Angebote im Juli im Überblick.

Den höchsten Effektivzinssatz für Tagesgeld bietet im Juni keine Bank, sondern ein Versicherer: bei Cosmos Direkt erhalten Neu- und Bestandskunden derzeit 2,50 Prozent. Die Zinsen werden quartalsweise gutgeschrieben. Der Zinssatz wird bis zum 30.09. garantiert. Die Mindestersteinlage beim "Tagesgeld Plus" beträgt 1.000 Euro. Wie bei Bank-Tagesgeldkonten fallen keine Kosten an. Der Zugriff auf das angelegte Guthaben ist täglich möglich. Dennoch handelt es sich rechtlich um das Kapitalisierungsprodukt eines Versicherers. Die Kundengelder sind deshalb über den Auffangfonds der Versicherer (Protektor) geschützt.

GEFA-Bank und Cosmos Direkt an der Spitze

Die in Wuppertal ansässige GEFA-Bank zahlt Neukunden 2,50 Prozent Zinsen bei jährlicher Zinsgutschrift. Das Tochterunternehmen der französischen Großbank Societe Generale ist bereits seit Jahrzehnten in der deutschen Mittelstandsfinanzierung aktiv, bietet aber erst seit kurzem Anlagen in Tagesgeld, Festgeld und auf Sparkonten an. Der Sonderzins wird für die ersten sechs Monate garantiert und gilt für Beträge (nicht Guthabenanteile!) von 10.000 bis 500.000 Euro. Die deutsche Einlagensicherung gilt vom ersten Euro an, endet aber bei 250.000 Euro pro Kunde.

Die niederländische ABN Amro-Tochter MoneYou ist seit mittlerweile einem Jahr in Deutschland aktiv und hat seit ihrem Markteintritt mit einer stabilen Zinspolitik überzeugt. Aktuell erhalten Neu- und Bestandskunden 2,45 Prozent Zinsen bei vierteljährlicher Zinsgutschrift. Die gesetzliche niederländische Einlagensicherung schützt im Ernstfall Guthaben bis 100.000 Euro pro Kunde.

Die Ikano Bank bleibt ihrer Strategie treu und bietet mit 2,41 Prozent genau 0.01 Prozent mehr als einige Konkurrenten. Dadurch lässt sich die Platzierung in den Zinsranglisten kostengünstig verbessern. Sei´s drum: Der Zinssatz ist attraktiv und gilt für Neu- und Bestandskunden sowie für Guthabenanteile bis 100.000 Euro. Die Zinsen werden jährlich gutgeschrieben. Es gilt der Schutz der gesetzlichen deutschen Einlagensicherung.

Consors hält an zwölfmonatiger Zinsgarantie fest

Ein attraktives Neukundenangebot mit Zinsgarantie ist auch weiterhin beim Online Broker Cortal Consors erhältlich. Aufgerufen sind 2,40 Prozent für Guthabenanteile bis 50.000 Euro mit einem Jahr Zinsgarantie. Für Einlagen oberhalb von 50.000 Euro gilt der variable Standardzinssatz in Höhe von 1,50 Prozent. Die Zinsen werden quartalsweise gutgeschrieben. Consors ist an die gesetzliche französische Einlagensicherung und darüber hinaus an den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken angeschlossen.

Auch die akf-Bank zahlt 2,40 Prozent für Tagesgeld. Der Zinssatz gilt für Neu- und Bestandskunden. Die Zinsgutschrift erfolgt monatlich und die Mindesteinlage beträgt 2500 Euro. Die akf-Bank ist an die gesetzliche deutsche Einlagensicherung angeschlossen. Die akf-Bank tritt relativ unauffällig auf und ist vielen Anlegern gar nicht bekannt. Der gegenwärtige Zinssatz gilt seit März 2011 – die Zinspolitik ist demnach stabil und die Bank eine gute Adresse für Tagesgeld.

Die luxemburgische Advanzia-Bank zahlt Neu- und Bestandskunden 2,33 Prozent Zinsen. Der Zinssatz versteht sich als Effektivzinssatz unter Berücksichtigung der monatlichen Zinsgutschrift. Die Mindesteinlage ist mit 5.000 Euro ungewöhnlich hoch. Mehr als 100.000 Euro sollten Anleger nicht einzahlen, weil der Schutz der gesetzlichen luxemburgischen Einlagensicherung auf diese Höhe begrenzt ist.

Autobanken buhlen um Kunden und Einlagen

Die Sparkassentochter 1822direkt zahlt Neukunden 2,30 Prozent Zinsen für Tagesgeld bis 250.000 Euro. Der Zinssatz wird bis zum 01. Dezember garantiert. Danach und oberhalb von 250.000 Euro gilt der reguläre, variable Standardzinssatz in Höhe von aktuell 1,00 Prozent. Die Zinsen werden jährlich gutgeschrieben. Die Sparkassen sind nicht an die gesetzliche deutsche Einlagensicherung angeschlossen. Stattdessen greift im Insolvenzfall die verbundinterne Institutshaftung.

Die Volkswagen Bank und die Audi Bank gehören zum selben Konzern und unterbreiten ein identisches Angebot. Neukunden erhalten 2,30 Prozent Zinsen für Guthabenanteile bis 50.000 Euro mit Zinsgarantie bis zum 01. Dezember. Der reguläre Standardzinssatz beträgt bei Online-Kontoführung 1,50 Prozent. Die Zinsgutschrift erfolgt monatlich und die Kundengelder sind über die gesetzliche sowie die erweiterte deutsche Sicherung geschützt.

Schnäppchenjäger haben es in diesen Tagen schwer: Mit der Bank of Scotland lockt lediglich ein Institut mit Startguthaben. Neukunden erhalten wie bereits in den Vormonaten 30 Euro ohne Mindesteinzahlung in bestimmter Höhe. Der Zinssatz ist für alle gleich: Er wurde unlängst von 2,40 auf 2,25 Prozent reduziert. Die Zinsen werden jährlich gutgeschrieben. Bis 85.000 Pfund pro Kunde haftet die britische Einlagensicherung. Darüber hinaus gilt bis 250.000 Euro pro Kunde die Haftungszusage des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken.

Das Zinsniveau sinkt weiter – Zinsgarantie ist Trumpf

Aufgrund des aktuellen Marktumfelds ist mit einer Fortsetzung des Abwärtstrends zu rechnen, auch wenn die Geschwindigkeit abnehmen sollte. Cosmos Direkt dürfte bis in den September hinein (dann wird der Zinssatz für das vierte Quartal bekanntgegeben) den Markt im oberen Bereich stabilisieren. Da viele der aufgezählten Angebote auf fünfstellige Anlagebeträge begrenzt sind, ist der Anreiz für Banken zu weiteren Zinssenkungen nicht zu groß.

Dennoch sind Tagesgeldkonten mit möglichst langfristiger Zinsgarantie weiterhin empfehlenswert, weil die EZB den Leitzins im Verlauf der kommenden Monate durchaus in die Nähe von 0,00 Prozent senken könnte. Mit den besten Angeboten am Markt ist aber weiterhin ein Inflationsausgleich möglich – das ist die beste Nachricht des Tages.

Alle Angaben ohne Gewähr.

BankingPortal24.de
06.07.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Zinsen für Tagesgeld, letzte Konten mit attraktiven Zinsen

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bankingportal24.de schrieb am 11.07.2012 17:15:15

Die Barclays-Bank hat ihren Zinssatz am 11. Juli auf 1,75 Prozent (für Neukunden) reduziert. Das Konto sieht eine Kopplung der Verzinsung an den EZB-Leitzins vor. Die EZB-Zinssenkung aus der letzten Woche trat heute in Kraft.




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