Broker sahnen ab: Riesige Preisunterschiede bei Depot Gebühren





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Broker Vergleich kann tausende Euro sparen

Broker sahnen ab: Riesige Preisunterschiede bei Depot Gebühren

9000 Euro beträgt der jährliche Unterschied zwischen den Depotkosten eines günstigen und eines teuren Brokers. Die Gebühren und Provisionen für den Handel mit Fonds, Aktien und Co. variieren für Großanleger genauso wie für Kleinsparer. Ein Grund mehr also, genau hinzusehen. Sonst lohnt sich die Kapitalanlage nur für die Bank.

Die Fachzeitschrift Finanztest von der Stiftung Warentest hatte in ihrer Mai-Ausgabe die Konditionen deutscher Broker unter die Lupe genommen und anhand von zwei Modellkunden verglichen. Das Ergebnis fiel schockierend aus. Für 50 Transaktionen im unteren fünfstelligen Bereich und die Führung eines Depots mit 153.000 Euro in Wertpapieren verlangte die Berliner Sparkasse sage und schreibe 11067 Euro. Damit lässt sich ein Kleinwagen finanzieren.

Auch Online-Kunden zahlen zu viel
Horrende Depotgebühren betreffen nicht nur Filialkunden. Bei einem Depotmodell der Deutschen Bank zahlt der Modellkunde 5921 Euro im Jahr für obige Leistungen. Beim Testsieger Flatex wurden gerade einmal 250 Euro fällig.

Sparen können nicht nur Vieltrader und Großanleger. Finanztest untersuchte die Gebühren der Broker auch anhand eines Modellkunden mit kleinem Depot und geringer Handelsfrequenz. Das Depotvolumen des Modellkunden belief sich auf 7.000 Euro und pro Jahr wurden 10 Orders über je 1750 Euro getätigt.
Beim günstigsten Anbieter Flatex zahlte der Kleinanleger 50 Euro im Jahr. Beim teuersten Anbieter wurden für Online-Kunden 200 Euro mehr fällig. Bei Filialkunden mit kleinem Depot belief sich der Unterschied auf knapp 230 Euro im Jahr.

Sind deutsche Anleger schizophren?
Angesichts der riesigen Preisunterschiede und der bei einigen Anbietern vollkommen unverständlich hohen Kosten muss gefragt werden, warum Anleger solche Produkte überhaupt nachfragen. Wäre niemand bereit ein so unfaires Preis-Leistungsverhältnis in Kauf zu nehmen verschwänden die Angebote auch vom Markt.
Es erscheint schon fast schizophren: Eine Zinsänderung um 30 Basispunkte beim Tagesgeld lockt selbst dann tausende Sparer zum Wechsel, wenn der Zins nur für maximal 20.000 Euro gilt und der zusätzliche Ertrag sich auf ein Taschengeld beschränkt. Unnötige Depotkosten in zehnfacher Höhe werden aber in Kauf genommen.

Die Erklärung ist relativ einfach: Einige Anleger sind zu bequem für den Wechsel, andere interessieren sich kaum für ihr Geld. An solchen Kunden sind Broker mit monströsen Gebührenmodellen interessiert. Günstige Broker werben mit niedrigen Preisen um eine preissensitive Kundschaft.

Komplizierte Gebührenmodell erschweren den Depot Vergleich
Es ist kein Zufall dass Finanztest sich beim Depotkostenvergleich zweier Modellkunden bedient hat. Auf dem deutschen Broker-Markt haben sich teils sehr komplizierte Gebührenmodelle durchgesetzt. Die Kosten für eine Wertpapierorder setzen sich z. B. zusammen aus einem Grundentgelt, einem handelsplatzabhängigen (aber hausinternen) Entgelt, einer volumenabhängigen Provision und Fremdspesen. Zusätzlich gibt es noch Ober- und Untergrenzen für einzelne Gebührenposten und abweichende Transaktionskosten für den außerbörslichen Handel. Zusätzlich können Grundgebühren für das Depot anfallen.

Dennoch lohnt sich der Wechsel: Die Depotkosten reduzieren Jahr für Jahr die Rendite und können bei sehr teuren Anbietern die Anlageziele in Gefahr bringen!

BankingPortal24.de
01.06.2011

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Depotkosten, Broker, Brokervergleich, Wertpapiere, Geldanlage

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Kommentare:
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Zeiler,Frank schrieb am 22.05.2013 15:13:27

Hier stimmt vieles nicht !
In meiner Standardfiliale "Deutsche Bank", in einer 22.000 Einwohner zählenden Stadt,zahlt man für ein Wertpapierdepot mit dem Namen "maxblue" nachfolgende Kosten:
Depotkosten = 0,00 EUR
Transaktionskosten pro Trade min. 7,90 EUR bis max. 39,90 EUR,
abhängig vom Transaktionsvolumen, zuzügl. Börsenplatzentgelt.
Vorteile: Filiale vor Ort
Eine intensive Beratung ist bei diesen Kosten rechtlich nicht enthalten!
Fazit: Selbst auf "Finanztest" ist kein Verlass, oder schlimmer, diese arbeiten nicht gründlich.




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