Ausverkauft, die Dritte: Noa Bank stellt Festgeld ein





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Viele gute Vorsätze, kein einziges Bankprodukt

Ausverkauft, die Dritte: Noa Bank stellt Festgeld ein

Die noa bank wollte als Revoluzzer unter den Kreditinstituten vieles ändern: Kunden sollten selbst bestimmen können, wo ihr Geld angelegt wird und damit einen Beitrag zu kulturellen, ökologischen, gesundheitlichen und regionalen Projekten leisten.

Dem lauten Auftakt folgt ein Rückzug auf Raten: Nachdem zuerst das Girokonto und später das Tagesgeldkonto aus dem Sortiment gestrichen wurde, bietet die Noa Bank nach der Streichung des Festgeldkontos nun gar keine Produkte mehr an.

Bereits im Frühjahr wurde der Verkauf von Girokonten eingestellt. Die offizielle Begründung: "Technische Schwierigkeiten". Zum 31.05. sollte der Betrieb eigentlich wieder aufgenommen werden. Nach wie vor aber können bei der Noa Bank keine neuen Girokonten eröffnet werden.

Dem Rückzug aus dem Zahlungsverkehr folgte die Einstellung des Einlagengeschäfts. Zunächst wurde die Neueröffnung von Tagesgeldkonten eingestellt, jüngst folgte der Stop beim Festgeld. Die Noa Bank bietet nun gar keine Finanzprodukte für Privatkunden mehr an.

Einzig die Beteiligung am Geschäftsmodell der Bank über Genussrechte ist noch möglich. Da es aber derzeit eigentlich kein Geschäftsmodell gibt, erscheint eine solche Beteiligung absurd. Auffällig ist, dass die Noa Bank sich noch immer mit Lorbeeren schmückt, die in den ersten Monaten der Geschäftstätigkeit erworben wurden.

Dass weder Tages- noch Festgeldkonten erhältlich sind, erfahren Interessenten erst beim Versuch, ein Konto zu eröffnen - dann wird mit dem Hinweis "Ausverkauft" klargestellt, dass nichts mehr geht. Auf der Homepage aber sind noch immer Auszeichnungen z.B. der Stiftung Warentest zu finden.

Anfänglich waren die Zinssätze für Tages- und Festgeldanlagen attraktiv. Dass nun alle Produkte eingestellt wurden, enttäuscht. Die Gewinnzone wurde im Mai allerdings bereits erreicht. Das Unternehmen teilt mit, dass ein Teil der Einlagen bei anderen Banken und in Unternehmensanleihen investiert wurde. Genügend Kreditnehmer aus der Privatwirtschaft wurden offenbar nicht gefunden.

Ob so ein wirklich neues (Bank-) Geschäftsmodell aussieht?



BankingPortal24.de
29.06.2010

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Noa Bank, Geschäftsmodell, ausverkauft, Tagesgeldkonten, Festgeldkonten

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Peter C. schrieb am 30.06.2010 19:46:22

Mit diesen „Bessere-Welt“-Banken hab ich es sowieso nicht. Die können an keiner Stelle erklären was sie wirklich anders machen als andere. Es reicht doch nicht, wenn man sagt man verzichte auf Spekulation. Ob die Noa Bank das tut, da kann man sich drüber streiten wenn die Einlagen der Kunden bei anderen Banken angelegt werden – schließlich weiß ja niemand an wen die das Geld verleihen. Ich habe den Eindruck, dass einige auf einen Trend aufspringen und sich ohne besondere Leistungsmerkmale Marktanteile sichern möchten. Gibt es doch im Nahrungsmittelbereich auch: Nur weil etwas keine Konservierungsstoffe enthält, ist es noch lange nicht gut.




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