Steuerzahler zahlt Skiausflug für Beamten-Sprösslinge





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84.000 Euro Zuschuss für EU-Beamte

Steuerzahler zahlt Skiausflug für Beamten-Sprösslinge

80 Kinder von Parlaments-Beamten der Europäischen Union erfreuen sich dieser Tage eines steuerfinanzierten Skiausflugs nach Norditalien. Der Steuerzahler wird für das einwöchige Vergnügen, das von offizieller Seite als "soziale Maßnahme" bezeichnet wird, mit 84.000 Euro zur Kasse gebeten.

Die Beamten der Europäischen Union spüren offenbar wenig von der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Nachdem jüngst eine Anhebung der Bezüge um 3,7 Prozent das Budget der Staatsdiener kräftig aufbesserte, hilft der Steuerzahler nun auch bei der Unterhaltung des Nachwuchses. 80 Kinder von EU-Beamten erhalten einen einwöchigen Ski-Ausflug nach Norditalien zum größten Teil vom Steuerzahler geschenkt.

Der Ausflug beinhaltet offiziellen Angaben nach "Übungen mit Schneehunden" sowie Sprachunterricht. Die Kosten des Ausflugs werden abhängig vom Einkommen der Beamten erstattet. Wer 8.000 Euro netto monatlich verdient, erhält 414 Euro aus der Staatskasse. Bei einem Einkommen von 4200 Euro netto werden 616 Euro von der öffentlichen Hand übernommen.

Der Nachwuchs der privilegierten EU-Beamten kann sich über weitere "soziale Maßnahmen" freuen. Kinder zwischen 1 und 10 Jahren sind zur Nikolaus-Feier geladen und sollen dort mit Musik, Geschenken und Süßigkeiten unterhalten werden. Auch hier zeugt sich der Staat großzügig: 73.800 Euro Steuergeld sind im Haushalt der EU für das Event eingeplant.

EU-Beamte stehen seit längerem in der Kritik: Während der gemeine Bürger den Nutzen ihrer Tätigkeit für die Gesellschaft nur schwer nachvollziehen kann, muss der Steuerzahler für absurde Großzügigkeiten herhalten. Inmitten der Finanz- und Wirtschaftskrise fällt es besonders schwer, derartige Geschenke einzuordnen.

Ein EU-Beamter der mittleren Besoldungsgruppe 6 (verheiratet und zwei Kinder) verdient monatlich unter Berücksichtigung aller Abgaben und Steuern sowie Auslandszuschlägen und sonstigen Vergünstigungen 6182 Euro. Die Einkommensteuerlast beträgt dabei gerade einmal 278 Euro monatlich – das entspricht knapp 4,5 Prozent.



BankingPortal24.de
18.02.2010

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: EU-Beamte, Zuschuss für EU-Beamte, Steuerzahler zahlt Skiausflug

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Kommentare:
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Guido Drückerplatte schrieb am 19.02.2010 18:12:04

Wer dem Volk den anstrengungslosen Wohlstand der EU-Beamten verschweigt, lädt diese zu spätrömischer Dekadenz ein. An einem solchen Denken kann Europa scheitern. Das ist Sozialismus!

ReiHe44 schrieb am 19.02.2010 17:56:43

Hier hätte der ehrenwerte Guido mal seinen Spruch von der spätrömischen Dekadez zutreffender und sinnfälliger anbringen
können, aber da schaut auch dieser ehrenwerte Fatzke weg.
Mut hat er immer dann, wenn es um die Schwachen geht. Na dann
ist er ja bald reif für eine Tapferkeitsmedaille.

Drückerplatte schrieb am 19.02.2010 12:12:02

ich glaube dass wenn die eu-beamten in einem französischen vorort residieren würden, hätten die denen die bude schon abgefackelt. aber so richtet man sich vorrangig im beschaulichen brüssel ein, da wird ja noch nicht mal falsch geparkt...

steuerzahler schrieb am 19.02.2010 12:06:00

Unglaublich sowas. Viele Leute die deutlich härter arbeiten als so ein Eurokrat geben den Zuschuss für ihren gesamten Jahresurlaub aus, weil wegen der hohen Steuern nichts mehr vom Einkommen bleibt. Aber das können EU-Beamte natürlich nicht verstehen. Aus deren Sicht muss die Welt ja ein Paradies sein. 6200 Euro Netto, garantierter Arbeitsplatz und 4,5 Prozent Steuern: Ich glaub ich bin im Märchenland! Schade nur, dass wir Steuerzahler wieder für den ganzen Unfug blechen müssen

Fragensteller schrieb am 18.02.2010 14:53:54

So was schreit doch zum Himmel. Und ich finde das weitaus schlimmer als die ganzen Diskussionen um Hartz IV. Während einige EU-Länder vor dem Bankrott stehen und die Bürger dort starke finanzielle Einbußen hinnehmen müssen, wird den Beamten der EU das Geld in den Hintern geschoben noch und nöcher. Und immer noch weiß niemand, für was sie eigentlich gebraucht werden.




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