Reiche Beamte: Die Staatsdiener besitzen mehr als alle anderen!





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Reiche Beamte: Die Staatsdiener besitzen mehr als alle anderen!

Beamte sind die reichste Berufsgruppe in Deutschland. Das geht aus einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung hervor. Demnach verfügt ein Pensionär über ein Nettovermögen von mehr als einer halben Million Euro, wenn neben den üblichen Vermögenswerten auch die Pensionsansprüche mitgezählt werden.

Der Durchschnittsbeamte besitzt damit doppelt so viel wie ein durchschnittlicher Rentner, dessen Bezüge aus der gesetzlichen Rentenversicherung kommen. Dabei müssen Beamte für ihre Pension keine eigenen Rücklagen bilden und auch nicht in eine Versicherung einzahlen, wie es bei Angestellten der Fall ist. Nur Selbständige mit mehr als 10 Angestellten können sich über größere Vermögen freuen als unsere Staatsdiener.

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung analysiert, lässt sich aus diesem Bild der Vermögensverteilung ersehen, dass die Kosten der gesellschaftlichen Alterung in Deutschland sehr ungerecht verteilt sind. Die Lasten werden im Wesentlichen von den früheren und gegenwärtigen Erwerbstätigen gestemmt. Angestellte und Unternehmen müssen hohe Steuern und Abgaben zahlen, die zu einem ganz erheblichen Teil für Rente und Pensionen verwendet werden.

Die Beschäftigten der Gegenwart aber können nicht mit einer angemessenen Versorgung durch die gesetzlichen Leistungssysteme rechnen und werden je nach Jahrgang aller Voraussicht auf das Niveau der Grundsicherung abrutschen. Das gilt insbesondere dann, wenn die Erwerbsbiographie für einige Jahre durch Arbeitslosigkeit unterbrochen wird.

Die Politik verlangt dabei Unmögliches: Auf der einen Seite wird den Bürgern ein hohes Maß an Eigenverantwortung für die Altersvorsorge nahegelegt, auf der anderen Seite müssen viele Haushalte heute mit den Realeinkommen der 8ßer Jahre Vorlieb nehmen, weil die direkte und indirekte Steuerbelastung drücken hoch ist.

Anders im öffentlichen Dienst: Beamte und Angestellte der öffentlichen Hand konnten sich im Einkommensvergleich mit anderen Berufsgruppen deutlich verbessern und zählen trotz einiger Einschnitte zu den Gewinnern der vergangenen zwei Jahrzehnte. Aktuell fällt die Gewerkschaft Verdi mit üppigen Lohnforderungen für den öffentlichen Dienst auf – rund fünf Prozent mehr sollen es in der Summe werden.

Mancher Angestellter, der heute mit wenig auskommen und morgen mit noch weniger rechnen muss, dazu stets von Arbeitslosigkeit bedroht ist, wird für die Verdi-Forderung ebenso wenig Verständnis aufbringen wie für üppige Beamtenpensionen.

Es wird Zeit, von Besitzständen abzurücken und auch bei der Vergütung und Versorgung von Staatsdienern den demographischen Wandel, die extreme Staatsverschuldung und all die anderen Wohlstandsrisiken unserer Zeit zu berücksichtigen. Ein Beispiel etwa ist die Verbeamtung von Lehrern, die zwar seltener geworden ist, aber dennoch vorkommt: Die letzten geburtenstarken Jahrgänge werden schon bald die Schulen verlassen – der Bedarf an Lehrkräften sinkt dann.

Eine lebenslange Haftung des Steuerzahlers ist deshalb abwegig. Kein Staat ist Arbeitgeber und Versorger: Die Bezüge stammen aus der Lohnsumme der Erwerbstätigen der freien Wirtschaft!



BankingPortal24.de
21.01.2010

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Reiche Beamte, Staatsdiener besitzen mehr, reichste Berufsgruppe Deutschland

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Kommentare:
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Kreditfuchs schrieb am 01.03.2011 09:48:46

@alles Neider: eins vorweg: es geht hier nicht um neid. jemand der etwas für sein geld tut, dem soll und kann man nichts neiden. vielmehr ist das aber eine diskussion um gerechtigkeit. und dass beamte für einen haufen steuergeld unterdurchschnittlich arbeiten und dann auch noch die wirtschaft blockieren kann einfach nicht sein.

besonders amüsiert hat mich aber der satz "Ein Beamter verkörpert doch sparen und rationalen Umgang mit Geld." köstlich! ich habe jeden tag beruflich mit kreditnehmern aller colour zu tun und daher weiss ich eins: mindestens 3/4 aller beamten sind bis unters dach verschuldet! die können eben nicht mit geld umgehen. und wie soll dann das "besondere dienstverhältnis" gewahrt sein, wenn ein überschuldeter für bestechung so empfänglich ist wie ein trockener alkoholiker für eine flasche vodka?! hier liegt übrigens auch ein grund für die schlechte arbeitsmoral der beamten: die sind mit ihren nebenjobs mehr beschäftigt als mit ihrer eigentlichen aufgabe, für die sie über die massen vergütet werden.

alles Neider schrieb am 28.02.2011 17:19:06

Ist doch irgendwie klar dass die mehr haben. Ein Beamter verkörpert doch sparen und rationalen Umgang mit Geld. Dann kommen diese 68er die noch nie was gearbeitet haben und schreien: "Nehmt ihnen ihre Pension"

Stefan K. schrieb am 04.02.2010 19:03:11

@ Drückerplatte
Hinzufügen möchte ich noch, das Postbeamte der Gesamtbevölkerung eben nicht auf der Tasche liegen. Denn sowohl das Gehalt als auch die spätere Pension wird allein von der Deutschen Post AG getragen! Das ist auch der Grund warum man uns gerne loswerden möchte und immer wieder ABfindungsangebote macht. Allerdings sind diese dann für mich ebenfalls zum lachen. Denn mit einer Abfindung von nicht einmal 2 Jahresgehältern soll ich dann den Rest des Lebens (einschließlich der entgehenden Pension)auskommen ? Da lache ich dann aber, dazu benötige ich auch keinen Montagmorgen...

Stefan K. schrieb am 04.02.2010 18:09:36

@Drückerplatte
ich hatte nach der Ausbildung (1984) die Wahl: Angestellter oder Beamter. Natürlich habe ich damals den Beamtenstatus gewählt. Aus heutiger Sicht die absolut falsche Entscheidung! Was allerdings daran liegen mag das die Post ja nun kein staatliches Unternehmen mehr ist und die Aktionäre mächtig druck machen. Kurz und gut: Wir Beamte bei der Post sind dem Unternehmen einfach zu teuer. Dies wiederum läßt uns das Unternehmen auch spüren. Man fühlt sich schon toll wenn man für gleiche Arbeit weniger - jawohl weniger! - Gehalt bekommt als der Angestellte der neben einem seinen Job verrichtet. Das fängt damit an das alle Nichtbeamte ihr Urlaubs und Weihnachtsgeld weiterhin beziehen, was bei uns seit ca. 8 Jahren nicht mehr der Fall ist. Höhepunkt sind dann ständige Androhungen - ohne erkennbaren Grund! - von bundesweiten Versetzungen, wofür man ja schließlich bei Dienstbeginn den Finger gehoben hätte.
Ich selber bin seit fast 20 Jahren immer im selben Bezirk tätig und bekomme stets poitives Feedback von meiner Kundschaft, was mir zeigt das ich mit meinem Service & der dazugehörenden Freundlichkeit anscheinend nicht zu sparsam bin. Allerdings fällt einem das mit zunehmender Zeit unter diesem "Dienstherrn" immer schwerer. Ich will nicht Jammern, mir geht es nicht schlecht. Aber das Bild vom faulen Beamten ist eben sehr einseitig, es gibt auch mehr als nur das eine ihnen bekannte gute Beispiel. Wenn ich allerdings in einigen Schreibstuben von Finanzämtern o.ä. schaue denke ich oft ähnlich wie sie. Jedoch sollte man auch in diesem Fall erst einmal die genaueren Hintergründe kennen um zu Urteilen.
Denn ansonsten fühle ich mich doch bestätigt: Postbeamte haben keine Lobby!

lupus schrieb am 04.02.2010 16:59:22

Es ist alles nicht ganz richtig. Ich habe als Beamter im mittleren Dienst nur 5700.- Pension. Selbstverständlich bekomme ich als Beamer noch viele Vergünstigungen. Wenn ich Krank werde bekomme ich noch einen Zuschlag um als Patient erster Klasse behandelt zu werden.Das ich Krankenkasse oder Steuern zahlen muß stimmt nicht. Leider bekome ich bei Aldi, Karstadt; Edeka usw nur 20% auf meine Einkäufe Rabatt. Selbstverständlich bekomme ich wegen geleisteten 40 Jahren Wechseldienst Schlaftabletten und Nachtwäsch vom Staat kostenlos.

Drückerplatte schrieb am 01.02.2010 10:06:29

@Stefan K.
mal was persönliches: ich hasse montage. da komm ich schlecht aus dem bett, bin den ganzen tag müde und will am liebsten schnell wieder aus der arbeit nach haus. aber heute - sie haben es geschafft: ich bin wirklich amüsiert am montäglichen morgen! es ist immer wieder süss, wie die bevorteilten dieser republik ihren status mit allerlei witzigen argumenten zu verteidigen versuchen. sie haben dabei den grössten vogel abgeschossen: keine lobby in der bevölkerung? ich lach mich tot! bei beamten wie ihnen reicht es doch, wenn sie einen ganzen bundestag und dazu die gesamte öffentliche verwaltung als lobby haben! oder was meinen sie, wer ihnen ihren status ermöglicht hat?! aber erwarten sie wirklich, dass sie von denen gestützt werden, denen sie auf der tasche liegen?

allerdings: ich kenne sie nicht. ich kann ihre leistung nicht einschätzen. und ja, es gibt sie, die fleissigen beamten die sich den allerwertesten aufreissen und dabei nicht nur in der bevölkerung sondern auch innerhalb ihres standes einen ganz schweren stand haben. aber wenn ich ehrlich bin: als unternehmer hab ich es in 10 jahren ein einziges mal (!) erlebt, dass mir ein beamter wirklich freundlich, kompetent und gleichberechtigt entgegengetreten ist. in der regel werfen die mir knüppel in die beine und geben mir schnell zu verstehen, dass ich nur die melkkuh für ihren wohlstand bin.

wie ist es denn aber wirklich: die beamten des hohen dienstes jammern immer dass sie schlechter bezahlt werden als in der freien wirtschaft und die des mittleren und einfachen dienstes vegleichen sich immer mit top-verdienern. vielleicht bleibt man einfach mal auf dem teppich denn wenn man mal wirklich gleichartige tätigkeiten miteinander verglciht fährt der beamte immmer besser - allein schon wegen der faktisch kam exitenten sozialabgaben. und was das mit dem postbeamten soll, hab ich eh nie verstanden! global player (deutsche post world net) spielen und lokal den beamtenstatus nutzen... ja, da lache ich das nächste mal - an einem montagmorgen...

Stefan K. schrieb am 01.02.2010 09:41:48

Der Autor hat bei seinem Bericht vergessen zu erwähnen, das Beamte während ihrer gesamten Dienstzeit von Haus aus ein geringeres Grundgehalt besitzen und somit auf keinen Falll mehr verdienen als z.B. ein Angestellter in gleicher Position. Sondern weniger! Dies wird aber immer wieder unter den Tisch gekehrt, da Beamte - oder wie ich Postbeamte - absolut keine Lobby in der Bevölkerung haben. Letztendlich liegt dies auch an Berichten wie diesen indem Beamte immer wieder als die faulen Leute dargestellt werden die dafür auch noch das doppelte verdienen.

Hochland schrieb am 31.01.2010 19:07:15

Beamte haben aber auch mannigfaltige Nachteile:
z.B keinerlei großzügige Vergünstigungen - wie in der freien Wirtschaft üblich - hier Disziplinarverfahren, bei Bestechung oder Vorteilsannahme, zwar keine Sozialabgaben (außer Krankenversicherung) aber dafür von Anfang an niedrigeres Brutto als vergeleichbare Angestellte,
warum will dann niemand Beamter werden?
Die tüchtigen Beamten sind unterbezahlt, die untüchtigen profitieren von der Unkündbarkeit, das ist die eigentliche Tragik !

Drückerplatte schrieb am 21.01.2010 14:54:10

@steuerzahler: ich schliesse mich der meinung zu 100% an, bin allerdings genauso zu 100% sicher dass das so nicht kommt. neben den vielen lobbyisten und den üblen gewerkschaften sind es vor allem die entscheider selbst, die dies zu verhindern wissen: ein grossteil der mitglieder des bundestages sind ö-dienstler und beamte und die eine krähe hakt der anderen - sie wissen schon... nur ein massiver angriff der breiten masse auf die staatsdiener in verschiedenster form kann hier etwas ändern, eine zarte protestnote wird von diesen schmarotzern einfach weggelacht!

steuerzahler schrieb am 21.01.2010 14:08:39

Es wird Zeit dass diese ungerechte und willkürliche Umverteilung bald mal ein Ende hat. Es kann doch nicht sein, dass ein Lehrer im Beamtenstatus nach fünf Jahren Arbeit Rentenansprüche hat wie ein Angestellter, der 45 Jahre lang erwerbstätig war. Meine Forderung: Beamtenstatus auf Positionen mit absolutem Hoheitsanspruch begrenzen. Dazu sollten Beamte genau wie alle anderen der Sozialversicherungspflicht unterliegen. Wie sind üppige Pensionen und weitgehend staatlich finanzierter privater Versicherungsschutz noch zu rechtfertigen?




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