Riester Rente | Riester Rente Vergleich





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Riester Rente

Demographische Entwicklung, Rentenlücke, Schrumpfrente - Diese Begriffe gehören mittlerweile zum Wortschatz vieler Menschen und stehen für einen hochbrisanten Sachverhalt:

  • In Deutschland werden immer weniger Kinder geboren. Geburtenstarke Jahrgänge kommen ins Rentenalter - Dies bedeutet: Immer weniger Beitragszahler müssen die Renten einer wachsenden Zahl von Rentnern finanzieren. So lautet der Generationenvertrag, die Grundlage unserer gesetzlichen Rentenversicherung.


  • Der Staat hat diese Entwicklung erkannt. Verschiedene Gesetzesänderungen in den letzen 15 Jahren haben dazu geführt, dass die gesetzlichen Renten empfindlich schrumpfen Die Rentenlücken zwischen aktuellem Einkommen und zukünftiger Rente werden immer größer.

Der letzte Rentenbericht der Bundesregierung im Jahre 2006 prognostiziert nach 45 Beitragsjahren im Jahr 2008 eine so genannte Bruttostandardrente von 1176 Euro. Modellrechnungen sagen für das Jahr 2014 einen Betrag von 1263,00 Euro und für 2019 einen Wert von 1414,00 Euro voraus. Inflation, Steuer und Beitrag zur Krankenversicherung sind nicht berücksichtigt.



Patient "gesetzliche Rentenversicherung" - die Politik führte zum 01. 01. 2002 eine Krücke für das kranke soziale Sicherungssystem ein:

Die umlagefinanzierte gesetzliche Rente wurde ergänzt durch eine kapitalgedeckte Zusatzrente, benannt nach ihrem Schöpfer, dem damaligen Arbeitsminister Walter Riester. Die Politik garnierte diese Gehhilfe "Riester Rente" mit staatlicher Förderung und Steuervorteilen.

Folgen Sie diesem Wegweiser durch den Paragraphendschungel des Altersvermögensgesetzes, der gesetzlichen Grundlage für die Riester Rente.

Wer kann einen Riestervertrag abschließen?

Es gibt eine einfache Orientierung: Alle Personen, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, können einen Vertrag abschließen und somit auch die Förderung beanspruchen. Die sind neben den sozialversicherungspflichtigen Angestellten (Sozialrecht) in den so genannten "Normalarbeitsverhältnissen" unter anderem auch Arbeitslose oder versicherungspflichtige Selbständige. Hinzu kommen noch die Beamten und Selbständige, die mit einem förderberechtigten Ehepartner verheiratet sind und einen eigenständigen Vertrag haben. Ausgeschlossen sind Pflichtversicherte, die in die berufsständischen Versorgungswerke einzahlen und freiwillige Beitragszahler.

Welche Voraussetzungen müssen Verträge zur Riester Rente haben?

Der Staat fördert, er fordert aber auch, und zwar in Form von Auflagen. Das Bundesamt für Finanzdienstleistungen (BaFin) prüft die Produkte zur Riester Rente und zertifiziert sie abschließend. Anbieter dürfen nur zertifizierte Produkte als Riester Rente anbieten. Welchen Kriterien muss nun so ein Riester Produkt genügen:

  • Das eingezahlte Geld muss mindestens bis zum vollendeten 60. Lebensjahr vertraglich gebunden sein. Eine Ausnahme bildet der Beginn einer Erwerbsminderungsrente. Es kann nicht beliehen oder anderweitig verwendet werden.


  • Der Vertrag muss ab Rentenbeginn eine lebenslang steigende oder gleich bleibende monatliche Leibrente auszahlen. Der Sparer darf sich höchstens 30% des eingezahlten Kapitals als Einmalbeitrag auszahlen lassen.


  • Zu Beginn der Auszahlungsphase muss mindestens das eingezahlte Kapital abzüglich der Kosten garantiert werden (Beitragsgarantie).


  • Die Tarife müssen für Männer und Frauen gleich sein (Unisex-Tarife).


  • Bei förderschädlichem Verhalten (Kündigung des Vertrages, Umzug ins Ausland) müssen Förderzulage und Steuererstattungen zurückgezahlt werden.


Wie sieht das Förderkonzept der Riester Rente aus?

Jeder Beitrag in einen Riestervertrag besteht aus einem Eigenbeitrag und den staatlichen Zulagen. Die volle staatliche Zulage erhält, wer 2007 einen Mindestsockelbetrag von 3% und ab 2008 von 4% seines Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der ihm zustehenden Zulagen jährlich in seinen Vertrag einzahlt.

Alle Personen, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, können einen Riestervertrag abschließen und somit auch die Förderung der Riester Rente beanspruchen. Vergleichen Sie jetzt kostenfrei und unverbindlich Ihre Riester Rente. Es gibt Grundzulagen und Kinderzulagen. Die Höhe der Zulagen sind:

Grundzulage
Veranlagungszeitraum 2007: 114,00 Euro
Ab Veranlagungszeitraum 2008: 154,00 Euro

Kinderzulage pro Kind
Veranlagungszeitraum 2007: 138,00 Euro
Ab Veranlagungszeitraum 2008: 185,00 Euro

Ehepaare können die Grundzulage zweimal beantragen. Voraussetzung ist, dass beide Partner einen eigenständigen Vertrag haben.

Dazu ein Beispiel:

Ehepaar (Alleinverdiener) mit zwei Kindern, Jahresbruttoeinkommen 2006 beträgt 36.000 Euro:
Zulagenanspruch 2007: Grundzulage 2 mal 218,00 Euro
Kinderzulage 2 mal 276,00 Euro
Mindestsockelbetrag 586,00 Euro
Gesamtbetrag 1080,00 Euro (3% vom Brutto)

Zahlt das Ehepaar weniger als 1080,00 Euro in die Verträge ein, so erhalten sie nicht die volle Förderung.
Aber Vorsicht: Der Mindestsockelbetrag muss mindesten 60,00 Euro pro Jahr betragen, selbst wenn dies zusammen mit den Zulagen die 3% vom Jahresbruttoentgelt überschreiten würde. Dies kann bei Gering - Verdienern der Fall sein.

Viele Vertragsinhaber zahlen mehr als den Mindestsockelbetrag in ihre Riester Rente ein. Weiterhin gibt es Verdiener mit hohem Einkommen und einem hohen Spitzensteuersatz. Für diesen Personenkreis kann es günstiger sein, ihre Aufwendungen für den Vertrag als Sonderausgaben steuerlich geltend zu machen. Dies prüft das Finanzamt per Gesetz im Rahmen eines "Günstigervergleichs". Ist die Steuerersparnis über den Sonderausgaben-Abzug höher als die Zulage, wird die Differenz dem Sparer gutgeschrieben. Die Zulagen bleiben auf dem Anlagekonto. Es sollten allerdings nicht mehr als 1575,00 Euro gespart werden, da mehr steuerlich nicht gefördert wird.







Die Sparformen der Riester Rente

Es gibt drei unterschiedliche Sparformen: Versicherungsverträge, Banksparpläne und Investmentfonds.

Zurzeit nutzen die meisten Sparer die Versicherungslösung, Investmentfondslösungen oder Banksparpläne sind allerdings stark auf dem Vormarsch. Die Förderung ist unabhängig von der Produktform.

Die Entscheidung für eine bestimmte Sparform sollte an Hand von festgelegten Kriterien fallen:

  • Spardauer: Junge Sparer mit einem noch langen Berufsleben können eher in einen Investmentfonds ansparen als Ältere? Eine Altergrenze sollte dabei zwischen 45 und 50 Jahre liegen.


  • Risikoneigung: Für Sparer mit geringer Risikoneigung können Banksparpläne eine gute Lösung sein.


  • Kosten: Jede Sparform hat ihre Kosten. Welche Abschlusskosten kommen auf den Sparer zu, wie hoch sind Verwaltungskosten und was kostet ein Wechsel zu einem anderen Anbieter? Wie hoch sind die Kosten bei einer Auflösung des Vertrages?


  • Wechsel: Wie kompliziert ist ein Wechsel zu einem anderen Anbieter?


  • Transparenz: Gute Produkte weisen die Kosten leicht sichtbar aus. Es fallen keine versteckten Kosten an.


  • Rendite:Welche Rendite kann ich bei den unterschiedlichen Sparformen erwarten.


Die Entscheidung für eine Sparform und innerhalb einer Sparform für einen bestimmten Anbieter und ein Produkt erfordert Zeit und Sorgfalt. Dies lohnt sich am Ende immer.

Das Antragsverfahren

Der Sparer erhält seinen Anspruch auf die Zulage erstmalig nach dem ersten Jahr der Beitragszahlung. Der Anbieter seines Vertrages schickt ihm einen Antrag zu, der ausgefüllt wieder zurück geschickt wird. Die Deutsche Rentenversicherung erhält den ausgefüllten Antrag, errechnet die Höhe der Zulagen und überweist diese auf das Anlagekonto des Sparers. Es ist nicht notwendig, den Antrag jährlich auszufüllen, dieser kann als Dauerzulagenantrag beim Anbieter hinterlegt werden.

Die Versteuerung der Riester Renten

Grundsätzlich gilt: Renten aus staatlich geförderten Beiträgen müssen nach § 22. Nr. 5 EStG. voll versteuert werden. Vom Jahresrentenbetrag können Werbungskosten-Pauschbetrag und Altersentlastungsbetrag abgezogen werden. Sparer müssen dem Finanzamt die Höhe der bezogenen Renten mitteilen, die Informationen dazu bekommen Sie von Anbieter.

Kompliziert wird es, wenn der Sparer eine Riester Rente aus nicht geförderten Beiträgen erhält, weil er zum Beispiel Beiträge über den förderfähigen Beitrag von 1575,00 Euro hinaus bezahlt. Dieser anteilige Rentenbetrag wird nur mit dem Ertragsanteil besteuert.

Was noch fehlt

Das geförderte Sparkapital kann zum Bau eines Eigenheims förderunschädlich entnommen werden. Sparer können ihren Riester Vertrag auch über den Betrieb im Rahmen einer betrieblichen Altersvorsorge abschließen. Das gesparte Geld ist geschützt vor Pfändung oder Anrechnung bei ALG II.

Fazit: Nach anfänglichen Startschwierigkeiten haben Sparer zunehmend die Riester Rente als profitable Form der Altersvorsorge entdeckt. Auf Grund des niedrigen Mindesteigenbetrages von 60,00 Euro und der vergleichsweise hohen Förderung durch Grund- und Kinderzulage ist die Riester Rente auch sehr gut geeignet für Familien mit geringem Einkommen und vielen Kinder.


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