Private Krankenversicherung | Krankenversicherung Vergleich





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Private Krankenversicherung

Wer mit dem Gedanken spielt, von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu einer der vielen privaten Krankenversicherungen (PKV) zu wechseln, sollte sich zunächst über die Aufnahmevoraussetzungen im Klaren sein: eine private Krankenversicherung nimmt Arbeitnehmer nur dann auf, wenn deren Brutto-Monatseinkommen drei Jahre in Folge die Pflichtversicherungsgrenze überschreitet. Seit dem 01. Januar 2007 liegt diese bei 47.700 € im Jahr, bzw. bei 3.975,00 € im Monat. Dabei wird das gesamte (regelmäßige) Jahreseinkommen berücksichtigt, inklusive Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und eventuellen weiteren wiederkehrenden Zusatzzahlungen. Der Arbeitgeber zahlt in dem Fall einen Zuschuss in Höhe von 50 % des PKV-Beitrags, wobei die Hälfte des GKV-Höchstbetrages nicht überschritten werden darf. Ausgenommen von der Bindung an diese Pflichtversicherungsgrenze sind Selbstständige, freiberuflich Tätige, Künstler und Beihilfeberechtigte (Beamte, Richter oder Landtags- und Bundestagsabgeordnete). Diese Versicherten werden unabhängig von der Höhe ihres Einkommens in die private Krankenversicherung aufgenommen.



Was gibt ein gesetzlich Versicherter auf, wenn er in eine PKV wechselt? Bis zu diesem Zeitpunkt richtete sich sein Versicherungsbeitrag nach seinem Einkommen, denn die gesetzliche Krankenversicherung folgt dem Solidaritätsprinzip. Danach erhält jeder die Leistung die er benötigt - und zwar für den finanziellen Beitrag, den er leisten kann. So entsteht ein Ausgleich zwischen sozial unterschiedlich gestellten Mitgliedern. Ein großer Vorteil innerhalb dieses Prinzips ist das Angebot der gesetzlichen Krankenversicherung, Familienmitglieder beitragsfrei mitzuversichern, wenn diese nur ein sehr geringes oder sogar überhaupt kein Einkommen erzielen.

Ein genauer Vergleich der vielen verschiedenen privaten Krankenversicherungen ist unabdingbar, um sich einen guten und günstigen Krankenversicherungs-Tarif zu sichern. Mit einem Krankenversicherung Vergleich können Sie bis zu 2.000 EUR sparen. Und was gewinnt ein Wechsler durch eine günstige private Krankenversicherung? Er gibt zunächst auf, dass er das Leistungsangebot seiner gesetzlichen Krankenversicherung nicht mit seiner Beitragshöhe anpassen kann. Die private Krankenversicherung hingegen folgt genau dieser Maxime: der versicherte Leistungsumfang wächst oder schrumpft dynamisch mit dem Beitrag, wobei Eintrittsalter, Geschlecht und Gesundheitszustand zu Beginn der Versicherung mitberücksichtigt werden. Dieses Prinzip der Äquivalenz sorgt dafür, dass Gruppen mit gleichen Risiken (zum Beispiel Raucher) gleiche Beiträge aufbringen - um die nötigen Leistungen der Versicherung finanziell zu decken.

Die Beitragsberechnung in der privaten Krankenversicherung ist vergleichbar mit der einer Lebensversicherung. Dabei wird ein Teil des Beitrags des Versicherungsnehmers als Sparanteil angelegt (Zinssatz gemäß gesetzlicher Vorgaben: 3,5 %), um den mit dem Alter steigenden Gesundheitskosten vorzubeugen. Zusätzlich werden bei allen Neuversicherten 10 % Zuschlag berechnet, die ebenfalls zur Altersrückstellung zählt. Mit der Vollendung des 61. Lebensjahres wird dieser Zuschlag vom Versicherten nicht mehr gezahlt - sein Beitrag sinkt somit wieder um 10 %. Das bis dahin angelegte Geld verhindert einen unverhältnismäßig hohen Anstieg des Versicherungsbeitrages.

Ausschlaggebend sind zunächst jedoch die Verhältnisse bei Versicherungsbeginn. Der Fragebogen zu Vorerkrankungen und Risiken muss gewissenhaft ausgefüllt werden, eventuell wird eine ärztliche Untersuchung verlangt. Jede vorhandene Krankheit kann einen sog. Risikozuschlag bedeuten. Sollte sich jedoch erst nach Abschluss des Vertrages der Gesundheitszustand verschlechtern, so hat das keine Auswirkung auf die Beiträge. Das geschieht erst, wenn aufgrund veränderter gesundheitlicher Bedingungen der Leistungsumfang angepasst wird, denn mit einem Tarifwechsel ist eventuell eine weitere Beurteilung des Versicherungsnehmers verbunden. Tarifwechsel oder Änderungen im Leistungsangebot obliegen allein dem Versicherten. Die Leistungen der privaten Krankenversicherung werden individuell vertraglich festgelegt. Der Gesetzgeber hat darauf keinerlei Einfluss. Die Vorteile der privaten Krankenversicherung für Versicherte verschiedener Berufs- oder Altersgruppen ergeben sich im Folgenden aus der Angebotsbeschreibung.

Die Private Krankenvollversicherung

Die sog. private Krankenvollversicherung beinhaltet die Übernahme der Behandlungskosten bei Krankheit, Unfällen und Entbindungen. Das sind für den ambulanten Bereich beispielsweise Leistungen wie Beratung, Untersuchung, Hausbesuch oder Zahnersatz. Bei stationären Aufenthalten übernimmt die PKV die Kosten für eine Unterbringung im Mehrbettzimmer und für die Versorgung durch jeweils diensthabende Ärzte. Einzelzimmergarantie und Chefarztbehandlungen sind Zusatzleistungen. Im Ausland genießt der Versicherungsnehmer innerhalb von Europa uneingeschränkten Versicherungsschutz; außerhalb von Europa mindestens einen Monat lang.

Die Möglichkeit der Selbstbeteiligung kann helfen, den individuellen Beitrag zu reduzieren. Wer kleinere Rechnungen selbst zahlt, oder sammelt und nicht sofort einreicht, der kann nach Ablauf des Jahres auf eine Beitragsrückzahlung hoffen.

Der Standard-, Basis- oder Grundschutztarif

Dieser Tarif stellt eine private Vollversicherung dar, teilweise mit reduzierten Leistungen. Diese sind denen der GKV angeglichen. Empfehlenswert sind solche Tarife zum Beispiel für Selbstständige oder Existenzgründer. Sie genießen damit einen preiswerten Versicherungsschutz und können auf Wahlleistungen verzichten. Jedoch muss vor Beginn einer medizinischen Leistung die Gebührenfrage und eine eventuelle Eigenbeteiligung geklärt werden. Ärzte dürfen zudem ihre ärztliche Leistungen nur zum 1,7-fachen Satz der festgelegten Gebühren abrechnen - das liegt 0, 6 Punkte unter dem standardmäßigen Steigerungssatz von 2,3.





Der Standardtarif ist außerdem mit einer Garantie verbunden, d.h., der Versicherungsbeitrag darf nicht höher sein als der durchschnittliche Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung. Das bedeutet gleichzeitig, dass nicht immer risikogerechte Beiträge erhoben werden können, eine Deckung mit dem Angebot der gesetzlichen Krankenversicherung kann somit nicht garantiert werden. Grundsätzlich werden Leistungen in den folgenden Bereichen erstattet: ambulante ärztliche Behandlungen, Psychotherapie, häusliche Behandlungspflege, Heil- und Hilfsmittel, Arznei- und Verbandmittel, Kieferorthopädie, zahnärztliche Behandlungen, Zahnersatz, Rettungsfahrten, stationäre Behandlungen im Krankenhaus.

Damit bei der ärztlichen und zahnärztlichen Behandlung keine Selbstbeteiligung für den Versicherten entsteht, hat der Gesetzgeber Liquidationsgrenzen für die entsprechende Berechnung der Leistungen festgesetzt.

Ab dem 01.01.2008 können Versicherte zudem bei einem anstehenden PKV-Wechsel ihre Altersrückstellung im Umfang des Standardtarifs mitnehmen.

Krankenhauszusatzversicherung, Krankenhaustagegeldversicherung und Krankentagegeld

Versicherte einer gesetzlichen Krankenversicherung können die Krankenhauszusatzversicherung nutzen, um bestimmte Zusatzleistungen bei stationären Aufenthalten in Anspruch zu nehmen (zum Beispiel Arztwahl im Krankenhaus, Unterbringung im Einbettzimmer).

Ein Aufenthalt im Krankenhaus zieht eventuelle Folge- oder Begleitkosten nach sich. Diese können entstehen durch eine Haushaltshilfe, eine Aushilfe im eigenen Betrieb oder durch die Fahrtkosten der Krankenbesucher. Der Versicherte kann für diesen Fall mit der privaten Krankenversicherung einen Tagessatz festlegen, ohne dafür einen Nachweis zu erbringen.

Wer krank ist, kann außerdem nicht arbeiten. Zunächst zahlt bei Arbeitnehmern der eigene Chef den Lohn - zumindest eine gewisse zeitlang. Einkommenseinbußen sind ab der sechsten Krankheitswoche zu befürchten, dafür kann der Versicherte ein individuelles Tagegeld vereinbaren. Selbstständige und Freiberufler lassen sich überwiegend ab dem vierten Krankheitstag ein Tagegeld auszahlen.

Auslandsreisekrankenversicherung

GKV-Versicherte, die in ein Land fahren, mit dem kein Sozialabkommen oder keine EU-Vereinbarung besteht, wird ohne Zusatzversicherung die medizinischen Aufwendungen (inklusive evtl. Rücktransport) nicht erstattet. Diese Zusatzversicherung ist auch zu empfehlen bei längeren Auslandsaufenthalten, solange der ständige Wohnsitz des Versicherungsnehmers in Deutschland ist.

Ergänzungsversicherungen für ambulante Behandlungen, Zahnbehandlungen und Kuren.

Solche Zusatzleistungen der privaten Krankenversicherung decken im Zweifelsfall Zuschüsse zu Brillen, Heilpraktikerkosten und einen gewissen Prozentsatz des nicht von der GKV übernommenen Zahnersatzes ab. Der Erstattungsbetrag für Zahnersatz ist je nach Versicherung in den ersten Vertragsjahren begrenzt. Für einen Kurbesuch kann sich der Versicherte wahlweise die medizinischen Leistungen erstatten oder ein Tagegeld auszahlen lassen.

Fazit

Ein genauer Vergleich der vielen verschiedenen privaten Krankenversicherungen ist unabdingbar, um sich einen guten und günstigen Tarif zu sichern. Das Kleingedruckte sollte besonders gut gelesen werden. Es gibt gesetzlichen Krankenversicherungen, die einen Tarifwechsel an einen erneuten Gesundheitscheck binden - andere tun das nicht. Wieder andere Anbieter räumen die Möglichkeit ein, den Vertrag bis zu zwei Jahren ruhen zu lassen - ein verlockendes Angebot bei drohender Arbeitslosigkeit: Für den Zeitraum der Erwerbslosigkeit ist der Versicherungsnehmer gesetzlich krankenversichert, und nach Wiederaufnahme seiner Tätigkeit kann er ohne erneute Prüfung in seinen privaten Versicherungsvertrag zurückwechseln.

Man muss sicherlich für jeden Einzelfall erneut entscheiden, ob sich die private Krankenversicherung lohnt. Für Existenzgründer ist vielleicht der Standardtarif verlockend, denn er bietet eine geregelte Versorgung für den kleineren Geldbeutel. Chronisch Kranke hingegen haben es eventuell schwer und kostspielig bei der privaten Krankenversicherung. In jedem Fall ist eine Rückkehr zur GKV nicht ohne weiteres möglich. Nur wenn die Arbeitseinkünfte wieder unter den Mindestsatz sinken - oder man gar arbeitslos wird, ist der gesetzliche Versicherungsschutz wieder gegeben. Ein Wechsel sollte demnach wohlüberlegt sein und erst nach gründlichem Vergleich verschiedener Angebote geschehen.

Eine gute Webseite zum Thema Private Krankenversicherung ist die Seite www.pkv-infos.net. Hier erhalten Sie noch weitere nützliche Detailinformationen, wie z.B. zur Geschichte der PKV, ein PKV-Lexikon bis hin zur aktuellen Gesundheitsreform 2007.

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