Investieren in Agrarrohstoffe





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Investieren in Agrarrohstoffe

Agrarrohstoffe sind das speziellste Segment im Rohstoffbereich. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Erzeugnisse der Landwirtschaft, die Privatanlegern offen stehen. Weizen, Sojabohnen, Zucker, Mais, Baumwolle, Kaffee und Kakao sind die am häufigsten genutzten. Die Preisentwicklung von Agrarrohstoffen unterliegt Einflüssen, die an den Aktien- und Rentenmärkten sowie auch in anderen Segmenten der Rohstoffmärkte keine Rolle spielen. Insbesondere jahreszeitliche Zyklen und witterungsbedingte Risiken sind speziell bei Agrarrohstoffen vorhanden.

Die meisten Investment-Lösungen basieren auf den Terminkontrakten der Agrarprodukte und tragen somit diese besonderen Eigenschaften in sich. Anleger können über Zertifikate die Preisentwicklung eines einzelnen Rohstoffs nachbilden. Dem Zertifikat liegt dann der Futures-Kontrakt zugrunde.

Wie bei allen solchen Konstruktionen sind auch hier Rollkosten zu tragen, die entstehen, wenn der Emittent des Zertifikates die Anlagemittel von einem bald fälligen in einen später auslaufenden Kontrakt umschichtet. Die Rollkosten drücken die Rendite. Diese steht und fällt mit der Kursentwicklung, da Agrarprodukte weder Zins noch Dividende ausschütten.

Wie bei allen Zertifikaten besteht zudem das Emittentenrisiko. Investiert der Emittent die Mittel nicht direkt am Terminmarkt, sondern bildet die Wertentwicklung über ein Swap-Geschäft ab, ist zudem das Kontrahentenrisiko zu tragen. Die Schwankungen an den Märkten für Agrarrohstoffe können sehr stark ausfallen. Anleger, die nicht mit Rohstoffen spekulieren, sondern sie als Beimischung zum Depot und mit einer langfristigen Investmentperspektive erwerben wollen, sollten sich nach Zertifikaten umsehen, die in einen Korb von Agrarrohstoffen investieren, um das Einzelrisiko zu reduzieren.




Zertifikate auf einen Subindex des Goldman Sachs Commodity Index, deren Schwerpunkt auf Gütern des landwirtschaftlichen Sektors liegt, können eine brauchbare Lösung darstellen. Es ist kaum möglich, die durchschnittliche Wertentwicklung der Positionen zu prognostizieren.

Experten rechnen jedoch damit, dass insbesondere in Zeiten einer ansteigenden Inflation die Beimischung von Agrarrohstoffen Vorteile mit sich bringt, da diese als resistent gegen Inflation gelten. Da der Spezifikationsgrad von Investments in Agrarrohstoffe sehr hoch ist, sollte das Segment als Satelliten- und keinesfalls als Basisinvestment verstanden werden. Die Position sollte demnach nicht mehr als fünf Prozent des zur Verfügung stehenden Gesamtvermögens ausmachen.






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