Rohstoffinvestments





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Rohstoffinvestments - Warum in Rohstoffe investieren?

Rohstoffe sind in den vergangenen Jahren auch für Privatanleger ein immer größeres Thema geworden. Gründe für die gewachsene Aufmerksamkeit gibt es einige: An den Aktienmärkten lief es lange Zeit schlecht, die Zinsen und damit die Renditen für verzinsliche Wertpapiere waren niedrig und die Suche nach Alternativen lag nahe. Auch die gesamtgesellschaftliche Debatte um die weltweite Verknappung von Rohstoffen und die rasante Preisentwicklung auf den Märkten für fossile Brennstoffe haben zum gewachsenen Interesse beigetragen.

Nicht zuletzt die Angst vor einer Entwertung des Geldes schließlich treibt Investoren zur Anlage in Edelmetallen. Es gibt somit mehrere gute Gründe, sein Portfolio im Rohstoffe zu erweitern. Durch die relativ große Unabhängigkeit von den Aktien- und Rentenmärkten tragen Rohstoffe als eigene Anlageklasse zur Portfoliodiversifikation bei und können so ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis erzeigen als ein nur auf Wertpapieren basierendes Depot.

Rohstoffe unterscheiden sich in einem Punkt von allen anderen Anlageklassen: Sie bieten weder Zins noch Dividende. Anleger können einzig und allein an Kursgewinnen verdienen. Von diesen gab es in den zurückliegenden Jahren einige: Gold verteuerte sich ebenso wie Silber, Kupfer oder Palladium. Dazu stiegen die Preise für Rohöl und verwandte Produkte stark an. Auch die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse - also zum Beispiel Weizen, Mais oder Soja -stiegen zeitweilig massiv.

Die meisten Experten vertreten die Ansicht, dass Rohstoffe auch in Zukunft teurer werden. Der Grund ist in den gewaltigen Verschiebungen zu sehen, die in der Weltwirtschaft stattfinden und die sich nicht umkehren werde. Eine wachsende Zahl Menschen auf unserem Planten wird in den kommenden Jahrzehnten in Wohlstand leben - allein in Asien werden hunderte Millionen Menschen ihren Lebensstandard ausweiten können, weil die einstigen Entwicklungsländer zu den heutigen Industrienationen aufschließen.

Wachsender Wohlstand führt zu steigender Nachfrage nach Rohstoffen. Es werden mehr fossile Brennstoffe benötigt, weil mehr Autos produziert werden. Der wachsende Fleischkonsum führt zu einem höheren Bedarf an vielen Agrarrohstoffen, die als Futtermittel benötigt werden. Die Industrie benötigt mehr Edelmetalle.

Die steigenden Nachfrage trifft auf ein natürlich begrenztes Angebot - Gold und Öl etwa sind nur in begrenzter Menge vorhanden und Agrarrohstoffe können wegen abnehmender Produktivität (weil guter Anbauboden ebenfalls rar ist) nur bei steigenden Kosten in größerem Umfang produziert werden. Eine steigende Nachfrage, die auf konstantes Angebot trifft, kann in einem marktwirtschaftlichen System nur zu Preisanstiegen führen - deshalb macht es nach heute gängiger Auffassung Sinn, in Rohstoffe zu investieren.

Lesen Sie zu ausgewählten Arten von Rohstoffinvestments im folgenden:



Rohstoffe als Inflationsschutz

Viele Anleger nutzen Rohstoffe als Beimischung zum Depot und versprechen sich dadurch einen Schutz gegen Inflation. Dabei lässt ich mit den richtigen Rohstoffen grundsätzlich jedes inflationäre Szenario meistern. Beginnend beim Extremfall ist folgende Überlegung angebracht: Wenn der Staat (mit allen anderen bedeutenden Staaten der Welt) bankrott geht und seine Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann, folgt -wie die Geschichte lehrt - eine Entwertung des Geldes, etwa durch eine Währungsreform. Nominale Werte verlieren dann ihre gesamte Kaufkraft.

In einem solchen Szenario sind zudem innere Unruhen oder andere Symptome instabiler Verhältnisse denkbar. Um Vermögen über eine solche Zeit zu retten, können Anleger in Gold investieren. Es wird bereits seit tausenden von Jahren als Zahlungsmittel verwendet und behält auch dann seinen Wert, wenn sich die Welt grundlegend ändert. Gold ist sehr wertvoll und auch größere Vermögen können in handlichen Barren untergebracht und bei Bedarf transportiert werden. Goldunzen- und Barren bieten somit die Möglichkeit, Vermögen auch über extreme Zeiten hinweg zu bewahren.

Auch unter deutlich milderen (und wahrscheinlicheren) Umständen können Rohstoffe beim Schutz gegen Inflation helfen. Steigt die Teuerungsrate deutlich an und zieht das Zinsniveau am Markt nicht mit, bedeutet das für Anleger reale Vermögensverluste, die durch die Besteuerung der nominalen Erträge noch verstärkt wird. Rohstoffe steigen für gewöhnlich im Preis, wenn das Preisniveau insgesamt anzieht.

Dies liegt zum einen an der hohen Korrelation zwischen der Preisentwicklung am Rohstoffmarkt und der Weltkonjunktur (eine anziehende Wirtschaft führt fast immer zu steigenden Preisen). Zum anderen sind Rohstoffe Sachwerte, die ihren realen Wert für gewöhnlich auch dann behalten, wenn sich das Austauschverhältnis von Geld zu Gütern ändert - wenn also Inflation vorherrscht.

Schutz gegen Inflation bieten grundsätzlich alle Rohstoffe - Edelmetalle genauso wie fossile Brennstoffe oder Agrarrohstoffe. Anleger, die sich gegen höhere Inflationsraten absichern möchten (gemeint sind jährliche Teuerungsraten zwischen drei und zehn Prozent gemessen am Verbraucherpreisindex) können in einen Rohstoffkorb investieren, der alle Gattungen abdeckt. Einer der am meisten beachteten Rohstoffkörbe ist der Goldman Sachs Commodity Index, der die Gewichtung anhand des weltweiten Handelsvolumens vornimmt.

Rohstoffe als langfristiger Megatrend

Rohstoffe werden für ganz unterschiedliche Zwecke überall auf der Welt benötigt. Edelmetalle wie Gold, Silber oder Palladium kommen in die Industrie zum Einsatz. Gold wird darüber hinaus von den Zentralbanken als Währungsreserve vorgehalten. Fossile Brennstoffe sind für die Produktion von Treibstoff, zum Heizen und für industrielle Vorgänge unverzichtbar. Sie werden dies trotz der Bemühungen um die Entwicklung regenerativer Energien weiter bleiben. Agrarprodukte schließlich sind schon allein deshalb zwingend erforderlich, weil sie die Grundlage unserer Nahrung bilden.



Das 21. Jahrhundert ist geprägt von tiefgreifenden Umwälzungen und Veränderungen in der Weltwirtschaft. Die so genannten Emerging Markets verzeichnen rasantes Wachstum und steigenden Wohlstand. Dies führt unweigerlich dazu, dass die Nachfrage nach Rohstoffen steigt. Der Nachfrageanstieg betrifft dabei alle Gattungen von Rohstoffen gleichermaßen. Das Angebot allerdings ist begrenzt. Es existiert nur eine bestimmte Menge Erdöl auf der Erde - ist es verbraucht, steht es nicht mehr zur Verfügung.

Ebenso verhält es sich mit Edelmetallen, die zwar wiederverwertet werden können, aber während ihres Einsatzes in der Industrie oder der Lagerung bei der Zentralbank gebunden sein. Auch Agrarprodukte lassen sich nicht in beliebiger Menge herstellen: Der Bestand an fruchtbaren Böden ist begrenzt. Durch die wachsende Erdbevölkerung und die Häufung wetterbedingter Extremzustände wird die Produktion zusätzlich gedeckelt.

Dieses Umfeld macht Rohstoffe zu einem der wichtigsten Themen unseres Jahrhunderts. Der Verteilungskampf um knappe Ressourcen wird zunehmen und die Preise werden steigen. Investments in Rohstoffe sind somit mehr als nur die Spekulation auf steigende Preise. Es geht vielmehr darum, sich an einem Megatrend zu beteiligen und von diesem zu profitieren. Der direkte Einstieg in Rohstoffe ist dabei die einfachste Möglichkeit.

Spekulieren mit Rohstoffen

Die Rohstoffmärkte schwanken mitunter heftig - für Spekulanten also eine ausgezeichnete Spielwiese, auf der sich mit Glück, Geschick und Wagemut viel Geld verdienen lässt. Die Spekulation an den Rohstoffmärkten ist zum einen über die Terminbörse (also über klassische Optionen und Futures) sowie über Derivate möglich. Die Terminbörse bringt für die meisten Privatanleger zu viele Hürden mit sich, weshalb hier auf derivative Finanzinstrumente eingegangen werden soll. Zu diesen zählen Optionsscheine, Zertifikate, CFDs und ETCs. Die Instrumente funktionieren in der Rohstoffspekulation prinzipiell genauso wie auch in anderen Märkten.

Optionsscheine sind zwar sehr bekannte Instrumente, sie erscheinen aber wie auch in anderen Anlageklassen als überholt, weil ihre Preisbildung sehr vielen Einflussfaktoren unterliegt. Dazu zählt neben der begrenzten (Rest-)Laufzeit und dem Preis des Basiswertes zum Beispiel die implizite Volatilität. Die komplexe Preisbildung birgt zusätzliche Risiken, denen zwar Chancen gegenüberstehen, die aber das Rohstoff-Investment als solches verwässern und die Spekulation zu vielen Einflüssen aussetzen. Privatanleger sollten sich deshalb auf andere Instrumente konzentrieren.

Zertifikate sind deutlich einfacher als Optionsscheine. Sie sind nicht mit einer Laufzeit verbunden und bilden den Preis ihres Basiswertes eins zu eins nach, ohne dass Faktoren wie die Volatilität eine Rolle spielen. Wem die bloßen Marktbewegungen nicht ausreichen, der kann in Hebelzertifikate investieren, die mit einem Finanzhebel in den Markt einsteigen und Gewinne (aber auch Verluste) überproportional an den Anleger weiterreichen. Zertifikate sind mit einem Emittentenrisiko verbunden.

Ähnlich wie Zertifikate funktionieren auch CFDs und ETCs. Bei CFDs handelt es sich um außerbörslich gehandelte Hebelinstrumente, bei denen Anleger mit dem bis zu 50fachen ihres Eigenkapitals in Rohstoffe investieren können. Der Handel erfolgt über die Plattformen spezialisierter Market Maker, ist meist recht kostengünstig und für sehr risikofreudige Investoren geeignet. ETCs - Exchange Traded Commodities - sind das Rohstoff-Gegenstück zu börsengehandelten Investmentfonds (ETFs) und bilden einen Basiswert eins zu eins nach.

Der Vorteil gegenüber Indexzertifikaten liegt in der Konstitution der Fonds als Sondervermögen, die das sonst übliche Emittentenrisiko ausschließt. Ein Blick ins Kleingedruckte ist in diesem Zusammenhang aber unbedingt erforderlich, da viele ETCs nicht in den Basiswert selbst investieren, sondern seine Wertentwicklung lediglich über Swap- und Termingeschäfte abbilden.






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