Geldanlagen in Regenerative Energien





   Empfehlung der Redaktion:









Geldanlagen in Regenerative Energien

Regenerative Energien (auch erneuerbare Energien oder Alternativenergien) sind im Gegensatz zu fossilien Energieträgern und Kernbrennstoffen kontinuierlich verfügbar, weil sie sich aus nachhaltigen Quellen ständig erneuern.

Die daraus folgenden energetischen und klimatischen Vorteile erkennend werden regenerative Energien auf der ganzen Welt verstärkt wirtschaftspolitisch gefördert. Im Zuge dieser Förderung etablieren sich zahlreiche Unternehmen die sich mit Solarenergie, Bioenergie, Wasserkraft, Windkraft und Geothermie beschäftigen.

Mittlerweile produzieren diese Unternehmen in allen Sektoren der regenerativen Energien erfolgreich Energie. Vor allem die momentanen staatlichen Förderungen, aber auch die Zukunftsträchtigkeit und Ersatzlosigkeit dieser Form der Energieerzeugung machen Unternehmen, welche sich mit regenerativen Energien auseinandersetzen für die Geldanlage so interessant.

Lesen Sie zum Thema Geldanlage und regenerative Energien auch unsere nachfolgenden redaktionellen Beiträge:

ÖkoDAX - neuer Index an der deutschen Börse
Und die Strompreise steigen weiter
Kampf der Bundesregierung gegen Energieverschwendung

Oder unseren weiteren Themenschwerpunkt "Regenerative Energien - Einsatz im Privathaushalt"

Regenerative Energien - Geschlossene Fonds

Geschlossene Fonds bieten den Einstieg in zahlreiche Segmente der regenerativen Energien. Privatanlegern stehen dabei vornehmlich Windparks und Solarkraftwerke zur Verfügung. Der Einstieg erfolgt in der Regel über eine Kommanditeinlage, so dass der Investor direkt am unternehmerischen Erfolg der Initiative beteiligt ist, die Risiken jedoch auf die Einlage beschränkt ist. In die meisten geschlossenen Fonds kann ab einer Anlagesumme von 5.000 Euro (zuzüglich eines Agios zwischen zwei und sechs Prozent) investiert werden. Die Rendite fällt je nach Fonds sehr unterschiedlich aus. Sie hängt unter anderem von dem Fremdkapitalanteil ab, den der Fonds nutzt - mit diesem steigt auch das Risiko. Relativ sichere Projekte versprechen einen jährlichen Ertrag von sechs bis acht Prozent.

Wind- und Sonnenenergie sind zukunftsträchtige Branchen. Zum einen wird der Bedarf an diesen Formen der Energiegewinnung weiter zunehmen. Bereits seit der Jahrtausendwende verzeichnet das Segment ein starkes Wachstum. Grund für die nicht enden wollende Erfolgsstory ist das gesellschaftlich wie politisch sensibilisierte Bewusstsein im Hinblick auf die Notwendigkeit neuer Lösungen bei der Energieversorgung, weil fossile Brennstoffe endlich sind und der Energiebedarf der Weltwirtschaft zunimmt. Der Staat fördert deshalb Investitionen in diesem Bereich durch Subventionen, Abnahmegarantien und vergünstigte Kredite.

Geschlossene Fonds, die sich mit der Thematik befassen, können ein Portfolio deshalb sinnvoll ergänzen. Sie bieten zudem stabile Erträge unabhängig von den Entwicklungen an Aktien- und Rentenmärkten. Es wird empfohlen, bis zu zehn Prozent des Portfolios in geschlossene Fonds zu investieren. Mindestens die Hälfte davon kann in Initiativen rund um regenerative Energien investiert werden.

Bei der Auswahl eines Fonds sollten Anleger großen Wert auf ein erfahrenes und nachweislich erfolgreiches Management legen. Außerdem sollten die Laufzeit und das Ausschüttungsprofil des Fonds zu den eigenen Anforderungen passen. Die meisten Fonds beginnen einige Jahre nach Einzahlung der Einlagen mit den ersten Ausschüttungen und zahlen die Investments dann bei Schließung zurück.

Regenerative Energien - Themenfonds

Themenfonds mit dem Schwerpunkt regenerative Energien investieren ihre Mittel in Aktien von Unternehmen, deren operatives Geschäft mit der Wertschöpfungskette rund um die Erzeugung von Energie durch Wind, Sonne und Co. zu tun hat. Hersteller von Windkraftanlagen können deshalb genauso zum Portfolio gehören wie Solarzellen-Produzenten, Kraftwerksbauer oder andere Unternehmen des Segments, wie etwa Zulieferer und Dienstleister. Themenfonds bieten die Möglichkeit, sich an dem Megatrend Regenerative Energien durch ein Aktieninvestment zu beteiligen. Gegenüber geschlossenen Fonds ist die bessere Fungibilität ein deutlicher Vorteil. Die meisten Themenfonds im Segment der erneuerbaren Energien sind aktiv gemanagt, auch wenn bereits passive Lösungen existieren. Von diesen ist allerdings abzuraten, weil das Segment insgesamt noch nicht liquide genug ist und deshalb ein Indexfonds mit zusätzlichen und nicht erforderlichen Risiken verbunden ist.

Anleger sollten ihr Engagement als langfristige Position betrachten. Kurz- und mittelfristig wird sich die Rendite aller Themenfonds in diesem Segment sehr stark an der allgemeinen Entwicklung des Aktienmarktes orientieren. Längerfristig sind aber - das hat die Vergangenheit bereits gezeigt - Überrenditen möglich. Bei der Auswahl des Fonds sollte darauf geachtet werden, dass das Vermögen ausreichend breit gestreut wird. Keinesfalls sollte das Fondsportfolio nur aus einem Dutzend Aktien oder sogar weniger bestehen - bei einigen Produkten auf dem Markt ist dies der Fall. Die Kosten von Themenfonds entsprechen denen eines gewöhnlichen Aktienfonds mit aktivem Management: Beim Erwerb ist ein Ausgabeaufschlag in Höhe von zwei bis fünf Prozent zu entrichten und die jährliche Verwaltungsgebühr von ein bis zwei Prozent wird direkt dem Fondsvermögen belastet.



Die Gewichtung von Themenfonds im Portfolio sollte nicht übertrieben werden -mehr als zehn Prozent ist nicht sinnvoll. Finden sich neben dem Fonds noch andere Produkte zum selben Thema im Depot, sollte dies berücksichtigt werden. Wie bei allen Aktienanlagen sollten Investoren in der Lage sein, auch größere Kursschwankungen auszuhalten und im schlimmsten Fall den Verlust ihres eingesetzten Vermögens zu verkraften.

Regenerative Energien - Themenzertifikate

Themenzertifikate bieten eine recht flexible und sehr kostengünstige Möglichkeit, in regenerative Energien zu investieren. Sie bilden in der Regel einen bestimmten Asset-Korb ab, der vornehmlich aus Aktien von Unternehmen besteht, deren Geschäftstätigkeit mit dem Segment in Verbindung steht. Der Vorteil von Zertifikaten gegenüber Fonds liegt in den deutlich niedrigeren Kosten. Als passives Investment sind die Zertifikate mit einer sehr geringen jährlichen Verwaltungsgebühr verbunden. Der Ausgabeaufschlag entfällt entweder oder beträgt nicht mehr als ein Prozent. Die Wertentwicklung des Zertifikates richtet sich nach der Performance des zugrundeliegenden Assetkorbes.

Mit Themenzertifikaten kann das Geschäftsfeld der erneuerbaren Energien sehr weitläufig abgedeckt werden. Indirekt wird so in Solarkraftwerke, Windparks und andere Felder investiert, wobei durch die Abdeckung der gesamten Wertschöpfungskette eine breite Diversifikation möglich ist, die unsystematische Risiken minimiert. Zertifikate sind allerdings auch mit einigen Nachteilen verbunden. Es handelt sich bei diesen Wertpapieren um Inhaberschuldverschreibungen, meist sogar nachrangiger Art. Kann der Emittent seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen, verliert das Zertifikat seinen Wert. Im Zuge der Finanzkrise 2008/2009 wurde deutlich, dass auch namhafte Emittenten insolvent werden können. Darüber hinaus verstecken die Emittenten gerne Kosten im Kleingedruckten der Papiere. Nicht selten verzichten Anleger durch den Kauf eines Zertifikates auf die Dividenden, die die Basiswerte ausschütten.

Zertifikate können entweder während der Zeichnungsfrist oder danach erworben werden. In dem meisten Fällen ist ein Kauf nach der offiziellen Auflegung empfehlenswert, weil die Erfahrung zeigt, dass Banken nach der Emission ihre Gewinnmargen aus der Struktur abziehen und der Kurs dann fällt. Themenzertifikate, die als Indexpapier konzipiert sind, sind in der Regel nicht auf eine bestimmte Laufzeit begrenzt. Bei strukturierten Anlagezertifikaten, wie etwa Bonus- oder Garantieprodukten, ist dies anders.

Für das sehr spezielle Segment der regenerativen Energien sind strukturierte Investments allerdings nicht zu empfehlen. Indexpapiere eignen sich als Beimischung zu einem Wertpapierdepot und sollten immer unter dem Vorbehalt einer langfristigen Perspektive erworben werden.





Affiliate Software
Als StartseiteZu den FavoritenAktuelle Seite druckenÜber bankingportal24
Newsletter
Hilfe / FAQ
Kontakt
AGB
Impressum