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|  Erneuerbare Energien im Privathaushalt
4. Erdwärme Unter Erdwärme wird der Teil der in der Erdkruste gespeicherten Wärme verstanden, der für den Menschen zugänglich und damit nutzbar ist. Erdwärme kann der Erdkruste entzogen und zu Heizwecken, zur Erzeugung elektrischen Stromes und im Rahmen der Kraft-Wärme-Kopplung genutzt werden.
Bei der direkten Nutzung zu Heiz- oder Kühlzwecken wird die Erdwärme direkt aus der Erdkruste entnommen und an die Abnehmer geliefert. Durch Wärmepumpen werden dann Gebäude geheizt bzw. gekühlt und es kann eine Warmwasserbereitung erfolgen.
Grundlagen
Die Stromerzeugung mittels Erdwärme erfolgt, indem Wärme-Kapazitäten aus der Tiefe angezapft und dazu genutzt werden, Turbinen anzutreiben, die ihrerseits elektrische Energie erzeugen und ins Netz einspeisen können. Im Gegensatz zur direkten Verwendung zu Heiz- oder Kühlzwecken bietet dieses Verfahren den Vorteil einer ortsunabhängigen Nutzbarkeit. Bei der direkten Entnahme und Nutzung ist eine räumliche Übereinstimmung von Angebot und Nachfrage erforderlich.
Erdwärme wird durchaus Potenzial für die Zukunft der Energieversorgung nachgesagt. Die Möglichkeiten sind allerdings dadurch begrenzt, dass nicht überall Erdwärme in erreichbaren Tiefen vorhanden ist. Im Jahr 2005 deckte Erdwärme gerade einmal 0,061 Prozent des Primärenergiebedarfs der Menschheit. Weltweit größter Nutzer ist der Inselstaat Island, der 53 Prozent seines Energiebedarfs durch geothermische Verfahren deckt. An dieser Relation wird ersichtlich, wie bedeutend die Beschaffenheit eines Landes für das Potenzial der Erdwärme ist.
Erdwärme in Privathaushalten
Privathaushalte können durch die Installation einer Wärmepumpe ihre herkömmliche Heizung ersetzen. Die Nutzung geothermischer Energie ist für Ein- und Mehrfamilienhäuser ebenso möglich wie für gewerblich genutzte Objekte. Haushalte können ihre Kosten gegenüber eine Öl- oder Gasheizung erheblich senken, wobei das Ausmaß des Einsparpotenzials von größeren Anbietern von Wärmepumpen-Lösungen mit 60 Prozent angegeben wird. Erdwärmeanlagen bieten einige Vorteile. Sie sind sicher im Hinblick auf due Kontinuität der Versorgung, stoßen keine Treibhausgase aus und sparen Platz, weil weder Schornsteine noch Öl- und Gastanks erforderlich sind.
Wärmepumpen werden in der Regel in Kombination mit einer anderen Energiequelle - meistens Strom -eingesetzt, weil die Leistung der Pumpe allein nicht ausreicht, um die gesamte Heizleistung zu erbringen. Durch die kombinierte Anwendung von Maßnahmen zur Einsparung von Energie, wie etwa Wärmedämmung oder solarthermische Anlagen, kann die benötigte Zusatzenergie jedoch auf ein Minimum beschränkt werden.
Weitere Stichworte zum Thema Erneuerbare Energien im Privathaushalt: Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft, Erdwaerme, Blockheizkraftwerke, Biogas, Holz- und Pelletheizungen, Finanzierung regenerativer Energien
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