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Privatkredit - Kredite von Mensch zu Mensch

Bei einem Privatkredit handelt es sich um ein Darlehen von einer natürlichen Person an eine andere. Privatkredite standen lange Zeit einem schlechten Licht, weil sie mit dubiosen Praktiken von "Kredithaien" in Verbindung gebracht wurden. Das Internet hat die Möglichkeiten im spannenden "Peer-To-Peer"-Kredit-Segment revolutioniert.

Privatkredite werden heute über spezialisierte Online-Plattformen abgewickelt, auf denen Anleger und Kreditsuchende zusammengeführt werden. Wer Geld zu attraktiven Konditionen anlegen möchte, kann anderen einen Kredit gewähren und dafür Zinsen erhalten. Durch die direkte Verbindung ohne zwischengeschaltete Bank können beide Parteien davon profitieren.

Auch wenn keine Bank-Marge anfällt und Kreditnehmer und Kreditgeber ein direktes Geschäft abschließen, lernen sich die beiden Parteien nicht persönlich kennen. Dadurch werden Privatkredite des 21. Jahrhunderts von unseriösen Darlehen, bei denen Kredithaite ihre Finger im Spiel haben, abgegrenzt. Die Abwicklung erfolgt rein formal über eine Bank, die die Auszahlung des Kredits sowie den Einzug der fälligen Raten vornimmt.

Individuelle Kredit- und Anlagebeträge

Online-Plattformen, auf denen Privatkredite vermittelt werden, ermöglichen es allen Parteien, ihr Vorhaben so optimal wie möglich umzusetzen. Wer einen Kredit sucht, registriert sich bei einer Plattform und stellt der Community sein Vorhaben anonym vor. Jeder interessierte Anleger kann dabei selbst entscheiden, wie viel er zu deinem bestimmten Kreditprojekt beisteuern möchte. Es ist nicht erforderlich, den gesamten Kredit bereitzustellen -auch Teilbeträge ab ca. 100 Euro sind möglich. Finden sich genügend Kreditgeber, die die vom Kreditnehmer gewünschte Kreditsumme vollständig bereitstellen, wird der Kredit umgehend ausgezahlt.

Kreditnehmer bzw. solche, die es werden möchten, werden zur Sicherheit der Anleger auf ihre Kreditwürdigkeit hin geprüft. Dazu wird zunächst wie bei einem gewöhnlichen Bankkredit auch der Datenbestand einschlägiger Auskunfteien geprüft. Darüber hinaus müssen Kreditnehmer auch nachweisen, wie hoch ihr Einkommen ist und wie sich ihre finanzielle Situation insgesamt gestaltet. Erst wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, kann ein Kreditgesuch eingestellt werden.

Kreditnehmer werden von Privatkredit-Plattformen in verschiedene Risikokategorien eingeteilt: Je besser die Bonität, desto besser auch die Einstufung. Die Kategorie wird dabei anhand eines objektiven Kriteriums bestimmt. Beim Marktführer Smava ist dies z.B. die Scorecard der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) für Spezialkreditinstitute.

Anleger können so bereits im Vorfeld einer Entscheidung sehen, wie hoch statistisch gesehen das Risiko eines Engagements ist. Wer bereit ist, Risiken zu übernehmen, wird dafür belohnt: Je schwächer die Bonitätseinstufung eines Kreditnehmers ist, desto höher ist der Zinssatz, den Anleger erhalten. Umgekehrt gilt beim Privatkredit somit wie auch bei klassischen Bankdarlehen, dass Kreditnehmer mit guter Bonität günstiger finanzieren können als Kreditnehmer mit weniger guter Bonität.

Geringes Ausfallrisiko durch dichtes Sicherheitsnetz

Beim Marktführer Smava kommen gemessen an der Schufa-Scorecard 95 Prozent der Bevölkerung für einen Kredit in Frage. In der schwächsten Bonitätskategorie liegt das statistische Ausfallrisiko mit 15,02 Prozent am höchsten. In der besten Kategorie, zu den 20 Prozent der Bevölkerung gehören, beträgt das statistische Ausfallrisiko 1,38 Prozent.

Privatkredit-Plattformen wie Smava unternehmen weitere Maßnahmen, um die Ausfallwahrscheinlichkeit für Anleger zu minimieren. Zu diesen Maßnahmen zählt die Bildung von Risiko-Pools. Jeder Bonitätskategorie wird ein Pool zugeordnet. Die Rückzahlungen der Kreditnehmer fließen zunächst dem jeweiligen Pool zu und werden dann an die Anleger ausgezahlt, wobei jeder Anleger seinen rechnerischen Anteil am jeweiligen Pool erhält.

Kommt es zu Zahlungsstörungen bei vereinzelten Kreditnehmern, werden diese zunächst durch die im Zinssatz integrierten Risikoaufschläge ausgeglichen. Im Fall größerer Zahlungsausfälle erleiden Anleger einen überschaubaren Verlust, weil der gesamte Anleger-Pool am Zahlungsausfall beteiligt ist. Lediglich bei den Zinszahlungen wird das vollständige Risiko vom Anleger getragen. Durch die Kombination der verschiedenen Sicherungsmaßnahmen ist das Risiko vertretbar und kalkulierbar.

Privatkredite auch für Selbständige

Privatkredite bieten verschiedene Vorteile. Insbesondere haben Selbständige und Freiberufler einen deutlich besseren Zugang zu Finanzierungen als es bei Banken der Fall ist. Dadurch können Unternehmer private wie auch betriebliche Investitionen leichter finanzieren.



Die Gebühren der Plattformen sind moderat, weil kein Filialnetz betrieben wird und auch kein kompletter Bank-Apparat inklusive Refinanzierung, Monitoring etc. unterhalten werden muss. Deshalb besteht eine zusätzliche Verteilungsmasse, die fair unter Anlegern und Kreditnehmern aufgeteilt werden kann. Auf diese Weise ist es für Kreditnehmer möglich, günstiger zu finanzieren als bei einer Bank. Anleger erhalten im Gegenzug höhere Zinsen als bei Tages- oder Festgeldkonten.

Privatkredite als Geldanlage
Privatkredite bieten Anlegern Geldanlagemöglichkeiten ganz neuer Art. Geldanlagen in Darlehen bieten diverse Vorteile, die mit der Geldanlage an der Börse oder anderen Geldanlagen (z.B. Tagesgeld) nicht erzielbar sind.

Nicht nur die Rendite (von 5,5 % bis 14,35 %, Stand 2010) und die automatisierte Absicherung der Geldanlage über den Anlegerpool stechen hervor. Auch kann man mit einem guten Gefühl Geld in Projekte investieren, die einem wichtig sind.

Weiterführende Informationen zum Thema "Privatkredite als Geldanlage" finden Sie auf www.geldanlage-darlehen.de oder www.ratgeber-geld.de.




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