Kreditkarte, kostenfreie Kreditkarte und Kreditkarte ohne SCHUFA








Kreditkarten

Kreditkarten sind Karten aus Kunststoff und dienen zur bargeldlosen Bezahlung von Waren und Dienstleistungen. Die Kreditkarte hat das gleiche Format wie die EC-Karte und ist auf der Rückseite mit einem Magnetstreifen versehen, der alle relevanten Daten für die Abwicklung des elektronischen Zahlungsverkehrs gespeichert hat. Kreditkarten sind weltweit bei den in die Millionen gehenden Akzeptanzstellen einsetzbar, sowohl im realen täglichen Geschäfts- wie Privatleben, als auch bei Online-Geldtransaktionen.

Die Kreditkarte wird entweder von Banken in Zusammenarbeit mit den Kreditkartenorganisationen ausgegeben (MasterCard, Visa), oder - im Falle von Diners Club und American Express - direkt von der Kartengesellschaft. Diese vier Gesellschaften teilen sich den gesamten europäischen Kreditkartenmarkt. Der Name Kreditkarte entstand aus der Tatsache, dass Kreditkarten oftmals dem Karteninhaber einen Kredit gewähren. Da viele Transaktionen mit der EC-Karte genauso gut getätigt werden können und obendrein gebührenfrei sind, ist zu überlegen, ob der Einsatz der Kreditkarte überhaupt sinnvoll ist. Oft wird aber bei Online-Bestellungen, Hotel-, und Flugbuchungen eine Vorauskasse verlangt, die ohne Angabe einer Kreditkartennummer nicht möglich ist.



Kreditkarten Vergleich

  Die angegebenen Kartengebühren verstehen sich als Jahresgebühren.


creditolo / creditolo Kreditkarte (MasterCard Gold) 1.0.00 EUR0.00 EUR29.000.000

Barclays Bank PLC / Barclaycard Kreditkarten0.00 EUR0.00 EUR23.000.000



Valovis Commercial Bank AG / Prepaid MasterCard Swing19.90 EUR0.00 EUR29.000.000

BMW Bank GmbH / BMW Card20.00 EUR10.00 EUR29.000.000



TARGOBANK AG & Co. KGaA / Classic-Karte 2.30.00 EUR0.00 EUR23.000.000

LBB - Landesbank Berlin AG / Prepaid Kreditkarte ohne Schufa 3.39.00 EUR0.00 EUR24.000.000

   

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Kreditkarten Gebühren

Die Gebühren bzw. Transaktionskosten trägt der Händler, bei dem der Karteninhaber seine Waren oder Dienstleistungen erwirbt. Sie werden in Form eines Abschlags (Disagio) erhoben. Die Höhe des Disagios ist je nach Branche und Transaktionsvolumen des Verkäufers verschieden und üblicherweise von der Kreditkartengesellschaft vorgegeben. In Ausnahmefällen kann der Händler hierüber auch verhandeln. Üblich sind 3% bis 5% plus eine fixe Pauschale (0,10-0,25 Euro) pro Transaktion. Zusätzlich entstehen dem Verkäufer monatliche Fixkosten durch die Bereitstellung der Systeme. Einzelne Vertragspartner mit sehr hohem Transaktionsvolumen erhalten von den Kreditinstituten gelegentlich auch Sonderkonditionen. Als Gegenleistung gewährt das ausgebende Kreditinstitut dem Verkäufer bei Einhaltung aller Verfahrensanweisungen eine Zahlungshaftung, auch Delkredere genannt. Grundsätzlich gilt aber, dass die Gebühren wesentlich höher sind als bei der Zahlungsabwicklung mit einer Maestro- oder ec-Karte. Auch das Abheben von Bargeld mit der Kreditkarte ist mit Gebühren belegt und auf keinen Fall ein gutes Geschäft. Und für Geschäfte in ausländischer Währung wird mindestens eine Gebühr von einem Prozent des Umsatzes erhoben.

Viele Kreditinstitute geben kostenlose Kreditkarten an ihre Kunden heraus. Manche verlangen einen gewissen Umsatz auf der Kreditkarte, damit diese für den Kunden kostenlos ist. Andere verlangen eine Jahresgebühr. Es gibt sogar die Möglichkeit, sogenannte Motivkarten zu erwerben, welche dann einmalig etwa 10 bis 15 Euro mehr kosten. Voraussetzung zum Erhalt einer Kreditkarte ist eine ausreichende Bonität, die häufig in Form regelmäßiger Zahlungseingänge nachgewiesen werden muss. Hierbei gibt es eine Ausnahme, die neuen Prepaidkarten - für sie ist keine positive Bonität erforderlich.

Haftung bei Kreditkarten Missbrauch

Sobald der Verlust einer Kreditkarte gegenüber dem Karten ausgebenden Institut angezeigt wird, braucht der Karteninhaber für missbräuchliche Verfügungen nicht mehr einzustehen. Für Schäden, die vor Eingang der Verlustanzeige eintreten, beschränkt sich die Haftung des Karteninhabers in der Regel auf einen Höchstbetrag von 50 EUR je Karte; es sei denn, die grob fahrlässige Verletzung der Verpflichtungen des Karteninhabers, wie z.B. der Pflicht zur sorgfältigen Aufbewahrung der Karte, der Geheimhaltung der Geheimzahl (PIN) oder der unverzüglichen Benachrichtigung nach Bekanntwerden des Verlustes haben zum Missbrauch beigetragen.

In der Regel sind die Haftungsbestimmungen des Verbrauchers bei den Karten ausgebenden Instituten in Deutschland dieselben. Grundsätzlich sind aber im Einzelfall die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu beachten, da dort die Haftungsbedingungen aufgeführt werden müssen.

Kreditkarten Arten
Die Charge Card ist die in Deutschland am häufigsten genutzte Kreditkarten-Variante. Die Umsätze, die der Karteninhaber tätigt, werden gesammelt und zu einem bestimmten Termin im Monat in Rechnung gestellt. Die fällige Rechnung wird dann in der Regel über das Lastschriftverfahren vom Girokonto des Karteninhabers abgebucht. Der Karteninhaber erhält somit einen zinsfreien Kredit, weil zwischen dem Einsatz der Karte und der Belastung des Girokontos Zeit vergeht.

Kreditkarten von American-Express und Diners Club sind immer als Charge-Cards konzipiert. Bei Visa und Mastercard ist diese Variante ebenfalls sehr häufig anzutreffen. Bei Barverfügungen wird allerdings mitunter auch bei Charge-Cards in Echtzeit die Liquidität auf dem Konto geprüft und es erfolgt eine sofortige Abbuchung. Der Vorteil der monatlichen Rechnungsstellung liegt in der sehr guten Übersicht über die getätigten Umsätze, die der Karteninhaber mit der Rechnung bekommt. Es ist kein Girokonto bei der Bank erforderlich, bei der die Karte unterhalten wird - einer der wesentlichen Gründe für die starke Verbreitung von Charge-Cards. Mit den Karten können bargeldlose Zahlungen ebenso wie Barverfügungen durchgeführt werden.

Auch Zahlungen an so genannten Imprintern "Ritsch-Ratsch-Gerät" sind möglich, weil Charge-Cards über eine Hochprägung verfügen und keine Prüfung des Guthabens auf dem Kartenkonto im Moment der Zahlungsfreigabe erfolgt. Charge-Cards bieten die Teilnahme an Rabatt- und Bonusprogrammen ebenso wie Rückvergütungen, wenn dies mit der Bank bzw. der Kartengesellschaft so vereinbart ist. Hinsichtlich der Kosten unterscheiden sich die Angebote deutlich. Von kostenfreien Karten, die weder mit einer Grundgebühr verbunden sind noch nutzungsabhängige Entgelte erheben bis hin zu hochpreisigen Produkten mit umfangreichen Zusatzleistungen (wie etwa Reiseversicherungen, Concierge-Service etc.) bietet der Markt alles.

Um eine Charge-Card erwerben zu können, ist eine einwandfreie Bonität erforderlich. Je nach Kartenangebot verlangen Banken auch ein bestimmtes jährliches Einkommen, wie es etwa bei allen American Express Kreditkarten der Fall ist.

Debit-Card. Verfügungen mit Debit-Kreditkarten werden umgehend dem Girokonto des Karteninhabers belastet. Ein Zahlungsaufschub, wie er bei Charge-Karten gewährt wird, existiert somit nicht. Dementsprechend kann der Karteninhaber beim Einsatz der Karte auch kein zinsfreies Zahlungsziel in Anspruch nehmen. Sowohl Kreditkarten von Mastercard als auch von Visa können als Debit-Card konzipiert sein.

Die Karten sind sehr häufig direkt an das Girokonto bei der Hausbank angeschlossen, so dass Verfügungen ebenso schnell belastet werden wie es beim Einsatz der EC-Karte der Fall wäre. Auch wenn keine Sammlung der Umsätze stattfindet, stellt die Bank dem Karteninhaber eine monatliche Aufstellung über alle getätigten Transaktionen zu. Mit Debitkarten kann weltweit bargeldlose gezahlt werden. Mittels einer PIN sind auch Barverfügungen am Geldautomaten möglich. Auch Zahlungen an Imprintern können mit Debitkarten durchgeführt werden. Wer ein Girokonto besitzt, kann bei den meisten Baken problemlos eine Kreditkarte zu diesem beantragen.

Eine gesonderte Prüfung der Bonität oder des Einkommens erfolgt dabei in der Regel nicht, wenn die Geschäftsbeziehung zu der Bank bislang reibungslos verlief. Mit Debitkarten kann an Rabatt- und Bonusprogrammen teilgenommen werden, eine individuelle Gestaltung als Motivkarte ist möglich und im Kartenvertrag können umfangreiche Zusatzleistungen vereinbart werden.

Die Kosten für die Kreditkarte schwanken dementsprechend: Bei vielen (Direkt-)Banken ist eine Debitcard kostenlos im Leistungsumfang des Girokontos enthalten, andere Institute verlangen bis zu 10 Euro Gebühr im Monat bei durchschnittlichen Zusatzleistungen.

Prepaid-Kreditkarten sind in Deutschland erst seit ungefähr sechs Jahren auf dem Markt, konnten sich aber dennoch bereits etablieren. Die etwas widersprüchliche Bezeichnung der Karten macht klar, worum es sich handelt: Eine Prepaid-Kreditkarte räumt ihrem Besitzer keinen Kreditrahmen ein. Vielmehr kann mit der Karte nur dann bezahlt werden, wenn sich auf dem Kartenkonto ein ausreichendes Guthaben befindet. Dieses wird beim Bezahlvorgang in Echtzeit geprüft. Reicht es nicht aus, wird die Transaktion nicht durchgeführt.

Der Vorteil dieses Prinzips liegt auf der Hand: Prepaid-Kreditkarten können ohne Bonitätsprüfung und Einkommensnachweis herausgegeben werden, weil für die kontoführende Bank kein Ausfallrisiko besteht. Prepaid-Kreditkarten sind als Visa- und Mastercard erhältlich. Mit ihnen kann grundsätzlich überall bezahlt werden, wo diese beiden Logos zu sehen sind. Es bestehen allerdings einige Ausnahmen. So können Inhaber einer Prepaid-Kreditkarte in vielen Hotels oder bei Autovermietungen nicht zahlen. Auch kann es vorkommen, dass an der Tankstelle eine Ablehnung erfolgt, obwohl sich genügend Guthaben auf dem Kartenkonto befindet. Der Grund: Tankstellen belasten im ersten Schritt des Bezahlvorgangs nicht den tatsächlichen Rechnungsbetrag, sondern eine Pauschale. Liegt diese über dem Guthaben, wird die Kartenzahlung abgelehnt.

Mit Prepaid-Kreditkarten kann Bargeld am Automaten abgehoben werden, sofern der Karteninhaber über eine PIN verfügt. Um Guthaben auf das Kartenkonto zu transferieren, ist ein Girokonto erforderlich. In den meisten Fällen kann Guthaben auch nur von einem Girokonto -dem des Empfängers - angenommen werden. In den letzten Jahren setzen sich jedoch zunehmend Prepaid-Kreditkarten mit einer Girokontofunktion durch, die das Tätigen und Empfangen von Überweisungen ermöglichen.

Die Gebühren einer Prepaid-Kreditkarte richten sich nach der Bank, bei der sie beantragt wird. Meist liegt die jährliche Gebühr zwischen 30 und 100 Euro. Sie wird mit eingehendem Kartenguthaben verrechnet. Dazu sind nutzungsabhängige Entgelte zu tragen, wie es bei gewöhnlichen Kreditkarten mit Kreditfunktion auch der Fall ist. Prepaid-Kreditkarten sind eine Alternative für alle, die wegen eines negativen Schufaeintrages nicht an eine "normale" Visa oder Mastercard gelangen können.

Kreditkarten mit Kreditfunktion räumen dem Karteninhaber nicht nur ein zinsfreies Zahlungsziel ein, indem sie die Kartenumsätze sammeln und einmal monatlich in Rechnung stellen. Vielmehr können Kartenbesitzer die genutzten Teile des Kreditrahmens in Raten zurückzahlen. Je nach Bank müssen dabei zwischen zwei und zehn Prozent des offenen Saldos monatlich beglichen werden. Wird die Teilzahlungsfunktion genutzt, fallen dafür allerdings Zinsen an. Diese bewegen sich bei den meisten Banken etwas oberhalb der Zinsen, die beim Dispositionskredit der Hausbank anfallen. Die Ratenzahlung ist auch ähnlich flexibel wie der "Dispo", weil die offenen Saldi jederzeit ganz getilgt werden können.

Kreditkarten mit Kreditfunktion sind ausschließlich von Visa und Mastercard erhältlich. Sie werden immer über ein separates Konto geführt. Es spielt grundsätzlich keine Rolle, welche Umsätze der Karteninhaber in Raten zurückzahlt - Barverfügungen allerdings sind in der Regel mit einem höheren Sollzins verbunden. Einige Banken ermöglichen es auch, über die Kreditkarte einen klassischen Ratenkredit aufzunehmen und sich diesen auf ein Girokontos auszahlen zu lassen. Dann können die Zinsen von den üblichen Teilzahlungszinsen der Karte abweichen.

Die Kreditfunktion bietet dem Karteninhaber zusätzlichen finanziellen Spielraum und ermöglicht es, flexibel und ohne weitere Bankvorsprache Anschaffungen zu tätigen, auch wenn das aktuelle Budget dazu nicht ausreicht. Die Teilzahlungsfunktion ist allerdings sehr teuer und kann Verbraucher mit wenig Disziplin zum Leben über die eigenen Verhältnisse hinaus ermuntern. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit der flexiblen Rückzahlung ist deshalb oberstes Gebot. Im Hinblick auf Zusatzleistungen unterscheiden sich Kreditkarten mit Kreditfunktion nicht von anderen Karten. Sie können mit Versicherungen ausgestattet sein oder Bonus- und Rabattprogramme bieten. Dass die Karten weltweit zum bargeldlosen Zahlen eingesetzt werden können, versteht sich von selbst.

Im Hinblick auf die Gebühren zeigen sich auf dem Markt große Unterschiede: Von kostenfreien Kreditkarten bis hin zu hochpreisigen Kombilösungen findet sich fast alles. Sehr häufig sind Angebote, bei denen die Jahresgebühr entfällt, wenn ein gewisser Einkaufsumsatz (je nach Bank unterschiedlich hoch, meist zwischen 2000 und 4000 Euro im Jahr) zu verzeichnen ist.

Kreditkarte ohne Schufa
Mit einem negativen Schufaeintrag lebt es sich schwer: Alltägliche Bankdienstleistungen werden Betroffenen verweigert, weil aus Sicht der Bank das Risiko von Zahlungsstörungen zu groß ist. Insbesondere der Verzicht auf eine Kreditkarte aber fällt in der heutigen Zeit besonders schwer. Ohne Mastercard und Co. schließlich kann im Internet oder auf Reisen nicht bequem gezahlt werden.

In den vergangenen Jahren hat sich in Deutschland deshalb ein Markt für Kreditkarten ohne Schufaauskunft etabliert. Diese sind nicht mit einem Kreditrahmen ausgestattet - bezahlt werden kann nur dann, wen n zuvor ausreichend Guthaben auf das Kartenkonto überwiesen wurde. Der Karteninhaber bestimmt seinen Verfügungsrahmen also selbst. Da für die Bak kein Risiko besteht, können Kreditkarten ohne Kreditrahmen auch ohne Schufaabfrage und Einkommensnachweis ausgestellt werden. Selbst eine Herausgabe an Minderjährige (ab 14 Jahre) ist möglich. Da Verfügungen ausschließlich aus dem Guthaben heraus möglich, sind, besteht eine maximale Kostenkontrolle. Mit einer Kreditkarte ohne Schufa - die häufig auch als Prepaid-Kreditkarte bezeichnet wird - kann grundsätzlich überall dort bezahlt werden, wo auch normale Karten Akzeptanz finden.

Zahlungen im Internet sind ebenso möglich wie bargeldloses Zahlen im Geschäft oder Barverfügungen am Automaten mittels PIN. An einigen Zahlstationen gibt es allerdings nach wie vor Probleme mit Prepaid-Kreditkarten, die oft keine Hochprägung besitzen und deshalb nicht am Imprinter (Ritsch-Ratsch-Gerät) eingesetzt werden können.

In den letzten Jahren hat sich der Markt weiterentwickelt und es sind Prepaid-Kreditkarten der zweiten Generation erschienen. Diese sind mit einer zusätzlichen Girokontofunktion ausgestattet, so dass Karteninhaber Überweisungen von Girokonten empfangen und selbst Überweisungen tätigen können. Solche erweiterten Prepaid-Kreditkarten können sogar ein Girokonto ersetzen, auch wenn die Konten bislang in der Regel für ausgehende Lastschriften gesperrt sind.

Die Gebühren für schufafreie Kreditkarten liegen meist zwischen 20 und 90 Euro pro Jahr bezogen auf das Grundentgelt. Dazu kommen nutzungsabhängige Entgelte, wie etwa für den Einsatz der Karte im Ausland oder für Barverfügungen. Nach wie vor unterentwickelt ist das Angebot an Zusatzleistungen, wie etwa Versicherungen, Rabattprogrammen etc. die bei Prepaid-Kreditkarten viel zu selten angeboten werden.



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