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Hedge Fonds


Hedge Fonds ist heute der Oberbegriff für weltweit operierende Risiko-Fonds, nämlich Kapitalanlagegesellschaften, die hauptsächlich durch die folgenden Merkmale gekennzeichnet sind:
a) sie bezielen ausdrücklich einen herausragenden Markterfolg. Um diesen zu erreichen, spürt man über- oder unterbewertete Vermögenstitel aller Art auf; sprich: der Fonds sucht Mark-tunvollkommenheiten zu entdecken und gewinnbringend auszunutzen;
b) die Kapitalgeber sind eine eng begrenzte Zahl institutioneller Anleger (Banken, Firmen, andere Fonds) oder vermögende Privatpersonen;
c) die Einlagen der Kapitalgeber sind in der Regel lange (bis zu drei Jahren) gebunden, was dem Fondsmanagement erlaubt, seine Strategie auf längere Zeiträume auszurichten;
d) sie unterliegen keiner direkten Aufsicht durch Währungsbehörden und domizilieren daher mit Vorliebe in Offshore-Plätzen (= auf Steuerparadies-Inseln);
e) sie reagieren äusserst flexibel; das Management kann Anlagemärkte, Instru-mente und Strategien frei wählen;
f) die Vergütung der Manager ist weitgehend erfolgsab-hängig, wobei die Manager selbst eine relativ hohe Kapitalbeteiligung halten müssen und ihr Gewinnanspruch vielfach an den Ausgleich ehevor eingefahrener Verluste gekoppelt ist;
g) zur Steigerung der erwarteten Rendite werden oft zusätzlich auch kreditfinanzierte Mittel eingesetzt (Leverage; leverage).
Die Zentralbanken betrachten die Hedge Fonds mit Misstrauen, weil sie in aller Regel sehr schockanfällig sind, und daher bei ihnen die Gefahr der Illiquidität und Insolvenz besonders gross ist.
Die BIZ versucht seit Jahren, die Hedge-Fonds internationalen Aufsichtsregeln zu unterstellen. Im Frühjahr 2002 verwalteten Hedge-Fonds ein Vermögen von 600 Mrd USD; doch dies entspricht lediglich etwa einem Prozent der globalen Fondsgelder gesamthaft.
Siehe zum Theme Hedge Fonds auch unseren redaktionellen Beitrag Hedge Fonds - Teil 1
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