Fonds, Rentenfonds





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Rentenfonds

Rentenfonds investieren die ihnen anvertrauten Mittel in verzinsliche Wertpapiere. Das Chance-Risiko-Profil eines Rentenfonds richtet sich demnach nach der Bonität der Schuldner, deren Papiere gekauft werden sowie nach der durchschnittlichen Laufzeit der Renten im Fondsportfolio. Rentenfonds können in Schuldverschreibungen von Unternehmen genauso investierten wie in Staatsanleihen. Hinsichtlich der Rendite gilt, dass mit einem höheren Ausfallrisiko auch eine höhere Verzinsung erzielt wird. Die Anleihe eines Unternehmens aus einem Schwellenland ist deshalb mit einem deutlich höheren Zinskupon ausgestattet als die einer deutschen Bundesanleihe.

Die Performance eines Rentenfonds setzt sich aus den Zinszahlungen, die dem Fondsportfolio zufließen und den Kursschwankungen der Anleihen zusammen. Die Kursschwankungen sind umso größer, je länger die durchschnittliche Restlaufzeit der Papiere im Portfolio ist. Anleger, die einen sicheren Rentenfonds suchen, wählen deshalb einen, der in kurzläufige Staatsanleihen bester Bonität investiert.

Die Kursschwankungen sind dann gering, die Rendite liegt allerdings am unteren Ende der Skala des Kapitalmarktes. Wer höhere Erträge erzielen will, liegt mit Rentenfonds richtig, die in Staats- oder Unternehmensanleihen von Schwellenländern investieren und im Durchschnitt mit einer längeren Restlaufzeit ausgestattet sind. Dann sind überdurchschnittlich hohe Renditen möglich. Das Kursrisiko solcher Fonds ist allerdings dementsprechend hoch: Kommt es am Rentenmarkt zu einem Einbruch der Kurse, etwa weil sich die Konjunkturerwartungen eingetrübt haben, verliert der Fonds besonders stark an Wert.

Rentenfonds können entweder aktiv oder passiv verwaltet werden. Aktiv verwaltete Fonds sind mit einem Ausgabeaufschlag verbunden und kosten eine relativ hohe jährliche Verwaltungsgebühr, passive Fonds (also Renten-ETFs) sind deutlich günstiger. Auch können ETFs wie eine Aktie an der Börse gehandelt werden. Gewinne, die mit Rentenfonds erzielt werden, unterliegen der Abgeltungsteuer, sofern der Kauf nach dem 31.12.08 stattgefunden hat. Kursverluste können dann aber mit Kursgewinnen verrechnet werden. Rentenfonds eignen sich je nach ihrem Profil für ganz unterschiedliche Zwecke.



Fonds mit einer sehr kurzen durchschnittlichen Restlaufzeit, die ausschließlich in Staatsanleihen investieren, kommen einem Geldmarktfonds nahe. Schwellenländer-Rentenfonds sind hinsichtlich des Ausmaßes ihrer Kursschwankungen eher mit einem Aktienfonds zu vergleichen. Wer in Schuldverschreibungen investiert, sollte sich stets bewusst sein, dass die Papiere nominale Vermögenswerte darstellen und deshalb bei Inflation real an Wert verlieren.





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