Gesetzliche Rente viel niedriger als gedacht





   Empfehlung der Redaktion:



   Empfehlung der Redaktion:






Rentenentwicklung: Was Deutschland verdrängt

Gesetzliche Rente viel niedriger als gedacht

 Ähnliche Beiträge:

Die Deutsche Rentenversicherung wiegt die Bundesbürger in Sicherheit und verschickt Renteninformationen ohne Steuern und Abgaben und ohne Berücksichtigung der Inflation. Die Deutschen lassen sich das gerne gefallen und verdrängen die mittlerweile nicht mehr aufzuhaltende Armutslawine. Die neue Koalition spielt mit und tut so als gäbe es etwas zu verteilen.

Das ARD-Magazin "PlusMinus" wirft der Deutschen Rentenversicherung vor, mit ihren Renteninformationen "Illusionen" zu verschicken. Heutige Arbeitnehmer würden real später ein Viertel weniger erhalten als vorausgesagt. Das Magazin wirft der Behörde vor, in den Mitteilungen nicht klar genug auf die Steuern und Abgaben hinzuweisen, die auf die Rente anfallen.

Legitimation der Rentenversicherung in Gefahr

"PlusMinus" zitiert Professor Stefan Sell von der FH Remagen, der für Arbeitnehmer keinen Sinn in Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung erkennen kann: "Wenn das den Leuten transparent gemacht werden würde, dann würde natürlich der gesamte Legitimationsunterbau der Rente in sich zusammenbrechen. Die Leute würden sich zu Recht fragen, warum soll ich in so ein System einzahlen, (...) wenn ich eh nur eine Leistung bekomme, die der Grundsicherung entspricht".

Neu ist an den bei PlusMinus behandelten Problemen wenig. Vor dem Hintergrund ihrer Betrachtung erscheinen die Vorhaben der großen Koalition, insbesondere die bedingte Absenkung des Rentenalters auf 63 Jahre jedoch abwegig. Wahrscheinlich werden diese Pläne nie in die Tat umgesetzt und das gesetzliche Renteneintrittsalter noch in der anstehenden Legislaturperiode weiter angehoben.

Demographische Dividende endet 2014

Bislang profitiert zwar nicht unbedingt die Rentenversicherung, aber der öffentliche Sektor als Ganzes von einer demographischen Dividende: Die geburtenstarken Nachkriegsjahrgänge werden ab 2014/2015 verstärkt in die Rente eintreten und Auszahlungen erhalten statt Einzahlungen zu tätigen. Bislang steuern diese Jahrgänge also im Saldo noch etwas zur Rentenversicherung bei. Gleichzeitig fallen die öffentlichen Belastungen an anderer Stelle durch die niedrigen Geburtenraten geringer aus.

Den meisten Deutschen ist nicht bewusst, auf welche wirtschaftlichen Einschränkungen es sich einzustellen gilt. In einer SWR-Mitteilung zur PlusMinus-Ausstrahlung hieß es dazu: "Berücksichtigt man alle Abzüge, landet selbst ein Durchschnittsverdiener, der 45 Jahre sechsstellige Beträge in die Rentenkasse eingezahlt hat, im Alter an der Armutsgrenze. Von 1300 Euro, die die Renteninformation beispielsweise einem Durchschnittsverdiener in Aussicht stellt, bleiben real gerade einmal 950 Euro übrig".

Private Altersvorsorge schließt die Lücke nicht

Die Politik rät den Menschen zur privaten Vorsorge und führte u.a. mit der "Riester-Rente" auch ein staatlich gefördertes Modell ein – das zwar vielfach genutzt wurde, an der mangelnden Versorgung im Alter aber wegen hoher Kosten, absurd hoch angesetzter Lebenserwartung und mangelnder Rendite kaum etwas ändert. Pro 10.000 Euro Vertragsguthaben können Inhaber von Riester-Policen mit einer monatlichen Rente von ca. 32,00 Euro rechnen.

Viele Menschen verdrängen den herannahenden Absturz in die Armut am liebsten und setzen sich mit der Problematik nicht auseinander. "Spiegel Online" berichtet über eine Umfrage, derzufolge 84 Prozent der Bürger nicht wissen, dass Rentenzahlungen im Alter versteuert werden müssen. Dabei wurde die nachgelagerte Besteuerung bereits 2005 beschlossen. Kaum mehr als jeder Dritte schätzt die zu erwartende Rentenhöhe richtig ein: Sie liegt abhängig u.a. vom Alter bei 30 bis 50 Prozent des Einkommens.

Alle Angaben ohne Gewähr.

BankingPortal24.de
13.12.2013

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Rentenentwicklung, Gesetzliche Rente viel niedriger, Deutsche Rentenversicherung wiegt in Sicherheit

Abrufe: 3783

RSS-Feed: RSS-Feed hier abonnierenabonnieren

Twitter: Folgen Sie bankingportal24 auf Twitterbankingportal24 folgen  |  Facebook: 

Kommentare:
Um selbst einen Kommentar zu schreiben klicken Sie hier

Drückerplatte schrieb am 13.12.2013 20:22:56

wie sollte sich der deutsche schlafmichel neben der propagandaberieselung und zwischen fussball, bier und dschungelcamp auch gedanken um seine rente machen? jahrzehntelang hat man dem ehemaligen volk der dichter, denker und erfinder eingebläut dass sich vater staat um alles kümmert und es das denken sowieso lieber den eliten überlässt - da bleibt das hirn natürlich auf der strecke...




Schreiben Sie einen neuen Kommentar zu diesem redaktionellen Beitrag oder diskutieren Sie über dieses Thema oder andere Finanzthemen im Finanzforum. Tauschen Sie sich dort mit anderen Mitgliedern z.B. über Probleme mit Banken, Anbietern oder bestimmte Produkte aus und diskutieren Sie Ihre Meinung.

Name:
Kommentar:

Wenn Sie per eMail informiert werden möchten, wenn jemand auf Ihren Kommentar antwortet, geben Sie bitte Ihre eMail-Adresse an. Sie erhalten eine Nachricht, sobald ein neuer Kommentar geschrieben wird.

eMail-Adresse:   

Bitte tippen Sie nur die Zahlen in das folgende Feld ein:



Zurück zur Finanz Redaktion


Affiliate Software
Als StartseiteZu den FavoritenAktuelle Seite drucken Über bankingportal24
Newsletter
Hilfe / FAQ
Kontakt
AGB
Impressum