Zahlung per Kreditkarte: Immer mehr Unternehmen erheben Extra-Gebühr






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Die Kosten trägt allein der Kunde

Zahlung per Kreditkarte: Immer mehr Unternehmen erheben Extra-Gebühr

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Immer mehr Unternehmen verlangen von ihren Kunden zusätzliche Gebühren, wenn diese mit einer Kreditkarte bezahlen. 7,00 Euro werden für Flugbuchungen fällig, fast 12,00 Euro für den Kauf eines Notebooks über das Internet. MasterCard und Co. verlieren so erheblich an Attraktivität.

Vier Fluggesellschaften, darunter Lufthansa und Air Berlin, erheben Zusatzgebühren bei Kreditkartenzahlungen oder führen diese demnächst ein. Air Berlin etwa verlang ab Februar 7,00 Euro für Buchungen in sechs Ländern. Die Gebühr fällt auch an, wenn mit der eigenen Co-Branding-Kreditkarte bezahlt wird.

Auch Online-Shops wittern neue Einnahmemöglichkeiten. Der Versandhändler notebooksbilliger.de belastete für den Kauf eines Notebooks im Dezember eine "SER Transaktionsgebühr" in Höhe von 11,90 Euro zzgl. 19 Prozent Umsatzsteuer. Wird z. B. per Vorkasse gezahlt, fällt diese Gebühr nicht an.

Gierige Kartengesellschaften?

Bezahlt ein Kunde mit Kreditkarte, muss der Händler einen geringen Prozentsatz des Verkaufspreises an die Kreditkartengesellschaft abtreten. Bezahlt der Kunde per Überweisung, mit EC-Karte oder bar, sind die Kosten geringer. Das ist nicht neu – dass die Gebühren der Kartengesellschaften den Kunden auferlegt werden, allerdings schon.

Aus Verbraucher-Sicht erscheint vor allem der Umstand wenig erfreulich, dass die Konditionen der eigenen Kreditkarte für die Zusatzgebühr gar keine Rolle spielen. Es bringt wenig, intensiv nach günstigen Kreditkarten zu suchen, wenn später jede Zahlung bares Geld kostet.

Ganz fair ist die Rechnung der Unternehmen nicht – jedenfalls nicht, wenn auch das Lastschriftverfahren als Bezahlmöglichkeit angeboten wird und Kunden die Lastschrift durch einen einfachen Widerspruch zurückgeben können. Dann trägt nachträglich der Verkäufer das Zahlungsausfallrisiko. Bei Zahlungen per Kreditkarte werden die Belange beider Parteien berücksichtigt. Händler erhalten ihr Geld in aller Regel – nur bei groben Verstößen und mit erheblichem Aufwand können Karteninhaber Umsätzen wirksam widersprechen.

Banken Kreditkartengesellschaften müssen sich insgesamt auf mehr Wettbewerb einstellen. Da immer mehr Kaufentscheidungen online getroffen werden, wächst auch die Bedeutung von Bezahlsystemen wie PayPal, Click&Buy, Sofortüberweisung.de und vergleichbaren Anbietern.





BankingPortal24.de
20.01.2012

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Zahlung per Kreditkarte, Kreditkarte bezahlen, Extra-Gebühr

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zuni schrieb am 20.01.2012 13:16:11

Die Gebühren im Zusammenhang mit Kreditkartenzahlungen, welche Gebühren auch immer, sind meiner Meinung nach der Grund dafür, dass sich die Kreditkarte bzw. Kreditkartenzahlungen in Deutschland nicht bzw. schlecht etablieren.
In anderen Ländern ist das Bezahlen mit Kreditkarte Gang und Gäbe, man bezahlt in USA oder England sogar seine Chips oder seine Tafel Schokolade im Shop mit Kreditkarte.

Nimmt man dann noch die regelmäßigen Warnungen des deutschen Verbraucherschutzes vor sog. revolvierenden Kreditkarten hinzu braucht man sich überhaupt nicht mehr wundern...




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