Beamte sind die Wohlstandskönige der Nation






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Einstellungswelle der 70er ruiniert die öffentlichen Haushalte

Beamte sind die Wohlstandskönige der Nation

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Die Staatsdiener in Deutschland bleiben von Einschnitten bei ihrer Altersversorgung verschont. Für die öffentlichen Haushalte droht die üppige Versorgung in den nächsten Jahren zum Exitus zu werden. Schon in wenigen Jahren müssen die Bundesländer ein Viertel ihres Budgets für Pensionszahlungen aufwenden.

In den 70er Jahren fand im öffentlichen Dienst eine Einstellungswelle statt, die den Haushalten nun jeglichen Spielraum nimmt. Der Freiburger Ökonom Bernd Raffelhüschen geht einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zufolge davon aus, dass der Barwert der Pensionsverpflichtungen allein der Bundesländer 1,8 Billionen Euro beträgt. Verglichen damit erscheinen die offiziell ausgewiesenen Schulden der Länder in Höhe von 480 Mrd. Euro lapidar. Die Pensionsverpflichtungen entsprechen vielmehr der Gesamtschuld von Bund, Ländern und Gemeinden.

Ein Grund für die bereits rollende Kostenlawine ist der Verzicht der Politik auf Einschnitte bei der Altersversorgung von Staatsdienern. Während die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung in den vergangenen Jahren deutlich beschnitten wurden, kamen Beamte bislang um Kürzungen herum. So wurde in der gesetzlichen Rentenformel z.B. ein Nachhaltigkeitsfaktor eingefügt, der das Verhältnis von Beitragszahlern zu Empfängern berücksichtigt. Darüber hinaus wurde die Rente mit 67 verabschiedet. Beamte (sofern sie im Dienst der Bundesländer stehen) werden nach wie vor mit 65 Jahren pensioniert.

Eine solche Anpassung ist bei den Pensionszusagen nicht erfolgt. Auch bei der Anrechnung von Ausbildungszeiten kommen Staatsdiener besser weg: Während die Anrechnung aus der gesetzlichen Rente ganz gestrichen wurde, werden für Beamte noch immer volle 855 Tage angerechnet.

Auch die Berechnung der Pension steht auf einem ganz anderen Fundament als die Bemessung der gesetzlichen Rente. Während letztere auf der Grundlage des gesamten Erwerbslebens berechnet wird, erhalten Beamte ihre Pension auf der Grundlage der Bezüge der letzten drei Jahre. Da Staatsdiener praktisch unabhängig von ihrer Leistung laufend in eine höhere besoldungsstufe eingruppiert werden, fällt auch die Pension entsprechend hoch aus -sie beträgt satte 72 Prozent. Allein die Übertragung des Nachhaltigkeitsfaktors der gesetzlichen Rente auf die Pensionen würde zu einer Absenkung des Leistungsniveaus auf 66 Prozent führen.

Im Resultat gestaltet sich die Versorgung von Staatsdienern unnachvollziehbar großzügiger als die von Arbeitnehmern in der freien Wirtschaft. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung geht davon aus, dass die durchschnittliche Pension bei 2700 Euro liegt. Die gesetzliche Rente nach 45 Jahren Arbeit hingegen beläuft sich auf gerade einmal 1224 Euro. Ähnlich groß sind die Unterschiede, wenn anstelle der monatlichen Bezüge die Barwerte berechnet werden, die mit dem Ansprüchen einhergehen: Die Pensionsansprüche von Beamten entsprechen einem Vermögen von 400.000 Euro.

Dass an dieser Schieflage nichts geändert wird, ist zu einem großen Teil sicherlich darauf zurückzuführen, dass fast ein Drittel der Abgeordneten des Bundestages aus dem öffentlichen Dienst stammt. Die Situation ist dabei außerordentlich dringend: In den kommenden 4 Dekaden wird die Anzahl der Pensionäre von derzeit 1 Million auf 1,6 Millionen ansteigen. Die Lasten für die Haushalte werden immer weiter wachsen und den Steuerzahler zu einer noch höheren Abgabenquote zwingen.

BankingPortal24.de
01.09.2010

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Beamte, öffentliche Haushalte, gesetzliche Rente, öffentlicher Dienst

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Kommentare:
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Drückerplatte schrieb am 02.11.2010 18:48:15

@Beamter: nee, ich bin selbständig und das ist gut so. klar hätte ich beamter werden können aber das ist halt ne mentalitätsfrage und daher stand für mich diese option nie...anderen auf der tasche zu liegen und die dann auch noch zu behindern ist einfach nicht mein ding...

interessant übrigens dass dann ein beamter gegen die angestellten wettert - das zeigt dass das gesagte durchaus angenommen wird... übrigens zahlen auch die angestellten ihr gehalt herr staatsdiener...

Beamter schrieb am 02.11.2010 18:13:37

Du weiß doch gar nicht wovon Du redest ! Du hattest auch die Chance Beamter zu werden !

Außerdem sind die schlimmsten Beamten immer noch die Angestellten, aber den Unterschied hast Du wahrscheinlich noch nicht wahrgenommen !

Drückerplatte schrieb am 01.09.2010 11:08:06

ist doch völlig klar dass sich die kaste der beamten in bund und ländern nicht ins eigene fleisch schneidet wenn es um kürzungen, einschneidungen und andere anpassungen an die realität der bundesrepublik der neuzeit geht. das wäre ja so als wenn man einen vollalkoholiker hinter die bar stellen würde damit er sich selbst keinen schnaps mehr ausschenkt...

die wenigen ausnahmnen die die regel bestätigen mögen es mir verzeihen: die kaste der maximalallimentierten beamtendrücker blockiert erst in der amtsstube den fortschritt im lande und saugt dann den laden in der pension auch noch aus. und wer zahlt für das faule pack: diejenigen, denen der beamte zu amtszeiten das leben schwer macht. und so wuchert es immer weiter, wie ein krebsgeschwür...




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