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Abkopplung vom ÖlpreisGaspreise könnten sich bis 2012 verdoppeln
Die Gaspreise könnten in den kommenden Monaten und Jahren deutlich steigen. Damit jedenfalls rechnet das russische Unternehmen Gazprom, das bis 2012 von einer Verdopplung der Großhandelspreise ausgeht. Gleichzeitig beobachten Experten eine Abkopplung des Gaspreises vom Ölpreis.
Gazprom-Chef Medwedew glaubt, dass der Bedarf an Erdgas langfristig weiter wachsen wird. Bis 2020 will der Konzern seinen Marktanteil in Europa auf mehr als 30 Prozent ausbauen. Auf dem deutschen Markt entfällt bereits heute mehr als ein Drittel des verbrauchten Gases auf den russischen Energieriesen. Den Preisanstieg sieht der Konzern in der wirtschaftlichen Erholung begründet. Die deutlichen Preisrückgänge der jüngeren Vergangenheit seien auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen.
Das Verbraucherportal Verivox berichtet indes, dass die Preisentwicklung beim Gas sich von der beim Öl abgekoppelt hat. Die Experten des Portals verweisen einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge darauf, dass die Preise für leichtes Heizöl von August 2009 bis Kuli 2010 um fast 29 Prozent angestiegen sind. Im selben Zeitraum habe der Preis für Erdgas jedoch um 5,5 Prozent nachgegeben. Bislang galt, dass sich der Gaspreis abhängig vom Ölpreis entwickelt.
Diese Entwicklung betrifft zunächst jedoch nicht die Endverbraucher, sondern nur Förderunternehmen wie Gazprom und Abnehmer wie Eon und andere Energiekonzerne. Verbraucher müssen sich auf weiter steigende Preise einstellen. Experten beobachten eine zunehmende Preisdifferenzierung auf dem deutschen Endkundenmarkt. Während einige Anbieter durch niedrige Preise ihren Kundenstamm ausbauen wollen, versuchen andere, durch eine möglichst hohe Gewinnmarge ihre Profite auszuweiten.
Experten raten deshalb zu einem Anbieter-Vergleich und ggf. zum Wechsel des Gasversorgers. Ein durchschnittlicher Haushalt kann dabei fast 250 Euro im Jahr sparen, ohne dass die Versorgung gefährdet ist oder in Vorkasse getreten werden muss. Der Wechsel des Gasanbieters ist für jeden Haushalt möglich. Selbst im Fall einer Insolvenz des neuen Anbieters ist die Versorgung sicher, weil der örtliche Grundversorger die Lieferung ohne Unterbrechung sicherstellen muss.
BankingPortal24.de
31.08.2010
Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
Keywords: Gaspreise, Ölpreis, Abkopplung, Verdoppeln, Gazprom
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Kommentare:
freiwirt schrieb am 31.08.2010 18:48:35
Alles nur ganoven – ich fordere die Umsetzung der Gebote der Freiwirtschaftslehre, wonach Monopolgewinne aus der Ausbeutung von Rohstoffen vollständig abgeschöpft und der Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden müssen. Das ist die einzige Möglichkeit, diese Millionen-Abzocke zulasten der gesamten Gesellschaft zu beenden.


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