

|

|

Schelte von allen SeitenSarrazin: Einwanderer profitieren überproportional von Sozialleistungen
Der Wirbel um Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin (SPD) reißt nicht ab. Als Reaktion auf die Veröffentlichung von Auszügen aus seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" erntet der umstrittene ehemalige Berliner Finanzsenator Kritik sowohl von der Kanzlerin als auch aus den eigenen Reihen.
Sarrazins neues Buch erscheint am kommenden Montag. Der Politiker warnt in dem Werk davor, dass Deutsche zu "Fremden im eigenen Land" werden könnten. Das Buch soll auf einer Lesereise vorgestellt werden. In der Presse waren vorab einige Auszüge veröffentlicht worden, an denen sich die hitzige Debatte um den Bundsbank-Vorstand erneut entzündet hat.
Eine These des Buches etwa bezieht sich auf die Leistung von Einwanderern in Deutschland. Sarrazin zufolge profitieren muslimische Einwandererfamilien überproportional von Sozialleistungen. Zudem leisteten sie keinen Beitrag zum Wohlstand. Sarrazin hatte bereits in der Vergangenheit Kritik am Einwanderungsmodell Deutschlands geübt und mehr Druck insbesondere auf Muslime gefordert. Er fürchtet eine "Majorisierung" der Deutschen durch einen wachsenden Teil einer "tendenziell ungebildeten" muslimischen Bevölkerung.
Die Kritik an Sarrazin fällt dieses Mal besonders harsch aus. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hält den Verbleib Sarrazins in der SPD für falsch: "Ich weiß auch nicht, was er noch in unserer Partei will". Der Zentralrat der Juden empfahl dem Politiker den Eintritt in die NPD. Cem Özdemir von den Grünen bezeichnete Sarrazin als "Stammeskrieger, wie ihn sich Bin Laden nur wünschen kann".
Etwas diplomatischer ließ es Bundeskanzlerin Angela Merkel über ihren Regierungssprecher verlauten: "die für viele Menschen in diesem Land nur verletzend sein können, die diffamieren, die sehr, sehr polemisch zuspitzen und die überhaupt nicht hilfreich sind bei der großen nationalen Aufgabe in diesem Land, bei der Integration voranzukommen". Für den 25. September war ursprünglich ein Auftritt Sarrazins beim internationalen Literaturfestival in Berlin geplant. Das Berliner Haus der Kulturen der Welt, das als Veranstalter fungiert, widerrief die Einladung allerdings mittlerweile.
Nicht alle Beteiligten jedoch beschränken sich bei ihren Kommentaren auf Kritik an Sarrazin und seinen Thesen. Einige Politiker geben zu bedenken, dass die Positionen des Bundesbank-Vorstands diskuttiert werden sollten. „Unabhängig davon, ob Sarrazin recht hat, ist es wichtig, sich mit seinen Argumenten auseinanderzusetzen“ sagte Robin Juhnke (der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion in Berlin) gegenüber der Zeitung "Junge Freiheit".
BankingPortal24.de
30.08.2010
Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
Keywords: Thilo Sarrazin, Bundsbank-Vorstand, Sarrazin Zitate, Einwanderer
Abrufe: 862
RSS-Feed: abonnieren
Twitter: bankingportal24 folgen | Facebook:
Kommentare:
Biker27 schrieb am 03.04.2011 19:37:43
Hr. Sarazin hat Recht. Das was in Deutschland rumläuft ist nicht Deutsch es sei denn sie werden Eingebürgert. Unser Teures geld wird für Menschen ausgegeben die garnicht in unserem Land wohnen. Arbeiten meinen sie zu können wobei die hälfte ungebildet sind. Wir Deutschen sollen dann unseren Nachbarn noch nachhilfe in unserer Sprache geben. Dann sollen sie bleiben wo sie herkommen und sich dort weiterbilden.
Drückerplatte schrieb am 10.09.2010 12:08:37
friedrich märz, roland koch, ansatzweise franz müntefering - leute die ihre meinung hierzulande offen sagen werden angeschwärzt, bedroht oder angezeigt und im ergebnis entweder rausgeschmissen oder werfen von selbst das handtuch... das ist irgendwie nicht mein verständnis von demokratie und freier meinungsäusserung! aber um mal im thilo-slang zu bleiben: wenn der deutsche geber die schnauze aufmacht und der fremdländische nehmer sich auf den schlips getreten fühlt ist das geschrei immer riesengross... anders sind die anzeigen von türken gegen sarrazin wegen volksverhetzung wohl kaum zu deuten...
Theo schrieb am 10.09.2010 10:14:29
Was für ein geiler Abgang ... Aus seiner persönlichen Sicht kann man es nicht besser machen. Schade, dass wir so einen streitbaren Meinungsmacher verlieren :-(
Grüße, Theo
Drückerplatte schrieb am 01.09.2010 15:28:06
wirklich schade, dass wenn hierzulande jemand mal die schnauze aufmacht und unangenehme wahrheiten ausspricht die grosse teile des deutschen volkes denken dieser gleich kaputt gespielt wird durch verlogene politiker und medien. mir ist ein sarrazin allemal lieber als so ein schmieriger taugenichts wie der gabriel. offen gestanden ist es mir scheissegal wer ein gen weniger hat oder eins mehr - nur die wahrheit sollte man doch in einem land wo die meinungsfreiheit ganz weit vorn im grundgesetz steht offen sagen dürfen!
thilo, wenn du mal eine eigene partei gründen solltest (die genossen schmeissen dich ja wahrscheinlich ebenso raus wie das beamtenpack in der bundesbank) - ICH BIN DABEI!
beobachter schrieb am 31.08.2010 18:43:58
Sarrazin spricht das aus, was viele denken. Unabhängig von meiner Ansicht zu seinen Äußerungen finde ich es gefährlich, wie in den Medien heute mit Querdenkern, deren Äußerungen nicht zum politisch korrekten Mainstream gehören, umgegangen wird. Es hat sich eine Tabuzone etabliert, die eine hoheitliche mediale Unantastbarkeit genießt, die keinem gesellschaftspolitischem Thema zukommen sollte.


Schreiben Sie einen neuen Kommentar zu diesem redaktionellen Beitrag oder diskutieren Sie über dieses Thema oder andere Finanzthemen im Finanzforum. Tauschen Sie sich dort mit anderen Mitgliedern z.B. über Probleme mit Banken, Anbietern oder bestimmte Produkte aus und diskutieren Sie Ihre Meinung.
Zurück zur Finanz Redaktion
|
|