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Deutschland bei Bankstellendichte im europäischen MittelfeldSparen am Service: Banken schließen immer mehr Filialen
Die Zahl der Banken in Deutschland schrumpft seit 20 Jahren kontinuierlich. Auch die Anzahl der Filialen im Bundesgebiet nimmt ab.
Wie aus einer Veröffentlichung der Bundesbank hervorgeht, entfielen im Jahr 2008 auf eine Niederlassung 1967 Einwohner. Bei der so genannten Bankstellendichte liegt Deutschland damit nur noch im Mittelfeld.
Die Bankstellendichte ist eine Kennzahl aus dem Finanzsektor und gibt das Verhältnis von Bankfilialen (Hauptsitze und Niederlassungen) zu Einwohner an. Je höher die Zahl ist, desto geringer ist die Dichte des Filialnetzes in einem Land. Die Bankstellendichte steigt in Deutschland laufend an, weil mehr Niederlassungen geschlossen als neu eröffnet werden.
Im Jahr 2008 gab es der Bundesbank zufolge in ganz Deutschland 41.734 Bankstellen. Gegenüber dem Jahr 2007 bedeutet dies einen Rückgang um 0,8 Prozent. Bankkunden müssen sich dementsprechend mit weniger Filialen zufrieden geben. Im internationalen Vergleich rangiert Deutschland damit im Mittelfeld, auch wenn der Vergleich nach Angaben der Bundesbank wegen der unterschiedlichen Definition einer Bank schwierig ist.
In den Niederlanden entfielen im Jahr 2007 demnach mehr als 4500 Einwohner auf eine Bankfiliale. In Italien hingegen waren es nur knapp 1300. In den meisten Ländern ist jedoch seit langer Zeit ebenso wie in Deutschland ein Anstieg der Bankstellendichte zu verzeichnen.
Der Abbau des Filialnetzes hat mehrere Gründe. Einer der wichtigsten ist sicherlich der Trend zum Online- und Telefonbanking. Immer mehr Kunden führen ihre Bankgeschäfte selbständig am PC durch und benötigen keine Filiale. In einer Umfrage der Allianz Bank gaben zuletzt allerdings mehr als 80 Prozent der Befragten an, sich einen festen Ansprechpartner bei der kontoführenden Bank zu wünschen.
Die Ausdünnung des Filialnetzes in Deutschland verlangsamt sich nach Angaben der Bundesbank. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass zunächst eine Bodenbildung erreicht ist. Die Bedeutung des Filialgeschäfts darf auch im virtuellen Zeitalter nicht unterschätzt werden. Die HypoVereinsbank etwa wollte mit der versuchten Übernahme der SEB-Bank ihre Präsenz in der Mitte Deutschlands ausbauen – ein Hinweis darauf, dass in der Branche nicht auf einen gänzlichen Ausstieg aus dem Filialgeschäft hingearbeitet wird.
BankingPortal24.de
27.08.2010
Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
Keywords: Bankstellendichte, am Service sparen, Filialen schließen
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Kommentare:
konsumierender roboter schrieb am 31.08.2010 00:05:25
Wir Verbraucher werden zunehmend darauf trainiert, alles selbst zu machen und dennoch hohe Preise halbwegs klaglos hinzunehmen. Ich selbst habe mich in der vergangenen Woche gewundert, als ich in einem Biergarten war und an der Getränkeausgabe einen Kaffee bestellt habe. Die nette Dame auf der anderen Seite wies mich jedoch darauf hin, dass sie nur für alkoholische Getränke zuständig sei. Für alles andere gab es einen Automaten neben der Schänke, wo man sich alles selbst zapfen musste. Mal ehrlich, wenn ich dann hinterher noch mein Geschirr selbst zurückbringe – wozu zahle ich die heutigen Preise dann noch (Kaffee 2,80 Euro, Bier 3,60 pro Halbe)? Nur um auf einer Bierzeltgarnitur zu hocken?


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