Pleiten und Übernahmen: Wenn sich bei der Hausbank etwas ändert






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Auf Einlagensicherung und Gebührenänderungen achten

Pleiten und Übernahmen: Wenn sich bei der Hausbank etwas ändert

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Die Insolvenz der Noa Bank zeigt hat viele Kunden aufgeschreckt. Die meisten müssen auf lange Sicht nicht um ihr Geld fürchten. Neben Pleiten können auch Übernahmen durch Dritte Auswirkungen auf die Sicherheit von Kundengeldern und die Konditionen für Konto, Karte und Co. mit sich bringen.

In den vergangenen zwei Dekaden ist die Zahl der Banken in Deutschland von 4700 auf kaum mehr als 2000 gesunken. Auch wenn in den seltensten Fällen Insolvenzen verantwortlich für das Verschwinden eines Instituts vom Markt war und die überwiegende Mehrzahl der Schließungen auf Fusionen und Übernahmen zurückzuführen ist, sind Bankpleiten das Ereignis, vor dem sich Anleger am meisten fürchten.

Im Fall einer Pleite wie der der Noa Bank sind die Guthaben der betroffenen Kunden nicht verloren. Jede Bank mit deutscher Lizenz muss an die gesetzliche Einlagensicherung angeschlossen sein. Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) schützt Guthaben bis 50.000 Euro pro Kunde zu 100 Prozent. Der Schutz wurde im vergangenen Jahr deutlich zugunsten der Anleger ausgeweitet: Früher waren lediglich Guthaben bis 20.000 Euro geschützt. Zudem mussten Sparer im Fall einer Insolvenz einen Selbstbehalt von 10 Prozent tragen.

Größere Guthaben sind über die gesetzliche Einlagensicherung nicht abgedeckt. Anleger, die Summen über 50.000 Euro anlegen möchten, sollten deshalb auf die Mitgliedschaft ihrer Bank in einer freiwilligen Einlagensicherung achten. Viele Privatbanken sind im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken organisiert. Dieser schützt im Ernstfall Guthaben bis zu 30 Prozent des bilanzierten Eigenkapitals einer Bank - pro Kunde.

Der Mindestschutz durch diesen Fonds beträgt somit 1,5 Mio. Euro, weil Banken in Deutschland ein Eigenkapital von mindestens 5 Mio. Euro vorweisen können müssen. Die Sicherungsgrenzen können sich ändern, wenn das bilanzierte Eigenkapital sich verändert. Verbraucher können die jeweils aktuellen Grenzen laufend bei ihrer Bank oder dem Bankenverband abfragen.

Weder an die gesetzliche noch an die freiwillige Einlagensicherung angeschlossen sind Banken, die in Deutschland lediglich als Zweigniederlassung agieren. Besonders häufig handelt es sich dabei um Institute mit türkischen Wurzeln und Sitz in den Niederlanden. Viele dieser Banken zahlen sehr hohe Zinsen auf Tages- und Festgeldanlagen. Die Sicherungssysteme im Ausland gelten auch für deutsche Kunden. Im Ernstfall müssen die Ansprüche dann allerdings auch im Ausland geltend gemacht werden.

Auch im Fall einer Übernahme ihrer Hausbank sollten Bankkunden wachsam sein. Auch wenn dies selten der Fall ist, kann sich die Einlagensicherung bei einer übernommenen Bank verschlechtern. Dies wäre etwa der Fall, wenn die Bank aus der freiwilligen Einlagensicherung austritt oder der Sitz ins Ausland verlagert wird.

Im Fall einer Übernahme sollten Bankkundenauf mögliche Gebührenänderungen achten. Tritt die Bank unter dem neuen Eigentümer z.B. aus einem Bankenverbund aus, kann dies Gebühren für Bargeldabhebungen an Automaten nach sich ziehen, die bislang kostenfrei waren. Im Regelfall laufen besonders größere Übernahmen für die Kunden jedoch reibungslos ab: Kontonummer und Bankleitzahl ändern sich wenn überhaupt nur mit sehr langer Vorlaufzeit und auch alle Zahlungskarten und Kreditlinien bleiben aktiv.

BankingPortal24.de
26.08.2010

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Einlagensicherung, Gebührenänderungen, Übernahme Hausbank, Bankübernahme

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Kommentare:
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bankfuzzi schrieb am 31.08.2010 00:00:59

@biker: da haben Sie vollkommen recht, wenn die Banken mit ihrer Geschäftspolitik so weiter machen wie bisher wird sich auch an dem nicht vorhandenen Vertrauen nichts ändern. Früher gab es mal (das war noch in dieser Republik, ob sie es mir glauben oder nicht) eine Zeit, in der Banken erstens keine Mitarbeiter entlassen haben und es zweitens als Schande für sich selbst angesehen haben, wenn ein wichtiger Kunde einen Kredit nicht zurückbezahlen konnte. Aber die immer noch viel zu hoch angesehenen Institute sind nichts anderes mehr als Geldmacherei. Die Politik subventioniert das im Übrigen nicht nur durch fadenscheinige Regeln z.B. für den Handel mit komplexen Derivaten, sondern alimentiert die Finanzindustrie auch mit Rettungspaketen und Riester-Rente etc.

biker schrieb am 29.08.2010 13:30:58

Gibt es heute überhaupt noch das seriöse und ehrenwerte Bankhaus?
Im Grunde genommen wird der Kunde an allen Ecken mit bunten Prospekten gekördert. Wenn es darauf ankommt, zieht sich jede(r) Bank(er) aus der Schlinge und schiebt den schwarzen Peter weiter meistens zu dem Kunden.

Mehr Ehrlichkeit und Anstand bringt auch wieder mehr Vertrauen - aber davon sind wir leider noch sehr sehr weit entfernt!

Alle die es jetzt wieder mal besser wissen habe nvermutlich über besondere Geschäfte ihre Zinsen gesichert und sind fein raus! Wenn der kleine Sparer versucht mal mehr als 2% zu ergattern und es geht was schief dann war er mal wieder zu blöd ....




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