Geldautomatengebühr: Niedrigere Kosten per Gesetz?






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Freiwillige Regelung bis Mitte 2011 gefordert

Geldautomatengebühr: Niedrigere Kosten per Gesetz?

Die Banken können sich nicht auf niedrigere Kosten für Bargeldabhebungen an verbundfremden Geldautomaten einigen. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner droht nun mit einer gesetzlichen Regelung, wenn die Institute nicht bis zur Mitte des kommenden Jahres eine brauchbare Regelung vorweisen können.

Aigner fordert von den Instituten mehr Transparenz für Verbraucher. Die Kosten einer Bargeldabhebung sollen am Automaten angezeigt werden. Diese solle "möglichst" noch bis Ende des Jahres umgesetzt werden. Die Anzeige der Gebühren soll vor der Abhebung erfolgen. Verbraucher die Möglichkeit haben, den Abhebevorgang abzubrechen, wenn ihnen das Entgelt zu hoch ist.

Die Ministerin nahm auch zur Höhe der Gebühren Stellung: "Eine Höhe von bis zu 20 Euro ist nicht akzeptabel und grenzt an Abzocke". Sie forderte eine Senkung der Gebühren, stellte jedoch keine konkrete Summe in den Raum.

Banken und Sparkassen konnten sich nicht auf eine neue Regelung verständigen. Die Gebühren für Fremdabhebungen waren im Frühjahr massiv in die Kritik geraten, woraufhin sich das Bundeskartellamt eingeschaltet hatte. Die tatsächlichen Kosten einer Fremdabhebung betragen nach Einschätzung von Fachleuten etwa 60 Cent. Die durchschnittlichen Gebühren liegen jedoch deutlich über 5 Euro.

Verbraucher sollten sich bis zur verbindlichen Umsetzung einer Neuregelung mit niedrigeren und transparenteren Gebühren darum bemühen, Fremdabhebungen so weit wie möglich zu vermeiden. Kostenfreie Bargeldabhebungen sind an den Automaten des Bankenverbunds möglich, zu dem die jeweilige Hausbank gehört. Die 4 großen Privatbanken und deren Töchter sind im Cash Group Bankenverband organisiert, der bundesweit 9.000 Geldautomaten stellt. Cash-Group-Kunden können darüber hinaus an mehr als 1000 Shell-Tankstellen kostenlos Bargeld abheben.

Die Sparkassen betreiben ein eigenes Automatennetz und stellen deutschlandweit rund 25.000 Automaten. Die Volks- und Raiffeisenbanken bieten im Bankcard-Servicenetz Zugang zu 18.600 kostenlosen Geldausgabeautomaten. Die geringste Auswahl haben Kunden von Banken, die im Cash Pool organisiert sind (z.B. Targobank, Santander Bank oder Netbank): Hier stehen bundesweit lediglich 2.500 Automaten zur Verfügung.

BankingPortal24.de
25.08.2010

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Banken, Geldautomatengebühren, Bargeldabhebungen

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Kommentare:
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manfred b. schrieb am 30.08.2010 23:52:32

Ist doch letztlich egal, was da entschieden wird. Die Banken holen es sich sowieso an anderer Stelle wieder zurück. Höhere Gebühren fürs Konto (dann ganz egal wo man Geld abhebt), noch höhere Dispozinsen oder einfach nur eine begrenzte Anzahl an kostenfreien Überweisungen, nach deren Ausschöpfen dann ein Zusatzentgelt anfällt. Gegen die Banken kann man nicht gewinnen. Man kann lediglich versuchen, laufend zu wechseln und so wenig zu zahlen wie möglich. Dieser Aufwand ist durchaus vergleichbar mit der Suche nach einem kostenlosen Geldautomaten. Deshalb glaube ich, dass die ganze Thematik höher gehängt wird als sie es eigentlich ist.




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