Verbraucherschützer monieren abermals hohe Dispozinsen






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Sparkassen im Visier

Verbraucherschützer monieren abermals hohe Dispozinsen

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Die Dispozinsen in Deutschland sind nach Ansicht von Verbraucherschützern noch immer viel zu hoch. Das niedrige Leitzinsniveau wird nach wie vor nicht in ausreichendem Maße an die Kunden weitergereicht. Banken verdienen so auf Kosten der Verbraucher viel Geld. In zunehmendem Maße geraten die Sparkassen ins Visier der Kritiker.

Die Verbraucherzentrale Hessen etwa moniert, dass hessische Sparkassen ihren Kunden bis zu 13,75 Prozent Zinsen im Jahr berechnen, wenn dies ihren Dispokredit in Anspruch nehmen. Bei geduldeten Überziehungen stellen sie sogar bis zu 18,75 Prozent p.a. in Rechnung – ein Zinssatz, der nicht mehr weit vom Wucher entfernt ist. Die Verbraucherschützer halten beim derzeitigen Leitzinsniveau von 1,0 Prozent einen Dispozins von maximal 6,0 Prozent p.a. für gerechtfertigt. Geduldete Überziehungen sollten nicht mehr als 9 Prozent im Jahr kosten.

In der Praxis sieht dies ganz anders aus: Die FMH Finanzberatung geht davon aus, dass der durchschnittliche Zinssatz für Dispositionskredite in Deutschland 11,2 Prozent im Jahr beträgt. Geduldete Überziehungen, bei denen der mit der Bank vereinbarte Disporahmen überschritten wird, kosten nach Ansicht der FMH 15,74 Prozent im Jahr.

Verbraucher, die regelmäßig ihren Dispo nutzen bzw. ihn sogar überziehen, haben verschiedene Möglichkeiten, den horrenden Kosten zumindest teilweise zu entgehen. Zum einen kann zu einer Bank mit einem günstigeren Zinssatz gewechselt werden. Der niedrigste Zinssatz von 6,0 Prozent ist bei der Skatbank zu haben. Mit 6,95 und 7,9 Prozent sind auch die Überziehungskredite der DAB-Bank und der DKB noch vertretbar. Die Netbank und die ING-DiBa verlangen 9,0 Prozent p.a. Bei der Augsburger Aktienbank liegt der Zinssatz mit 9,75 Prozent immer noch deutlich über dem Durchschnitt.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine Alternative zum Dispokredit zu suchen. Insbesondere wenn der Ausgleich des Girokontos bei der Hausbank auf absehbare Zeit nicht möglich erscheint, sollte die Umschuldung in einen Ratenkredit in Betracht gezogen werden. Oft lassen sich die Zinskosten deutlich reduzieren, ohne dass die laufende Belastung signifikant ansteigt.

Zudem können Verbraucher sich einen Rahmenkredit einrichten lassen, der anstelle des Dispos als finanzielle Reserve genutzt wird. Der günstigste Rahmenkredit wird derzeit von der ING-DiBa angeboten: Der effektive Jahreszins beträgt 6,95 Prozent und fällt wie beim Dispo nur auf tatsächlich in Anspruch genommene Beträge an. Die Mindestrückzahlung kann auf Wunsch auf die monatlich anfallenden Zinsen reduziert werden.




BankingPortal24.de
29.07.2010

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: dispozinsen, zinsen, zinssatz, dispokredit, verbraucher

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Kommentare:
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hans schrieb am 29.07.2010 16:12:14

Abzocke –einfach nur Abzocke. Die Sparkassen sind die schlimmsten von allen. Da geht unter 12 Prozent gar nichts – es sind eher 13 oder 14 Prozent. Und dann noch die unverschämten Kontoführungsgebühren dazu. Ich habe ein Girokonto bei der DAB-Bank, wo der reguläre Zins knapp 7 Prozent im Jahr beträgt. Ich zahle aber noch weniger, weil ich mir da einen Wertpapierkredit habe einrichten lassen, den ich auch aufs Girokonto überweisen kann. Banken haben genug Geld von mir bekommen – vergleichen ist alles!




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