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Schutz wird auf 100.000 Euro erweitertEinlagensicherung: EU will Banken zur Kasse bitten
Die EU-Kommission plant eine Verbesserung der Einlagensicherung. Diese soll sich nicht nur auf erweiterte Sicherungszusagen auf dem Papier beschränken. Die Kommission will Banken vielmehr zur Kasse bitten und sie zu größeren Einzahlungen in die Sicherungssysteme zwingen.
Die Kommission rügt die gegenwärtigen gesetzlichen Sicherungseinrichtungen als unzureichend und unterfinanziert. Sie könnten das Vertrauen der Bankkunden in Krisenzeiten nicht sicherstellen. Wie die "Börsen-Zeitung" berichtet, sollen die Banken vor allem mehr Geld in die gesetzlichen Sicherungssysteme einzahlen. Derzeit verfügen die nationalen Sicherungseinrichtungen über gerade einmal 23 Mrd. Euro. Angestrebt wird eine tatsächliche Deckung im Umfang von 123 Mrd.
Die gesetzliche Einlagensicherung innerhalb der Europäischen Union wird mit Wirkung zum 31.12. erweitert. Ab dann sind alle Mitgliedstaaten verpflichtet, eine gesetzliche Einlagensicherung zu unterhalten, die mindestens 100.000 Euro pro Bankkunde zu 100 Prozent ersetzt. Derzeit werden von der gesetzlichen Einlagensicherung gerade einmal 50.000 Euro geschützt.
Die meisten großen Banken in Deutschland gehören zusätzlichen Einlagensicherungsfonds an. Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken etwa sichert die Guthaben der Kunden von Mitgliedsbankenim Ernstfall bis zu einer Höhe von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der insolventen Bank ab.
Alle Mitgliedsbanken bieten somit eine 100prozentige Einlagensicherung bis zu mindestens 1,5 Mio. Euro pro Kunde.
BankingPortal24.de
08.06.2010
Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
Keywords: Einlagensicherung, Verbesserungen, EU, erweiterte Sicherungszusagen
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