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Bis zu 350 Mrd. Euro Gesamtschaden möglichGriechenland geht unter: Unser Geld ist weg!
Die Griechenland Pleite könnte deutsche Steuerzahler sehr viel mehr kosten als bislang von der Politik zugegeben: Dass Griechenland seine Schulden jemals zurückbezahlt, ist sehr unwahrscheinlich. Am Mittwoch breiteten sich in Athen derweil heftige Unruhen aus.
Die Bundesregierung beteuert, dass die Hilfe für Griechenland den deutschen Steuerzahler nicht belaste. Die schwarz-gelbe Koalition sieht auch ihre Steuersenkungspläne nicht gefährdet. Schließlich – so der Tenor – handele es sich bei den Hilfen für Hellas um einen Kredit und nicht um ein Geschenk.
Das Beispiel Lettland aber zeigt, dass die Rückzahlung von Notkrediten, die im Angesicht eines Staatsbankrotts gewährt wurden, ein eher unwahrscheinliches Szenario ist.
Lettland - erst 2004 der EU beigetreten – benötigte im Jahr 2008 Notkredite im Umfang von 7,5 Mrd. Euro. Zur Veranschaulichung: Dieser Kreditbetrag entspricht 34 Prozent der lettischen Jahreswirtschaftsleistung. Würde Deutschland Hilfen in dieser Größenordnung benötigen, müssten mehr als 800 Mrd. Euro aufgetrieben werden. Die Gelder wurden vorwiegend vom IWF bereitgestellt, der auch bei der Griechenland-Rettung eine tragende Rolle spielt.
Noch immer gibt der lettische Staat mehr Geld aus als er einnimmt: Trotz rigider Sparprogramme konnte das Defizit nicht geschlossen werden. Die Gläubiger Lettlands werden lange - vielleicht für immer - auf ihr Geld warten müssen. Die lettische Regierung will erst dann über eine Rückzahlung nachdenken, wenn Haushaltsüberschüsse erzielt werden.
In Griechenland sieht es ähnlich aus: trotz der Sparprogramme wird das Budgetdefizit auch in diesem Jahr 10 Prozent des BIP erreichen. Ob es in den kommenden Jahren überhaupt geschlossen werden kann, ist fraglich. Die griechische Regierung steht unter Druck: Am Mittwoch demonstrierten 25.000 Menschen in der Athener Innenstadt zum Teil gewaltsam gegen die Pläne der Regierung.
Es wird den Griechen, die zum Teil Einkommenseinbußen von bis zu 30 Prozent verkraften müssen, kaum vermittelbar sein am Ende eines jahrelangen Sparprogramms (so es denn überhaupt gelingt) Geld an Deutschland und Europa sowie den IWF zu zahlen.
Das Geld, das die Bundesregierung den Griechen zur Verfügung stellt ist deshalb weg. Der Schaden könnte weit über die bisher zugesagten 25 Mrd. Euro hinausgehen. Insgesamt hat Griechenland 300 Mrd. Euro Schulden. Selbst wenn das Defizit tatsächlich ausgeglichen werden könnte, würden bis dahin zusätzliche Schulden im Umfang von rund 50 Mrd. Euro anfallen. Dass diese komplett zurückbezahlt werden können, hält an den Finanzmärkten (und nicht nur dort) im Moment niemand mehr für möglich.
Auch wenn es die Bundesregierung nicht zugeben will: Der deutsche Steuerzahler muss für Verfehlungen in Griechenland und der EU (die bei der Kontrolle der Staatsfinanzen versagt hat) tief in die Tasche greifen.
BankingPortal24.de
05.05.2010
Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
Keywords: Griechenland, 350 Mrd. Euro Gesamtschaden, Steuerzahler
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Kommentare:
Bernd schrieb am 01.11.2011 21:00:34
hier seinen Kommentar abzugeben is eigentlich für'n Ar. . . .!!!Kanns mir aber trotzdem nicht verkneifen.Eigentlich schreibt jeder das "Gleiche".Es geht schlicht und ergreifend um das,was unsere Herren Politiker über unsere Köpfe hinweg ausprobieren.Hier wird auf ganz gefährliche Art und Weise mit dem Feuer gespielt.Eine Kettenreaktion biblichen Ausmasses klopft an unsere Tür!Das niemand da oben den Mut hat reinen Wein an die Bevölkerung einzuschenken,kann ich noch nachvollziehen,aber den Karren durch immer neue Kredite tiefer in den Dreck zu ziehen,nicht mehr!!!Die letzte Katastrophe endete 1945,mal sehen,wie die Nächste aussieht.Eins is Fakt:soziale Probleme beschränken sich nicht nur auf den privaten Bankrott!!!
Blecher schrieb am 18.05.2010 22:25:01
Es ist im Zuge der Krise immer wieder erstaunlich, wie leichtfertig die Regierenden mit unserem Geld umgehen. Wenn Steuersenkungen im Umfang von 35 Mrd. Euro gefordert werden, gilt das als Ding der Unmöglichkeit, verantwortungslos etc. Wenn dann aber das Geld einfach ins Nirwana geschickt wird, anstatt den schwachen Inlandskonsum anzukurbeln, dann soll das auf einmal gut für uns sein.
Conrad schrieb am 06.05.2010 01:43:15
Da rennt das Finanzamt jedem Euro hinterher, den man als Arbeiter, sehr schwer verdient hat. Im Gegenzug wird Geld an andere Länder verbraten.Unsere Regierung kann mit Geld nicht umgehen. Wenn ein Privatmann mit seinem Verdienst nicht umgehen kann, dann wird ihm ein BETREUER gesetzt, aber unsere Volksvertreter haben die Unverschämtheit, die machen Schulden auf Kosten anderer Menschen.
Lutz Huth schrieb am 05.05.2010 23:22:41
„Stabil“ ist etwas, wenn es für Störungen nicht anfällig ist. Ein ziemlich dreister Versuch, die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen, ist es daher, wenn Bundesfinanzminister
Schäuble noch immer behauptet, dass der Euro „mindestens so stabil wie die D-Mark“ sei. Pfeifen doch schon die Spatzen von den Dächern, dass „Euroland abgebrannt“
ist und die griechische Pleite den Euro ins Trudeln bringt. Vor ein paar Monaten sagte Schäuble im Bundestag: „Das ist eine Weile her; aber wir mussten den
Menschen in Deutschland erklären, dass eine europäische Währung so stabil sein wird, wie die D-Mark war.“ Und diese – wie sich erweist: falsche – Erklärung durften die solchermaßen
belehrten Deutschen auch noch aus Steuergeldern selbst bezahlen. „STARK WIE DIE MARK“ hieß die von Theo Waigel 1992 herausgegebene 65 Seiten starke Broschüre.
Der Bundesfinanzminister informierte: „Wir bringen die D-Mark in eine Gemeinschaft ein, in der Stabilität gesichert sein wird wie in Deutschland.“
Paul schrieb am 05.05.2010 16:49:21
Ein derart undiszipliniertes Volk, diese Griechen. Die glauben doch allen Ernstes, dass ihnen dieses Geld geschenkt wird. Was für eine geistig minderbemittelte Einstellung. Ein Volk, das nur aus Bauern und von Bauern regiert wird, hat in der EU nichts verloren!!
Raus mit dem Land aus der EU, die sich mit Lug und Betrug dazugeschmuggelt haben.
Hat unsere Regierung dazu überhaupt keine Meinung? Ich hoffe, dass sich das deutsche Volk diese und künftige Entscheidungen auch nicht mehr gefallen lässt. Eine neue Regierung ist angesagt, die sich mehr für das eingene Volk und die Probleme im eigenen Land interessiert.
Die Griechenlandpleite wird schwere wirtschaftliche und finanzielle Probleme mit sich ziehen.
Deshalb - die sollen sich selber aus ihrer Schuldenfalle retten und deshalb raus aus der EU - und zwar so schnell als möglich.
Drückerplatte schrieb am 05.05.2010 16:11:26
die bilder im tv zeigen nur eines: völlig sinnlos da geld reinzukippen, das faule pack ohne jeglichen verstand und ohne jegliches verständnis zahlt nie zurück!
noch schlimmer aber: europa steht am scheideweg und unsere politik geht genau den falschen weg! ich könnte dermassen kotzen wenn ich dran denke dass hierzulande jedem der nur 50 euro steuern zu spät zahlt das konto gepfändet wird und der gleiche staat auf der anderen seite hunderte milliarden für banken und faule südeuropäer raushaut. und spanien, portugal und italien kommen ja noch.
merkel, westerwelle, schäuble, wacht endlich auf eh euch das deutsche volk unsanft weckt!!!
Müller schrieb am 05.05.2010 15:57:32
Aktuell 3 Tote beim Brand in einer Bank... Herzlichen Glürckwunsch. Die Griechen haben es ja wirklich im Griff.
agricocolus schrieb am 05.05.2010 15:06:31
Naja, wenn ich grad live im Fernsehen sehe, was in Athen grad abgeht, habe ich die schlimmsten Befürchtungen. Da würde ich mit dem Geldverteilen mal noch warten, wie sich das weiter entwickelt.


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