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Banken stärker in die Pflicht nehmenEU will Einlagensicherung verbessern
Die Europäische Union will die Einlagensicherung stärken und damit den Schutz der Sparer vor Bankpleiten weiter verbessern. Die Einlagensicherung soll in Zukunft besser finanziert werden. Banken sollen dem Willen der EU-Kommission nach zwei Prozent ihrer Spareinlagen zurückstellen. Bislang zahlen Banken nur einen Bruchteil davon.
Einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge haben die EU-Banken derzeit 23 Mrd. Euro für den Fall einer Instituts-Pleite und die daraus resultierenden Schadenersatzansprüche von Sparern zurückgelegt. Dem neuen Modell nach soll sich das vorfinanzierte Rücklagevolumen in zehn Jahren auf 128 Mrd. Euro belaufen.
Die Einlagensicherung in Deutschland besteht aus zwei Säulen. Zunächst greift im Ernstfall die gesetzliche Einlagensicherung. Sie wird über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) bereitgestellt und schützt Guthaben bis zu 50.000 Euro pro Kunden. Der Großteil der Privatbanken in Deutschland ist zudem Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands Deutscher Banken, der sehr viel größere Beträge abdeckt. Sparkassen und Genossenschaftsbanken nutzen eigene Sicherungssysteme.
Im Zuge der Krise wurde die Einlagensicherung EU-weit deutlich verbessert. Zuvor deckte die gesetzliche Einlagensicherung lediglich Guthaben von bis zu 20.000 Euro pro Kunde zu 90 Prozent ab. Am Ende dieses Jahres soll die Grenze dann erneut verstärkt werden: Dann sollen 100.000 Euro pro Kunde zu 100 Prozent abgedeckt sein.
Im Zuge der Finanzkrise wurde allerdings auch deutlich, dass die Sicherheit der Kundeneinlagen im Fall eines Systemzusammenbruchs kaum ohne staatliche Hilfe gewährleistet werden kann. Die Einlagensicherung dient traditionell dazu, unsystematische Risiken (z.B. die Pleite einer einzelnen Bank aufgrund von Missmanagement) aufzufangen. An diesem grundsätzlichen Charakter der Einlagensicherung wird auch die geplante Aufstockung der Rücklagen nichts ändern.
BankingPortal24.de
22.02.2010
Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
Keywords: Einlagensicherung, Einlagensicherungsfonds, verbesserte Einlagensicherung, Banken, EU
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