Griechenland täuschte EU mit Goldman Sachs über hohe Schulden hinweg






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300 Millionen Dollar Gebühr für die Schuldentarnung

Griechenland täuschte EU mit Goldman Sachs über hohe Schulden hinweg

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Die desolaten Staatsfinanzen Griechenlands erscheinen in immer schlechterem Licht: Wie nun bekannt wurde, zahlte der griechische Staat vor neun Jahren 300 Millionen US-Dollar an die Investmentbank Goldman Sachs für tatkräftige Unterstützung bei dem Versuch, die anderen EU-Mitgliedstaaten über eigene finanzpolitische Verfehlungen hinwegzutäuschen.

Um das offizielle Haushaltsdefizit zu drücken, schlossen die Griechen mit Goldman Sachs ein so genanntes Cross-Currency-Swap-Geschäft ab. Dabei werden Staatsschulden, die auf eine fremde Währung lauten, in Euro getauscht. Später erfolgt dann die Rückkonvertierung in die Ausgangswährung.

Während solche Geschäfte unter Banken normal und nicht weiter erwähnenswert sind, war der Deal zwischen Goldman Sachs und Griechenland mit einer zusätzlichen Vereinbarung ausgestattet. Durch allerlei Buchungstricks, wie etwa den Einsatz fiktiver Wechselkurse, erhielt Griechenland einen Kredit, der nicht als solcher ausgewiesen werden musste.

Die Geschäfte wurden über unterschiedliche Unternehmen abgewickelt und konnten so lange verschleiert werden. Auch der spezielle Kredit aber muss zurückbezahlt werden. Der griechische Staat verpfändete beim Abschluss des Deals künftige Einnahmen der öffentlichen Hand. Gebühren für Flughäfen zählen dazu ebenso wie Einnahmen aus der staatlichen Lotterie.

Griechenland gilt als das finanzpolitische "Enfant terrible" der Europäischen Union und hat zuletzt deutlich an Ansehen eingebüßt.

Die Griechen müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, die Euro-Partner von Anfang an betrogen zu haben. Nie erfüllte das Land die Vorgaben des EU-Stabilitätspaktes. Die Verstöße wurden allerdings lange vertuscht und der EU erst spät bekannt.



BankingPortal24.de
16.02.2010

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Griechenland täuschte EU, Goldman Sachs, Schuldentarnung, desolaten Staatsfinanzen

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Kommentare:
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steuerzahler schrieb am 17.02.2010 19:21:59

Den Banken geht’s immer gut. Im Aufschwung machen sie wegen eines immensen Verschuldungsrades überproportionale Gewinne. Im Abschwung werden sie folgenlos vom Steuerzahler gestützt. Und dürfen dazu noch kräftig an den vielen neuen Staatsschulden mitverdienen, die sie selbst verursacht haben. Die Krise wird daran gar nichts ändern. Die Politiker wollen nichts ändern. Und selbst wenn sie es wollten, könnten sie es nicht. Es ist schon beispielhaft, wenn die deutsche Regierungschefin (die ja durch Gesetze mit dem Parlament etwas verändern könnte) an die Moral der Banken appelliert. Das ist nichts anderes als das Eingeständnis, dass sich nichts ändern wird.

Drückerplatte schrieb am 17.02.2010 12:12:53

genial: diejenigen die staatsgeld bekommen um zu überleben beteiligen sich an betrügereien der ganz grossen art. die moral der banken ist wirklich komplett verkommen!

idee: goldman sachs und allen tochter- und verbundenen unternehmen die zulassung in der eu entziehen, soviel frechheit gehört radikal betraft!




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