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Karten-Chaos: Clevere Verbraucher ziehen Konsequenzen
Das Chaos war perfekt: 30 Millionen EC-Karten streikten nach der Jahreswende. Die Chips auf den Karten konnten die neue Jahreszahl nicht lesen und führten zu massenhaften Ausfällen. Viele Kunden konnten über Tage hinweg weder einkaufen noch Geld am Automaten abheben. Wem die peinliche Zurückweisung der Karte an der Supermarktkasse erspart blieb, der musste sich mit den wenig kundenfreundlichen Öffnungszeiten vieler Banken herumschlagen und die Filiale zur Barabhebung nutzen.
Der Ausfall vieler Karten folgt dem Skandal um eklatante Sicherheitsmängel von Kreditkarten, die im vergangenen Jahr wegen eines Datenlecks gesperrt worden waren. Verbraucher sind zunehmend verunsichert: Die EC- und Kreditkarte ist oft unverzichtbar wenn es um die Bewältigung alltäglicher Ausgaben angeht. Besonders dramatisch ist eine unbrauchbare Karte auf Reisen, wenn möglicherweise gar keine Alternative zur Verfügung steht.
Bankkunden sollten deshalb nach Ansicht von Fachleuten nicht nur auf ein Pferd setzen und sich ein Zweitkonto inklusive vollwertiger Kartenausstattung zulegen. Das zweite Konto sollte nicht bei der Hausbank, sondern bei einem dritten Institut unterhalten werden. Es dient als jederzeit verfügbare Ausweichmöglichkeit, wenn mit Konto oder Karte etwas nicht stimmt.
Nicht jedes Konto eignet sich als Zweitkonto. Damit die zusätzliche Sicherheit nicht unnötig viele Gebühren kostet, sollten Verbraucher unbedingt ein Konto ohne laufende Kontoführungsgebühren wählen. Da auf einem Zweitkonto keine regelmäßigen Geldeingänge verbucht werden, dürfen diese auch nicht Bedingung für den Erlass der Gebühren sein.
Derlei Angebote sind mit etwa Recherche schnell zu finden: Unter den Direktbanken bietet die DKB ein entsprechendes Gratiskonto, das ausschließlich online geführt wird und eine EC-und eine Kreditkarte bietet. Die Norisbank stellt Privatkunden ebenfalls ein kostenfreies Konto zur Verfügung und ist auch über einige Filialen erreichbar.
Auf das Zweitkonto kann dann ein beliebiger Betrag überwiesen werden, der im Bedarfsfall sofort zur Verfügung steht und Engpässe bei der Bargeldversorgung und Kartenzahlung der Hausbank überbrückt. Um den Nutzen des Zweitkontos zu maximieren, können Verbraucher auf die Konditionen für die Bargeldversorgung achten: Wer Kunde bei einer Privatbank ist und ein Zweitkonto bei einer Sparkasse oder einer Genossenschaftsbank eröffnet, kann auf rund 20.000 zusätzliche Geldautomaten kostenfrei zugreifen.
Wer durch den Kartenausfall Schäden erleiden musste, kann überdies hoffen, diese ersetzt zu bekommen. Banken und Sparkassen haben angekündigt, Kulanz zu zeigen und ihre Kunden zu entschädigen.
Eines aber sollten clevere Verbraucher aus der Kartenmisere gelernt haben: Auf keine Bank der Welt ist zu 100 Prozent verlass. Wer (zumindest hin und wieder) dringend auf seine Karte angewiesen ist, sollte deshalb besser früher als später nach einer zweiten Kontoverbindung Ausschau halten.
BankingPortal24.de
12.01.2010
Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
Keywords: Probleme EC-Karten, Chips EC-Karten, Bankkunden, clevere Verbraucher, Girokonto
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Kommentare:
ich-DKB schrieb am 12.01.2010 12:48:25
Ich habe schon ein Zweitkonto bei der DKB und was soll ich sagen, es funktioniert wunderbar und ohne Probleme. Von wegen fehlerhafter Chip und keien Bargeld am Geldautomaten und so.
Werde wohl mein DKB Konto zum Erstkonto machen ;-)


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