Der Topf ist leer - die Abwrackprämie gibts nicht mehr!






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Der Topf ist leer - die Abwrackprämie gibts nicht mehr!

 

Abwrackprämie, Verschrottungsprämie, Konjunkturpaket, Subvention Autokauf
Die Gelder für die staatliche Abwrackprämie sind vergriffen. Wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mitteilte, waren am Vormittag des 02. September zwei Millionen Anträge eingegangen. Der Fördertopf im Umfang von fünf Milliarden Euro, den die Bundesregierung im Rahmen des Konjunkturpaketes bereitgestellt hatte, ist damit zur Gänze ausgeschöpft.

Es besteht allerdings die Möglichkeit, sich auf eine Warteliste setzen zu lassen - da rund 15.000 Anträge wegen Formfehlern oder eines Rückziehers der Antragsteller nicht zu einer Auszahlung führen werden, besteht für eine Handvoll Anträge die Möglichkeit, doch noch in den Genuss der Prämie zu kommen. Die Warteliste ist seit Donnerstag 9.00 Uhr geöffnet und steht auf der Internetseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle offen.

Das Erreichen des Fördervolumens rief Fürsprecher sowie Kritiker auf den Plan. Vertreter der großen Koalition betonten, dass durch das Instrument viele Arbeitsplätze, die durch die Wirtschaftskrise bedroht worden waren, gerettet werden konnte. Bundesaußenminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier sprach in diesem Zusammenhang von 200.000 Arbeitsplätzen, die durch die Subvention gesichert worden seien.



Nicht alle Reaktionen aber fielen positiv aus. Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöfer übte scharfe Kritik an der Abwrackprämie. Seiner Auffassung nach wurde durch das Instrument der Gebrauchtwagenmarkt geschädigt. Zudem sei ein bedrohlicher Auftragsrückgang bei kleinen Werkstätten zu befürchten. Dudenhöfer rechnet zudem damit, dass sich in diesem und im kommenden Jahr ein erheblicher Preisdruck auf dem Automarkt einstellen wird.

Die Abwrackprämie hatte zu einem deutlichen Anstieg der Neuzulassungen in Deutschland geführt. Die Zahl der Neuzulassungen stieg bis August um 27 Prozent. Vor allem kleinere Fahrzeuge, wie Kleinwagen und Fahrzeuge der Kompaktklasse, wurden stark nachgefragt. Premium-Hersteller konnten dagegen kaum von dem Zuschusse profitieren. Kritiker hatten von Anfang zu bedenken gegeben, dass die deutschen Autohersteller im preisgünstigen Kleinwagensegment weniger stark vertreten seien als ausländische Fabrikate. Besonders profitiert haben deshalb auch Händler und Importeure von der Abwrackprämie.

Experten sehen nun einen deutlichen Einbruch beim Autoabsatz vor der Tür stehen. Im kommenden Jahr könnte die Zahl der Neuzulassungen um eine Million Fahrzeuge sinken. Durch den Vorzieheffekt, den die Subvention mit sich brachte, könnte sich die Nachfrage aus Deutschland zudem für Jahre verschlechtern, zumal die Rahmenbedingungen für die Automobilwirtschaft ohnehin schlecht sind.

Verbraucher jedenfalls können sich trotz des Prämien-Ende weiter auf günstige Konditionen freuen: Die Rabatte im Fahrzeugmarkt dürften angesichts der weltweiten Überkapazitäten neue Höhen erreichen.

Die Abwrackprämie sah eine pauschale Subvention für den Kauf jedes Neufahrzeugs sowie jedes Jahreswagens in Höhe von 2.500 Euro vor. Bedingung für die Auszahlung war die Verschrottung eines mindestens neun Jahre alten Autos. Das Modell wurde auch im Ausland –zuletzt in den USA kopiert.



BankingPortal24.de
03.09.2009

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Abwrackprämie, Verschrottungsprämie, Konjunkturpaket, Subvention Autokauf

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Kommentare:
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Subventionsgegner schrieb am 09.09.2009 13:41:43

Die Abwrackprämie könnte glatt als Lehrbuch herhalten: „So verschwenden Politiker unser Geld!“ Jetzt haben wir für ein paar Monate die eine oder andere Fabrik in Rumänien ausgelastet und der Spitzenmeister der SPD stellt sich hin und meint, es seien richtig viele Arbeitsplätze gerettet worden. Meiner Ansicht nach wurden einfach nur 5 Mrd. Euro Steuergeld verballert. Dazu dürfte die Existenz vieler kleiner Werkstätten den Bach runtergehen. Dass die Autoindustrie dem ganzen einfach so zugesehen bzw. den Spuk auch noch gefordert hat, wirft auf die Weitsichtigkeit der Manager kein gutes Bild. Der deutsche Konsument jedenfalls hat sich jetzt daran gewöhnt, dass ein Neuwagen für 5.000 Euro zu haben ist. Mal sehen, wo dieses „Zukunftsauto“ dann entwickelt und gebaut wird…

Drückerplatte schrieb am 03.09.2009 14:54:27

gott sei lob ist dieser spuk vorbei! zwar mag der eine oder andere arbeitsplatz zumindest temporär erhalten worden sein - von sicherung kann keine rede sein!

und die abwrackprämie ist mal wieder ein ganz schwarzes beispiel dafür was passiert, wenn drittklassige wirtschaftler (genannt politiker) in die wirtschaft eingreifen: nachfrage für jahre vorgezogen, gebauchtwagenmarkt auf jahre zerstört, privatinsolventen infolge von käufen die sich einige schlichtweg nicht leisten konnten, übervorteilung südeuropäischer und asiatischer autobauer statt stärkung der heimischen industrie usw usw.

dass sich dann so ein depp wie fw steinm. und propagiert dass er arbeitsplätze gesichert habe zeigt dass der mann sowas von keine ahnung hat dass es zum himmel schreit.

naja...




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