Einlagensicherung ab Juli verbessert








Einlagensicherung ab Juli verbessert

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Anleger in Deutschland können sich freuen: Ab dem ersten Juli 2009 gilt eine erweiterte gesetzliche Einlagensicherung. Kundengelder sind dann im Umfang von bis zu 50.000 Euro je Person zu 100 Prozent abgesichert.

Bislang galt im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung ein 90prozentiger Schutz für maximal 20.000 Euro. Wird eine Bank zahlungsunfähig, sollen deren Kunden darüber hinaus in Zukunft deutlich schneller entschädigt werden als es bislang der Fall war. Die Einlagen sollen binnen 30 Tagen durch den Einlagensicherungsfonds erstattet werden. Bis dato gilt eine Rückzahlungsfrist von drei Monaten.

Von der Einlagensicherung sind alle Guthaben auf Girokonten sowie auf Tages- und Festgeldkonten erfasst. Nicht gesichert sind Inhaberschuldverschreibungen von Banken, die im Fall der Zahlungsunfähigkeit in die allgemeine Insolvenzmasse einfließen. Auch gilt der Schutz nur für Banken mit einer deutschen Banklizenz.

Institute, die hierzulande als Zweigniederlassung ihrer ausländischen Muttergesellschaft agieren, sind nicht an die deutsche Einlagensicherung angeschlossen. Dies gilt z.B. auch für die im Oktober zusammengebrochene isländische Kaupthing Bank.

Die erweiterte Einlagensicherung war bereits im vergangenen Herbst beschlossen worden. Sie soll das Vertrauen in die Banken und das Finanzsystem stärken. Banken sichern in der Regel die Guthaben ihrer Kunden über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus ab, so dass auch weitaus größere Vermögen als 50.000 Euro geschützt sind. Zusätzlich gilt nach wie vor die Garantie der Bundesregierung für die Guthaben der Sparer, die im letzten Herbst im zeitlichen Umfeld der Lehman-Pleite ausgesprochen worden war.



BankingPortal24.de
12.06.2009

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Kommentare:
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xyz schrieb am 15.06.2009 10:36:33

Musste es erst zu dem Desaster im vorigen Herbst kommen, bis sich endlich etwas regt, das aber, um es gleich zu sagen, immer noch sehr ungenügend ist. Hätte nicht unsere Regierung schon vor Jahrzehnten diesbezüglich etwas tun müssen und zwar entscheidend mehr? Was ist schon diese Absicherung, wenn heutzutage jemand z.B. den Verkaufserlös für seine Immobilie bei einer Bank parken muss? Bis zum vorigen Herbst konnte man noch denken, es wird schon gut gehen, doch heute nicht mehr. Und hat sich etwa inzwischen sonst Entscheidendes geändert, dass erkennen liesse, dass ein Umdenken und Einsicht in das Versagen erfolgte, ausser Bla-Bla-Bla? Und auch die Garantie der Bundesregierung, von ihr (Finanzminister und Bundeskanzlerin) wiederholt, ausdrücklich, uneingeschränkt und verbindlich geleistet, wurde z. B. betreffend die Geschädigten der Kaupthing schon nicht eingehalten, hat sich als Unwahrheit erwiesen. Ein Vertrauen kann diese Erhöhung der Einlagensicherung niemals mehr stärken, bestenfalls nur das sehr tiefe und wohlbegründete Misstrauen, dass man den Geldinstituten heute entgegen bringen muss, minimal abschwächen.

itec schrieb am 16.06.2009 11:53:22

Richtig. Es ist ja nicht so, dass es bislang keine Einlagensicherung gab. Die abgesicherten Summen werden nun angehoben und der Selbstbehalt wird gestrichen. Aber auch schon im Herbst letzten Jahres gab es eine (durchaus komfortable) Einlagensicherung.

Einen Fall wie Kaupthing jedoch vermochte schon die damalige Einlagensicherung nicht verhindern. Fraglich ist, wie so etwas zukünftig effektiv verhindert werden kann. Eine Erhöhung der abgesicherten Summen allein wird es wohl nicht bringen.

So weit mir bekannt ist, haben die deutschen Kaupthing-Sparer bis heute ihre Einlagen nicht wieder gesehen.

Aurum schrieb am 19.06.2009 18:58:10

Stimmt, die Kaupthing-Sparer haben bislang kein Geld gesehen, es soll aber in der nächsten Woche kommen. Ich persönlich traue Banken irgendwie auch nicht mehr und überlege, mir einfach Goldmünzen zu kaufen. Die müssten ja wohl auch dann noch was Wert sein, wenn alles andere den Bach runtergeht???



Keywords: Einlagensicherung, Einlagensicherungsfonds, erweiterte gesetzliche Einlagensicherung

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