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Staatsschulden ohne Ende: Wo kommt das Geld eigentlich her?
Kein Tag vergeht, an dem wir nicht mit Horrormeldungen über die deutsche Staatsverschuldung konfrontiert werden: Die Bundesrepublik hat insgesamt 1600 Mrd. Euro Schulden, dieses Jahr kommen etwa 80 Mrd. hinzu. Zusätzlich garantiert der Staat in gewaltigem Umfang für die Bilanzen in Schieflage geratener Banken, vergibt über einen so genannten Deutschland-Fonds Kredite an private Unternehmen und hilft bei der Rettung des Autobauers Opel mit. Immer mehr Menschen fragen sich, wo das viele Geld eigentlich herkommt und wer all die Schulden bezahlen muss.
Es gilt zunächst, zwischen "echten" Schulden und Bürgschaften bzw. Staatsgarantien zu unterscheiden. Der Bund hat im Zuge der Bankenkrise Garantien für Banken vergeben, um diese und das gesamte Finanzsystem vor dem Zusammenbruch zu retten. Solange die Banken nicht tatsächlich insolvent werden, werden die Garantien nicht wirksam und es fließt kein "echtes" Geld. Fällt eine Bank jedoch, muss der Staat für deren verbürgte Verbindlichkeiten einstehen.
Dann handelt es sich um "echte" Schulden. Diese macht der Staat - zumindest der deutsche - seit den 60er Jahren eigentlich jedes Jahr. Staatsschulden fallen wie auch bei einem privaten Haushalt immer dann an, wenn die öffentlichen Ausgaben höher sind als die Einnahmen durch Steuern und Abgaben. Ist dies der Fall, leiht sich der Staat Geld.
Geld leihen kann sich der Staat, indem er Schuldverschreibungen ausgibt. Diese können von Privatpersonen und Unternehmen gekauft werden. Das geliehene Geld ist zu einem späteren Zeitpunkt nebst Zinsen zurückzuzahlen. Der Staat zahlt jedes Jahr mehr als 40 Mrd. Euro für Zinsen. Auch Banken können bestimmte Staatsanleihen erwerben und der öffentlichen Hand damit Geld zur Verfügung stellen.
Viele Menschen nehmen an, dass der Staat Geld druckt, um seine Schulden zu finanzieren. Dies entspricht zwar nicht der Wahrheit, kann aber dennoch nicht von der Hand gewiesen werden. Die deutsche Bundesbank, die als Zentralbank, Notenbank und Hausbank des Staates agiert, ist keine Geschäftsbank. Sie darf der öffentlichen Hand keine Kredite zur Verfügung stellen und auch keine neu emittierten Staatsanleihen kaufen. Dieses Verbot wird bislang sehr strikt beachtet.
Grund sind historische Erfahrungen: Der Missbrauch der Zentralbank hat in der Geschichte bereits zu einer Katastrophe geführt. Dennoch ist es nicht auszuschließen, dass die hohe Staatsverschuldung zumindest zum Teil durch Inflation bezahlt wird.
Auch die Europäische Zentralbank, zu der die Bundesbank gehört und die für die Geldpolitik zuständig ist, hat die Geldmenge in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet, so dass viele Experten davon ausgehen, dass in den kommenden Jahren eine sehr hohe Inflationsrate herrschen wird. Dann ist alles Geld – auch das, was in Form von Schulden in den Büchern des Staates steht - weniger wert.
BankingPortal24.de
11.06.2009
Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
Keywords: deutsche Staatsverschuldung, Staatsschulden, Herkunft des Geldes, Schulden, Kredite
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Kommentare:
Aufklärer schrieb am 03.11.2009 06:41:02
Nur der aller kleinste Teil der echten Schulden wird durch Staatsanleihen von der BRD finanziert. Die "Finanzagentur Deutschland GmbH" mit Sitz in Frankfurt "beschafft" das Geld irgendwo am "Markt". Keiner weiß so recht wo genau und von wem, aber eines ist auch klar: Die Schulden nebst Zinsen werden natürlich auch wieder durch noch höhere Kredite von diesem "Markt" bezahlt. So zieht sich der Teufelskreis immer weiter, bis die Inflation immer höher wird und es eines Tages, in nicht allzu ferne Zukunft, einen riesen Crash geben wird, und eine Währungsreform muss her.
Unglaubwürdig schrieb am 21.08.2009 17:26:31
Der Artikel hat die Frage von wo das Geld herkommt nicht korrekt beantwortet.
Der Bürger wird zum Narren gehalten und regelmässig abkasiert. Sozialismus, Kapitalismus, Komunismus alles nur Betrug, nur die Monarchie ist die Lösung und die Rettung des Bürgers, Politiker sind nur Marionetten des Kapitals.


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