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Immobilien als sichere Anlage gefragt
Immobilien stehen in der Gunst der Bürger derzeit wieder besonders hoch: Die Finanz- und Wirtschaftskrise und die mit ihr verbundenen Turbulenzen an den Kapitalmärkten sowie die angesichts gewaltiger geld- und fiskalpolitischer Eingriffe wachsende Angst vor Inflation machen die eigenen vier Wände zu einem sicheren Hafen. Einer Umfrage des Portals Finance-Scout 24 zufolge ist für 37 Prozent der Käufer Sicherheit das wesentliche Kriterium beim Erwerb einer Immobilie. Damit wird erneut deutlich, dass die Deutschen ein Volk von defensiven Anlegern sind.
Immobilien gelten als gefeit gegen Inflation und Krisen und bieten ihren Besitzern selbst im Extremfall – gemeint sind hier Staatsbankrott und folgende Hyperinflation und Währungsreform - einen Nutzwert. Die Rendite, die sich mit Häusern und Wohnungen erzielen lässt, fällt allerdings eher bescheiden aus. Wer sein Objekt selbst nutzt, kann je nach Konstellation gegenüber einem Mietverhältnis sparen – sicher ist dies aber nicht. Immobilien, die zum Zwecke der Vermietung an Dritte erworben werden, können im günstigsten Fall und unter Berücksichtigung steuerlicher Vorteile rund sechs Prozent im Jahr erwirtschaften, wenn eine dauerhafte Vermietung möglich ist.
Der Immobilienmarkt in Deutschland bietet nur sehr wenig Aussicht auf nachhaltig anziehende Preise. Zum einen erfolgen Baufinanzierungen hierzulande sehr konservativ, so dass ein Nachfrageüberhang auf breiter Front kaum entstehen kann, zum anderen leiden viele Regionen der Republik unter Abwanderungsdruck und strukturellen Problemen. Die Preise sowie auch die preisliche Entwicklung von Häusern und Wohnungen fallen deshalb je nach Region sehr unterschiedlich aus. Tendenziell sind Immobilien im Süden teurer als im Norden und in den Neuen Bundesländern günstiger als in den Alten.
Die Rahmenbedingungen für Immobilienfinanzierungen sind derzeit unstrittig außerordentlich günstig. Das Zinsniveau am Kapitalmarkt ist sehr niedrig und der Staat fördert den Erwerb von Immobilien durch verschiedene Programme. Hypothekenfinanzierungen mit einer Zinsbindung über zehn Jahre sind derzeit schon zu gut vier Prozent Zinsen zu bekommen, wenn ein günstiger Anbieter gewählt wird. Wer Darlehensprogramme der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau nutzt, kann sogar noch günstigere Konditionen realisieren. Schon bald aber könnten die Zinsen wieder deutlich steigen: Die wachsende Angst vor Inflation zeigt bereits jetzt an den Anleihemärkten Wirkung und treibt die langfristigen Zinsen nach oben.
Wer die Vorteile von Immobilienbesitz nutzen möchte, ohne selbst ein Objekt zu erwerben und sich dafür zu verschulden, kann über einen offenen Immobilienfonds in das Segment einsteigen. Der Schwerpunkt des Fonds sollte auf deutschen Wohnimmobilien liegen. Mit Immobilienfonds lässt sich eine sehr konstante Rendite von vier bis fünf Prozent im Jahr weitgehend unabhängig von den Aktien- und Rentenmärkten erwirtschaften. Der Erwerb ist auch über einen Sparplan möglich.
BankingPortal24.de
27.05.2009
Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
Keywords: Immobilien, Immobilienfonds, sichere Geldanlage, Erwerb von Immobilien, Immobilienfinanzierung
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Kommentare:
Angehender Besitzer schrieb am 01.06.2009 16:01:51
Immobilien sind derzeit in der Tat recht interessant. Zum einen gibt es kaum Alternativen: Zinsen werden fast nirgends mehr in anständiger Höhe gezahlt und Aktien sind doch in unseren Zeiten nur noch was für Wagemutige. Zum anderen bietet eine Immobilie auch dann einen Wert, wenn das ganze Finanzsystem mal zusammenbricht und Geld nichts mehr wert ist. Und bei der ganzen Staatsverschuldung und den „geldpolitischen Maßnahmen“ brauchen wir uns nicht wundern, wenn es mal so weit kommt!
Bernd schrieb am 27.05.2009 13:05:55
Dito. Ich geh mir jetzt erstmal ein Mehrfamilienhaus kaufen, das ich dann vermiete. Denn die Zinsen auf Tagesgeld kann man ja wahrlich vergessen :-( und ausländische Banken und Aktienmarkt sind mir irgendwie zu heiß im Moment.
Drückerplatte schrieb am 27.05.2009 12:50:21
na dann doch lieber bescheidene 6% aus immobilien als aberwitzige 0,5% aufs tagesgeld für mässig höhere summen...


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