Millionär durch menschliches Versagen: Neuseeländer auf der Flucht






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Millionär durch menschliches Versagen: Neuseeländer auf der Flucht

Im September schockte die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau die Republik durch einen beispiellosen Lapsus: Am Tag der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers schickte die KfW aus unerklärlichen Gründen einen Überweisung im Gegenwert von 300 Millionen Euro an das bankrotte Geldhaus und zog sich damit Hohn, Spott und Verärgerung von allen Seiten zu.

Dass Banken mitunter Fehler machen, zeigt nun ein neuseeländisches Beispiel. Ein Ehepaar, das eine kleine KFZ-Werkstatt betrieb, beantragte bei seiner Hausbank ein Darlehen im Gegenwert von 4.400 Euro. Die Bank genehmigte den Kredit und zahlte ihn aus - inklusive einiger zusätzlicher Nullen. Auf dem Konto der Kreditnehmer wurden dann 4,4 Millionen - also das 1000fache des Kreditbetrages - gebucht.

Die beiden bemerkten den Irrtum offensichtlich schnell und beeilten sich, so viel Geld wie möglich abzuheben und verschwanden bei Nacht und Nebel. An der Tür ihrer Werkstatt hinterließen sie einen Zettel, auf dem stand, dass sich der Betrieb in den Händen eines Konkursverwalters befindet.

Die Polizei nimmt eigenen Angaben zufolge an, dass das Ehepaar auf dem Seeweg die Flucht ergriffen hat. Deshalb wurde bereits eine internationale Fahndung eingeleitet.

BankingPortal24.de
25.05.2009

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Millionär, Bank, Kredit, Fehlüberweisung, falscher Überweisungsbetrag

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Kommentare:
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Mona schrieb am 26.05.2009 04:21:29

Hallo,
ich kann nur sagen die beiden hatten GLÜCK und haben es genutzt ;-)in der heutigen zeit darf auch ein kleiner mal grosse schritte tun.
Wer von den grossen Bossen kennt das nicht (hier mal was wegnehmen und da) und bestraft werden die nie.
Ich kann nur hoffen das die beiden sich jetzt ein schönes Leben machen können und wünsche Ihnen alles GUTE.
Mona

Verwunderter schrieb am 25.05.2009 15:57:26

Mich wundert, dass es scheinbar in den Banken kein ausreichendes Sicherheitskonzept gibt. Der Vorgang in Neuseeland hätte nicht passieren können, wenn für jeden Kunden eine übergeordnete Kreditlinie bestimmt werden würde, die solche Auszahlungen – ganz gleich ob sie auf elektronischem Wege oder manuell erfolgen – unterbindet. Und bei der KfW hätte das Risikomanagement Alarm schlagen müssen. In Neuseeland zahlen den Schaden jetzt wohl Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre der betroffenen Bank. Im Fall der KfW sieht das anders aus: Der Steuerzahler kann nur sehr schlecht über den Seeweg flüchten, solange er noch etwas zu verlieren hat.




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