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Bundesbank macht 6,3 Mrd. Euro Gewinn
Die Bundesbank erweist sich als Stütze für den unter der Rezession leidenden Bundeshaushalt: Die Notenbank gab am Dienstag bekannt, dass sich der Gewinn des Institutes im vergangenen Jahr auf 6,3 Mrd. Euro belief. Das sind rund zwei Mrd. Euro mehr als ein Jahr zuvor. Der Bundesbank-Gewinn fließt in diesem Jahr erstmals in vollem Umfang dem Bundeshaushalt zu. Bislang wurde ein Teil des Gewinns an den Erblastentilgungsfonds gezahlt.
Dieser war für die Rückzahlung der DDR-Schulden zuständig. Da diese Aufgabe mittlerweile jedoch weitestgehend erfüllt werden konnte, steht dem Bundeshaushalt nun der gesamte Gewinn wieder zu. Schon im kommenden Jahr allerdings könnte sich dies erneut ändern. Die Schulden, die die öffentliche Hand zur Finanzierung der beiden Konjunkturpakete zusätzlich aufnehmen muss, sollen nach dem Willen vieler Politiker ebenfalls über einen Tilgungsfonds zurückgeführt werden. Dieser könnte dann nach dem Vorbild des Erblastentilgungsfonds dann mit Gewinnen der Bundesbank gespeist werden.
Die Gewinne der Bundesbank stammen zum größten Teil aus den staatlichen Devisenreserven, die das Institut als Hausbank des Bundes für diesen verwaltet. Die Devisenreserven bestehen zum größten Teil aus Gold sowie aus US-Dollar, wobei letztere US-Staatsanleihen abgedeckt sind. Darüber hinaus besitzt die Bundesbank noch Sonderziehungsrechte beim Internationalen Währungsfonds. Wie hoch die Erträge der Bundesbank ausfallen, richtet sich maßgeblich nach den Preisentwicklungen am Gold- sowie an den Devisenmärkten. Darüber hinaus ist das Zinsniveau in den Vereinigten Staaten von großer Bedeutung.
Da dieses vor allem zu Beginn des letzten Jahres noch sehr hoch war, fällt der Gewinn recht groß aus. Darüber hinaus mussten nach Angaben der Bundesbank in diesem Jahr anders als im Jahr 2007 keine Abschreibungen auf Devisen und Wertpapiere vorgenommen werden. Die deutlichen Zinssenkungen im Verlauf der Finanzkrise könnten sich aber im Gewinn des nächsten Jahres niederschlagen. Dabei sind nicht nur die geringeren Zinseinnahmen aus den Devisenreserven von Bedeutung. Als Mitglied des Europäischen Systems der Zentralbanken verleiht die Bundesbank kurzfristig Geld an Banken und Sparkassen und erhält dafür Zinsen. Auch eine neuerliche Abwertung des US-Dollar würde die Gewinne reduzieren.

BankingPortal24.de
12.03.2009
Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
Keywords: Bundesbank, Gewinn, Bundeshaushalt, Banken
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