Kaupthing-Kunden: Kommt Geld jetzt doch nicht?





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Kaupthing-Kunden: Kommt Geld jetzt doch nicht?

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Die rund 30.000 deutschen Kunden der isländischen Pleite-Bank Kaupthing Edge konnten frohen Mutes in die Weihnachtsfeiertage gehen. Die Bundesregierung sagte dem isländischen Einlagensicherungsfonds einen Kredit über rund 300 Millionen Euro zu, mit dem die deutschen Sparer, die ein Einlagenkonto bei der Frankfurter Niederlassung eröffnet hatten, entschädigt werden sollten. Bislang ist allerdings bei keinem der Geschädigten Geld angekommen. Was bislang administrativ bedingten Verzögerungen zugeschrieben wurde, könnte sich nun als böse Überraschung entpuppen: Möglicherweise kommt das Geld doch nicht!

Stefan Olbermann, Sprecher des Bundesfinanzministeriums, bestätigte gegenüber der Fachzeitschrift „Börse Online“, dass der Kredit bislang nicht abgerufen worden ist. Auch stellte er klar, dass die Bundesregierung keinen Einfluss auf die Höhe der Entschädigung hat und die Isländer lediglich mit dem Kreditangebot unterstützt. Ob dieses angenommen wird, ist aber ganz offensichtlich noch unklar.

Island steht nach wie vor am Rande eines Staatsbankrotts. Nahezu täglich finden Demonstrationen der Bevölkerung gegen die Regierung statt. Da die Krise auch viele isländische Bürger an den Rand des Ruins getrieben hat, ist sicherlich auch der Widerstand gegen die Entschädigung ausländischer Anleger Bestandteil der Proteste. Rein rechnerisch müsste jeder Einwohner Islands rund 1000 Euro für die Ansprüche der deutschen Sparer aufbringen. Ob dies angesichts der gegenwärtigen Zustände in dem nordatlantischen Inselstaat seitens der politischen Führung vermittelbar ist, beliebt abzuwarten.

Hoffentlich haben sich die Kaupthing-Opfer nicht zu früh gefreut.



BankingPortal24.de
16.01.2009

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Kaupthing, Kaupthing-Kunden, Verzögerung, Rückzahlung

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Kommentare:
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diomonart schrieb am 21.01.2009 09:50:11

hallo nichtszuverschenken, ich bin mit dir volleinverstanden, und meine situation ist genau wie deine situation: habe bisher alle meine sparnisse nach island zugeschickt, weil ich schon wenig geld habe und dachte auch, dass wenn island ein paar prozentpunkte mehr Zinsen gibt, wird das wohl gut sein. Habe mich auf die Deutsche Finanzbehoerde zugetraut: wenn eine Niderlassung im DE zugelassen wurde, sollte alles ok sein. Aber leider nicht, und jetzt kommen Rechnungen die SOFORT bezahlt werden müssen, und ich habe kein geld mehr übrig. Leider kann ich nicht wie Island machen und einfach sagen: zahle ich nicht mehr. Krige jetzt probleme bei der Schufa, Inkasso Unternehmen, und mit verschidene rechtsanwalte! Ich bedanke mich herzlichen am Island und auch an die DE Finanzbehoerde für meine heutige situation! Verständnis für mich hat aber keiner!

Tiny Rowland schrieb am 19.01.2009 23:35:38

Tja,man muß wohl konstatieren, das die deutschen Kaupthing-Anleger mit Ihrem sauer Ersparten und in Island vermeindlich angelegten Geldern den Isländern ein schönes Leben finanziert haben. Die Kohle ist offenbar unwiederbringbar futsch. Ich erwarte von der BaFin zumindest eine klare Aussage darüber, wieviel Geld noch auf den eingefrohrenen Konten der Kaupthing Bankkunden in Deutschland vorhanden ist. Darüber ist bislang noch keine Information verlautbart worden.
Meiner Ansicht nach ist bei dem Zusammenbruch der Banken eine Menge kriminelle Energie im Spiel gewesen ist. Dennoch werden die Verantwortlichen sicherlich nicht zur Rechenschaft gezogen.
Die Krise ist noch ganz am Anfang - es kommt sicherlich noch doller.

Habe die Ehre!

KHK schrieb am 19.01.2009 17:06:30

Als betroffener Kaupthing-Kunde hoffe ich natürlich auf die von Herrn Steinbrück im November 2008 erfolgte Aussage: "Alle deutschen Kaupthing-Anleger erhalten ihre Einlagen zurück, auch die Einlagen, die über die zugesagte Einlagensicherung von 20887 EUR hinausgehen". Ich hoffe natürlich auf die Seriosität dieser Aussage von Herrn Steinbrück, die natürlich nicht aus der hohlen Hand sondern nur auf der Basis schon erfolgter Verhandlungen gemacht werden konnte. Alles andere ist nicht denkbar und würde ein Belügen deutscher Bürger bedeuten.
Ansonsten resultierte diese Aussage meines Wissens nach ja auch aus der gemachten Zusage der EU (hier vor allem federführend England, Niederlande und Deutschland) Milliardenkredite Island zur Verfügungzu stellen, die aber an die Entschädigung der Sparer aus diesen Ländern gebunden waren.
Ich denke und hoffe, dass dies ein politisches Spielchen ist und dass die betroffenen Kaupthing-Sparer zu ihrem europäischen Recht kommen werden.
Wenn nicht, hat Island sicherlich alle Ansprüche auf eine Mitgliedschaft in der EU, die dort bereits von der Mehrheit der isländischen Bevölkerung gewünscht und auch auf politischer Ebene über kurz oder lang angestrebt wird, verspielt.

Luzifer schrieb am 19.01.2009 10:55:04

Darf eine Bank mit dem Hinweis auf den isländischen Einlagensicherungsfonds werben und im Ernstfall sagen: Ätsch, war nicht so gemeint !
Hat die BaFin mit der Genehmigung des Geschäftsbetriebs evtl. versagt ?
Dann stellte sich die Frage der Staatshaftung - oder nicht ?

nichtszuverschenken schrieb am 18.01.2009 16:29:11

Habe jeden Euro sparend nach Island geschafft. Jetzt kommen Kosten auf mich zu, die ich dringend bezahlen muß. Bin also keiner, der einfach nur Geld übrig hat, sondern einer der wie bestimmt viele andere auch, einfach nicht viel haben. Wenn Island ein paar prozentpunkte mehr Zinsen gibt, wird das wohl gut sein. Es wird wohl keiner einen Schaden haben, dachte ich. Leider wird sich die Weltanschauung und das Vertrauen zu Institutionen durch solch verhalten ändern. Ich werde auf jeden Fall solange kämpfen, bis ich jeden Cent zurückbekommen habe.

muckelchen schrieb am 18.01.2009 10:55:56

Es ist unglaublich, wie wir als Deutsche Sparer behandelt werden, aber scheinbar macht auch die Bundesregierung nicht richtig Druck. Man muß sich doch fragen wo unsere gesamten Spareinlagen geblieben sind - das Geld wurde doch von uns eingezahlt - wer bedient sich denn nun aus dem Topf????
Das Geld, das ich angelegt habe war für mein Alter bestimmt - denn Rente allein genügt doch heute nicht mehr. Kann nur hoffen, dass ich vor Beginn des Jahres 2010 (dann gehe ich in Rente) mein Geld noch wiedersehe.

vonIslandbestohlen schrieb am 17.01.2009 18:47:37

Island lebt zum großen Teil vom Tourismus.

Island muss gezwungen werden, sich an geltendes Recht zu halten.

Deshalb fordere ich Sie auf, das Land ISLAND im Urlaub zu meiden.

Fahren Sie woanders hin.
Kaufen Sie keine Produkte aus Island.
Fordern Sie die Regierung auf, ein Handelsembargo gegen Island zu erlassen.

Island bricht geltendes Recht!

H. S. aus Gütersloh schrieb am 16.01.2009 21:58:06

Die verantwortlichen Banker für diese Pleite müssen endlich juristisch zur Verantwortung gezogen werden und mit einem weltweiten und lebenslänglichen Berufsverbot belegt werden.

Besserwisser schrieb am 16.01.2009 17:23:08

keine Handhabe? Ich schlage ein Handelsembargo vor, zur Luft und zur See! Das schafft wenigstens neue Arbeitsplätze in schnellen Eingreiftruppen der Bundeswehr!

war mir gleich klar schrieb am 16.01.2009 16:14:27

Die Isländer wollen gar nicht zahlen. Und wir Deutschen sind ja Reich genug und werden den Verlust schon irgendwie verschmerzen. Wir haben ohnehin keine richtige Handhabe und keine Druckmittel, diese zur Zahlung zu bewegen. Man hätte den Isländer niemals Geld anvertrauen dürfen, dass wissen wir zumindest jetzt alle.

Heinrich Griepke schrieb am 16.01.2009 15:47:12

Bei allem Verständnis für Islands Probleme. Sie haben ihre Sorgen und wir unsere. Island muss seine Probleme selber lösen und wir die unseren. Allem übergeordnet gilt aber auch für Island, dass man eingegangene Verpflichtungen einzuhalten hat und Schulden wieder zurück zahlen muss. Da gibt es keine Ausnahme oder Ausrede. Was die deutschen Kleinsparer der Kaupthing Bank anbelangt, sie haben sich bislang in einmaligem Ausmass darum bemüht, endlich ihre Ersparnisse wieder zu bekommen und dürfen dennoch immer noch nur hoffen und bangen. Sie wurden bis heute schlechter gestellt, als missliebige Bettler und Hausierer. Jenen weist man wenigstens noch die Tür. Aber die deutschen Kaupthing-Sparer wurden, obwohl doch rechtmässig Gläubiger, in geradezu empörendem Ausmass systematisch rechtlos, desinformiert und dumm gehalten, wie nicht mehr zu unterbieten. Es bleibt zu hoffen, dass solches Verhalten nicht international Schule macht. Es ist angebracht, dem Verhalten Islands genau so kommentarlos mit wirtschaftlichen Sanktionen zu begegnen, wie es sich gegenüber seinen Gläubigern verhält. Vielleicht wird man sich dann endlich dort von seiner Rosinante herab begeben und auf der Erde wieder finden.

Markus schrieb am 16.01.2009 14:19:46

Jahrelang bereisten isländische Regierungsvertreter Europa, um uns zu erzählen, wie toll es ist, nicht in der EU sein. Island hätte schon lange in der EU und in der Eurozone sein können. Über die Mitgliedschaft im Europäischen Wirtschaftsraum war es möglich überall Niederlassungen zu gründen und Geld einzusammeln. Mit dem Geld wurden dann in Island große Autos gekauft und die Isländer lebten in Saus und Braus. Von Pflichten will dort nun niemand was hören.




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