Daten-Skandal: Was Kunden tun können und wer betroffen ist






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Daten-Skandal: Was Kunden tun können und wer betroffen ist

Der Datenklau bei der Landesbank Berlin hat das Vertrauen der Bankkunden abermals tief erschüttert: Die Kreditkarten-Daten tausender Kunden des Instituts sind in fremde Hände gelangt. Nach Angaben der LBB wurde eine Kuriersendung entwendet, die auf Mikrofilmen archivierte Kreditkartenabrechnungen enthielt. Auf den Abrechnungen sind die Umsätze zu sehen sowie die persönlichen Daten des Karteninhabers und die Kreditkartennummer. Prüfziffern, persönliche Geheimzahlen sowie Passwörter sind aber nicht auf den Abrechnungen enthalten. Die LBB weist nach Angaben des Handelsblattes ausdrücklich darauf hin, dass keine PIN-Nummern entwendet wurden. Zwar befänden sich in der gestohlenen Sendung PIN-Daten. Dabei handelt es sich nach Aussage der LBB aber um Post-Rückläufer und damit ungeöffnete PINs zu gesperrten Konten.

Die LBB ist der größte Herausgeber von Kreditkarten in Deutschland. Insgesamt hat die Bank 1,9 Millionen Karten ausgestellt. Betroffen sind die Kreditkarten der nachfolgenden Labels: ADAC Einstieg Visa, XBOX Classic Card, Amazon Visa, ADAC Gold-Mobil-Doppel, LBB WBI Classic Card, LBB Classic Eurocard, White Label Premium, ADAC Classic Mobile Master, ADAC Gold-Doppel, ADAC Gold Mobile Master, ADAC Classic Mobile Visa, Schmetterling Premium, Visa Geschenkkarte (hier gennannte Markennamen sind eingetragene Marken der jeweiligen Inhaber).

Die gestohlenen Daten befinden sich derzeit noch bei der Kriminalpolizei und die LBB hat noch keine Kenntnis darüber, welche Kunden konkret betroffen sind. Die Landesbank hält das Risiko von Vermögensschäden für sehr gering, hat aber dennoch für den Fall von Missbrauch angekündigt, die Haftung zu übernehmen. Die Polizei rät Inhabern der betroffenen Karten dazu, die Abrechnungen aufmerksam zu studieren und Unregelmäßigkeiten der Bank zu melden. Auf Wunsch erhalten Kunden kostenlos eine neue Kreditkarte.

Zu dieser muss nach Ansicht der LBB allerdings keine neue PIN beantragt werden, da diese Daten nicht gestohlen worden sind. Die Landesbank hat Anzeige erstattet und den internen Datenschutzbeauftragten mit der Angelegenheit betraut. Die Polizei sucht derzeit nach dem Kurier, der die Datensendung unterschlagen hat.

BankingPortal24.de
15.12.2008

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

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