Bankenkrise: Welche Anlagen sind sicher und welche nicht?






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Bankenkrise: Welche Anlagen sind sicher und welche nicht?

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Die weltweite Finanzkrise schockt Märkte und Menschen gleichermaßen mit immer neuen Höhepunkten: Nach der Pleite des altehrwürdigen und renommierten Investmenthauses Lehman Brothers und dem unvorstellbaren Kredit über 85 Milliarden Dollar, den die US-Notenbank dem einst größten Versicherer der Welt gewährte, wurde mit der HBOS-Übernahme durch den Konkurrenten Lloyds TSB auch der europäische Bankenmarkt erfasst. Die beispiellose Krise treibt dabei nicht nur Volkswirten und Notenbankern Schweißtropfen auf die Stirn: Angesichts der massiven Verwerfungen fragen sich immer mehr Bürger, ob ihre Ersparnisse bei Banken und Sparkassen noch sicher sind.

Auch wenn das Epizentrum des Börsen-Bebens jenseits des Atlantiks in New York liegt, werden Verluste auch deutschen Anlegern nicht erspart bleiben. Bedroht sind ganz besonders alle Formen von Zertifikaten: Bonus, Discount und Co. verstehen sich als Inhaberschuldverschreibung – gerät der Emittent in eine Schieflage und wird Zahlungsunfähig, sind die Werte verloren. Die Entwicklung des Basiswertes spielt dabei keine Rolle. Andere Wertpapiere indes, die bei einer Bank unterhalten werden, wie Fonds, Aktien oder Anleihen, sind zumindest im Hinblick auf das Ausfallrisiko nicht von der Krise bedroht: Die in einem Wertpapier befindlichen Effekten werden von den Geldhäusern lediglich verwaltet und sind nicht Bestandteil des Anlagevermögens.

Inwieweit Sparguthaben bedroht sind, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mit eindeutiger Sicherheit bemessen. Grundsätzlich existiert ein Einlagensicherungsfonds, der einspringt wenn ein Kreditinstitut insolvent wird. Anleger erhalten dann 90 Prozent ihrer Einlagen bis zu maximal 20.000 Euro zurück. Der Fonds ist allerdings gegenwärtig bereits unterdeckt: Dem verbliebenen Guthaben in Höhe von rund 4,7 Milliarden Euro stehen voraussichtlich Belastungen über sechs Milliarden Euro aus der Lehman-Pleite gegenüber. Inwieweit die Banken willens und in der Lage sind, Mittel nachzuschießen, ist derzeit offen. Fraglich ist allerdings, woher die entsprechenden Mittel kommen sollen: Selbst der Branchenprimus Deutsche Bank muss die geplante Teilübernahme der Postbank im Wert von 2,8 Milliarden Euro durch eine Kapitalerhöhung finanzieren, was nicht für eine weitreichende Ausstattung mit Liquidität spricht. Es ist daher nicht auszuschließen, dass im Falle eines größeren Bankenzusammenbruchs der Einlagensicherungsfonds ebenso überfordert ist wie andere Schutzmechanismen.

Experten sind der Ansicht, dass Sparkassen und Genossenschaftsbanken ein höheres Maß an Einlagensicherheit bieten als die privaten Institute, da sie dichter verzweigt sind. Geht ein Institut des Verbundes bankrott, wird es dann von einem anderen übernommen.

Sichere Geldanlagen, die weder von einem Ausfall noch von Kursturbulenzen bedroht sind, existieren derzeit nur wenige. Staatsanleihen bester Bonität, wie beispielsweise die Tagesgeldanleihe des Bundes, sind mit einem sehr geringen Ausfallrisiko verbunden: Nur wenn der Staat bankrott geht, müssen Anleger Verluste hinnehmen. Wer von einem solchen Szenario überzeugt ist bzw. es in Betracht zieht, dem bleibt lediglich der Erwerb physischen Goldes: Das Edelmetall behält seinen Wert auch bei ganz großen Krisen. Anleger müssen allerdings konsequenterweise den Zugriff auch unter sehr schwierigen Bedingungen sichern und, sofern das Gold eines Tages wieder in Euro zurückgetauscht werden sollte, Wertverluste in Kauf nehmen.

Lesen Sie zum Thema Einlagensicherung auch die detaillierten Ausführungen in unserer Rubrik: Wie sicher ist Ihr Geld? Wir geben Ihnen die Antworten zur Einlagensicherung.

BankingPortal24.de
26.09.2008

Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Keywords: Anlagen, Geldanlagen, Anleger, Finanzkrise, Banken und Sparkassen

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Carlo schrieb am 30.09.2008 23:36:21

Man muss nur wissen wo: Ich hab heut bei meiner Bank fürs Tagesgeld (für die Neugierigen: Degussa) nachgefragt und siehe da: Meine Einlagen sind pro Konto bis zu 38,9 Mio. Euro (einlagen-) gesichert. Das macht mich froh und den Tag gut. In diesem Sinne: 20.000 gesetzliche Pflicht... *tze tze tze*

NeverSurrender schrieb am 26.09.2008 23:47:05

Fortis ist auch schon bedroht: Das bricht dem Einlagensicherungsfond dann endgültig den Hals. Ich glaube wir können uns begraben.




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