

|

|

Private Finanzen: Wie geht es und was kostet es?
Die Organisation der persönlichen Finanzen gehört sicherlich bei den wenigsten Bundesbürgern zu den am meisten geliebten Beschäftigungen. Etwas mehr Engagement als es gegenwärtig von der Mehrzahl der Verbraucher eingebracht wird, wäre dennoch wünschenswert. Millionen Bürger lassen (bar)geldwertes Optimierungspotenzial ungenutzt brach liegen, weil sie zu teure Versicherungen und Bankprodukte unterhalten. Dabei sind die möglichen Ersparnisse von teils beträchtlicher Größenordnung.
Große Einsparpotenziale bieten beispielsweise Versicherungen. Wer in der gesetzlichen Krankenkasse versichert ist und die Voraussetzungen für den Wechsel in die PKV, namentlich den Bezug eines entsprechenden Einkommens, erfüllt, sollte den Schritt durchaus in Erwägung ziehen. Da die privaten Assekuranzen ihre Prämien nicht in strikter Abhängigkeit vom Einkommen der Versicherten erheben, sondern sich bei der Beitragsbemessung auf personenbezogene Merkmale wie Alter und Geschlecht stützen, lässt sich viel Geld sparen. Um die Kosten der PKV einschätzen zu können, sollten Interessenten eine der vielen im Internet zur Verfügung stehenden Vergleichsmöglichkeiten nutzen. Mit etwa Glück und bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen können allein auf diesem Wege einige Hundert Euro im Monat gespart werden.
Auch das weite Feld der Sachversicherungen bietet Raum für Einsparungen. Bei Haftpflicht, Hausrat und Co. bietet insbesondere der Wechsel zu einer Direktversicherung verschiedene Möglichkeiten. Insbesondere, wenn bei einer Assekuranz mehrere Policen gleichzeitig abgeschlossen werden, kann gespart werden: Mengenrabatt ist auch im Versicherungsgeschäft üblich.
Deutsche Verbraucher geben zu viel Geld für alltägliche Bankgeschäfte aus. Gebühren für die laufende Unterhaltung eines Girokontos, die Jahresbeiträge für die Kreditkarte sowie Zusatzbelastungen durch besondere Transaktionen, wie zum Beispiel der Bezug von Bargeld an einem verbundfremden Geldautomaten, summieren sich leicht auf einige Hundert Euro im Jahr. Geld, das ohne Verzicht gespart werden kann: Der Wettbewerb unter den Banken ist hart, was viele Geldhäuser in den letzten Jahren dazu bewogen hat, die Kontoführungsgebühren abzuschaffen. Um in den Genuss einen vollwertigen und dennoch gebührenfreien Girokontos zu kommen, müssen Verbraucher heute nicht mehr zu einer Direktbank wechseln. An eine kostenlose Kreditkarte ist ohnehin unschwer zu kommen.
Bankkunden schenken dem Institut ihres Vertrauens jedoch nicht nur in Form überhöhter Spesen laufend ihr hart erarbeitetes Geld. Auch bei anderen Bankprodukten ließe sich einiges optimieren. So unterhalten Millionen Verbraucher in Deutschland ihre eiserne Reserve für schlechte Zeiten noch immer auf dem Girokonto oder dem klassischen Sparbuch, wo das Kapital mit Zinssätzen unter einem Prozent laufend an Kaufkraft verliert. Besser ist die Unterbringung auf einem oder mehreren Tagesgeldkonten bei Direktbanken. Hier lassen sich ohne weiteres vier Prozent im Jahr erwirtschaften, so dass auch nach Abzug der Teuerungsrate noch eine Rendite übrig bleibt.
Bei der Geldanlage schließlich verschenken Bankkunden ebenfalls regelrechte Unsummen – in der Regel aus simpler Unwissenheit. Dass die Unterhaltung eines Wertpapierdepots heutzutage kostenfrei sein sollte, mag sich herumgesprochen haben. Dass Investmentfonds auch ohne Ausgabeaufschläge erhältlich sind, wenn sie über einen freien Fondsvermittler erworben werden, offensichtlich nicht. Die Nutzung geeigneter, im Internet unschwer aufzufindender Vermittler spart bares Geld und erhöht so die Rendite.
Fazit:Sparen lässt es sich bei den meisten Verbrauchern noch immer an vielen Stellen. Dass mit ein wenig Aufwand jedes Jahr vierstellige Beträge als Vorteil durchaus realisierbar sind, ist offensichtlich vielen noch immer nicht geläufig. Anders lässt sich die Existenz vieler Finanzprodukte nicht erklären.
BankingPortal24.de
13.06.2008
Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
Keywords: Private Finanzen, Geldanlage, Kreditkarte, Girokonto, Bankkunden
Abrufe: 1382
RSS-Feed: abonnieren
Twitter: bankingportal24 folgen | Facebook:
Kommentare:
Es wurden bisher keine Kommentare abgegeben. Schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem redaktionellen Beitrag. Klicken Sie hier


Schreiben Sie einen neuen Kommentar zu diesem redaktionellen Beitrag oder diskutieren Sie über dieses Thema oder andere Finanzthemen im Finanzforum. Tauschen Sie sich dort mit anderen Mitgliedern z.B. über Probleme mit Banken, Anbietern oder bestimmte Produkte aus und diskutieren Sie Ihre Meinung.
Zurück zur Finanz Redaktion
|
|