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Der Ölpreis auf erschreckender Kletterpartie
So langsam berührt der Ölpreis die 100 Dollar (USD) Latte. Immerhin hat er bereits die 96 USD pro Barrel (159 Liter) überschritten. Das ist nicht nur hierzulande ein Ärgernis, wo Papa Peer beim Tanken weit über die Hälfte einstreicht. Nein, auch George W. Bush runzelt die Stirn. Den Amerikanern wird es so langsam schwül, denn der steigende Ölpreis verschlingt Unsummen und reißt ein merkliches Loch in die Haushaltskasse. Immerhin will die Armee als größter Ölverbraucher mobil bleiben, denn was nutzen George seine vielen Panzer, die Flugzeuge und Schiffe, wenn sie in ihren Standorten liegen, weil sie nicht betankt werden können.


Not macht erfinderisch, und so forscht das Militär zur Erhaltung der Mobilität nach neuen Quellen. Anscheinend will Onkel Sam aus Algen Treibstoff herstellen und steht damit kurz vor dem Durchbruch. Das hätte zwei gute Seiten, denn einerseits wäre jede durch die Erwärmung und Verschmutzung der Meere ausgelöste Algenpest als Rohstofflieferant höchst willkommen, und andererseits könnte die neue Technologie die Abhängigkeit vom Öl beenden.
Letztere hat inzwischen erschreckende Ausmaße angenommen, denn für den Kauf der dringend benötigten Energie sind bereits 9% des Bruttoinlandprodukts fällig. Einige reden schon von einer Rezession wie im Jahre 1973, als der Ölschock seine Runde machte. Andere beschwichtigen sanft und lassen allenfalls ein Rezessiönchen gelten, weil Amerika von den 1973 erreichten 14% noch einige Punkte entfernt ist. Dennoch stellt sich die Frage, ob die Kletterpartie immer so weiter geht oder nicht doch eingedämmt werden kann. Hoffnungen werden auf die Finanzpolitik gesteckt, die die Zinsen senken soll. Das könnte nicht nur den Preisverfall beim Öl aufhalten, sondern auch dem maroden Immobilienmarkt wieder auf die Beine helfen. Beides setzt der bröckelnden amerikanischen Wirtschaft erheblich zu, denn noch dümpeln genug faule Kredite herum, die ein weiteres Fiasko anrichten könnten.
Eine Zinssenkung werden die Aktienanleger gerne hören, denn diese könnte dem DAX Auftrieb verschaffen. Ob er damit bald die 9000 Punkte schafft? Oder sagen wir gleich 9600, denn was dem Öl recht ist, soll dem DAX zumindest gebilligt sein.
BankingPortal24.de
08.11.2007
Dieser Beitrag gibt den Sachstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
Keywords: Ölpreis, Ölschock, Ölverbraucher
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Kommentare:
Bankingportal24 schrieb am 26.11.2007 16:54:18
100 Euro für ein Barrel Öl zum heutigen Tage wäre in der Tat ein bisschen heftig - Vielen Dank für den aufmerksamen Hinweis!
Wir haben die Korrektur bereits vorgenommen. Es muss heißen Dollar (USD) pro Barrel.
Hwoarang schrieb am 26.11.2007 14:36:22
Seit wann wird das Öl in Euros gekauft, der Preis ist in Dollar. Das wie oben beschrieben ist die 100 Dollar Grenze. Zum Glück ist der Euro noch so stark, wenn der
Barrel-Preis 100€ wäre, dann würden wir bei ca 2€ pro Liter liegen.


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