Das deutsche Bankensystem





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Das deutsche Bankensystem

Das Bankensystem in Deutschland setzt sich aus drei Säulen zusammen: Privatwirtschaftliche Kreditinstitute, Sparkassen und Landesbanken sowie Volks- und Raiffeisenbanken erfüllen die Aufgaben eines Finanzsystems für den Wirtschaftsstandort Deutschland: Die Kapital- und Kreditversorgung von Privatpersonen und Wirtschaftsunternehmen ist dabei ebenso Gegenstand der Aktivitäten wie die Bereitstellung von Zahlungsverkehrslösungen und Möglichkeiten der Vermögensanlage. Im Folgenden soll eine Übersicht über das deutsche Finanzsystem und seine Einbettung in den internationalen Kontext die wichtigsten Zusammenhänge und Begrifflichkeiten erklären.

Privatbanken

Im Bundesverband deutscher Privatbanken sind rund 230 Unternehmen organisiert. Das Spektrum reicht dabei von internationalen agierenden Geschäftsbanken, die sämtliche Bereiche des Bankdienstleistungssektors abdecken, bis zu kleinen Privatbankiers, deren Schwerpunkt das Investmentbanking und die Vermögensverwaltung ist. Fünf Institute zählen dabei als Großbanken: Die Deutsche Bank, die Commerzbank, die Dresdner Bank, die HypoVereinsbank sowie die Postbank. Unter den Großkonzernen, die allesamt in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft agieren, bestehen Verbindungen und Verflechtungen, die in den zurückliegenden Jahren einige Veränderungen erfuhren. Die Deutsche Bank hält einen erheblichen Anteil an der Postbank, die Dresdner Bank wurde vor kurzem vom Versicherungskonzern Allianz an die Commerzbank veräußert und die HypoVereinsbank gehört zur italienischen Großbank Unicredit Italiano.



Die großen deutschen Privatbanken agieren international und sind in allen wichtigen Bereichen des Finanzsektors vertreten. Die Deutsche Bank verzeichnete zum 31.12.07 eine Bilanzsumme in Höhe von 2.020 Milliarden Euro, was in etwa achtzig Prozent des deutschen Bruttoinlandproduktes entspricht. Die kumulierte Bilanzsumme der vier anderen Großbanken belief sich im vergangenen Jahr auf rund 1700 Milliarden Euro, wobei die Commerzbank mit 616 Mrd. Euro und die Dresdner Bank mit rund 500 Mrd. Euro vor der HypoVereinsbank mit rund 422 Mrd. Euro und der Postbank mit etwa 200 Mrd. Euro dem Branchenprimus folgen.

Die Geldhäuser stehen miteinander im Wettbewerb, sind jedoch über den Bundesverband deutscher Banken organisiert und betreiben über diesen auch eine Einlagensicherung, die über das gesetzliche Mindestmaß hinausgeht. Gerät eine Bank in Schieflage, treten somit andere Kreditinstitute ein und sichern die Rückzahlung der Spareinlagen. Die Haftung des Sicherungsfonds ist allerdings nicht rechtsverbindlich. Im Bankenverband sind auch die Zweigniederlassungen von Auslandsbanken mit Tätigkeiten auf dem deutschen Markt organisiert. Weiterhin sind Kreditinstitute mit Sonderaufgaben, die die Deutsche Industriebank IKB oder die AKA Ausfuhrkreditgesellschaft Mitglied des Verbands.

Das private Bankensystem deckt gemessen an der Bilanzsumme 42 Prozent des deutschen Marktes ab.

Sparkassen und Landesbanken

Sparkassen
Das öffentlich-rechtliche Bankensystem ist noch vor dem Privatsektor größte Säule des deutschen Finanzmarktes und bildet 45 Prozent des Bankensystems ab. Es setzt sich zusammen aus Sparkassen, Landesbanken, Landesbausparkassen, Erstversicherern, der Deka Bank und weiteren Finanzdienstleistern. Die Unternehmen sind im Deutschen Sparkassen und Giroverband organisiert. Die kumulierte Bilanzsumme der Unternehmen beläuft sich auf rund 3,6 Billionen Euro.

Sparkassen sind anders al Privatbanken nicht im Besitz von Aktionären, sondern gehören Gebietskörperschaften, wie Städten und Kreisen. Insgesamt existieren in der BRD 446 Sparkassen mit insgesamt rund 16.000 Geschäftsstellen. Zentrales Anliegen der Sparkassen ist die flächendeckende Versorgung der Wirtschaft mit Krediten. Die Sparkassen agieren dabei nach dem Regionalprinzip: Das Geschäftsgebiet eines Institutes ist in der Regel identisch mit dem jeweiligen kommunalen Gewährträger. Mit einer Bilanzsumme von rund 1.040 Milliarden Euro stellt der Sparkassen-Verbund eine der größten Finanzinstitutionen in Deutschland dar.

Das Geschäftsmodell der Sparkassen ist im Verglich zu dem privater Banken verhältnismäßig schmal. Basis des operativen Geschäfts bildet das Einlagen- und Kreditgeschäft sowie Lösungen zum Zahlungsverkehr. Insbesondere sind Sparkassen bei der Refinanzierung ihrer Geschäfte in weitaus geringerem Umfang am Kapitalmarkt tätig als es die Großbanken sind.

Die Landesbanken, von denen insgesamt sieben zum öffentlich-rechtlichen Bankenverbund zählen, werden von den Sparkassenverbänden und den Bundesländern getragen. Die Kreditinstitute bieten eine breite Produktpalette im Bankdienstleistungsbereich für Betriebe und Wirtschaftsunternehmen jeglicher Größe an, wobei der Fokus auf den Mittelstand gerichtet ist. Die Landesbanken sind als Hausbanken der Bundesländer darüber hinaus bei der Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen, Industrieansiedlungen und der Mittelstands- und Wohnungsbaufinanzierung in großem Umfang involviert. Sie können prinzipiell jedes gängige Geschäft auf dem Finanzmarkt tätigen.

Landesbanken
Die Landesbanken verstehen sich grundsätzlich als Anstalten des öffentlichen Rechts. Eine Ausnahme bilden hier die Institute von Schleswig Holstein/Hamburg sowie von Nordrhein-Westfalen. Die HSH Nordbank und die WestLB sind seit einigen Jahren Aktiengesellschaften und gehören nicht dem öffentlich-rechtlichen Bankenverband an, wodurch die Eigentümerstruktur allerdings nicht grundlegend verändert ist. In den vergangenen Jahren vollzogen die Landesbanken verschiedene Umstrukturierungen. Derzeit (Stand: Oktober 2008) gestaltet sich das Bild wie im Folgenden beschrieben.

Die Nord LB ist im Besitz der Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie deren Sparkassenverbänden. Die Nord LB hält darüber hinaus einen Anteil von 92,5 Prozent an der Bremer Landesbank, die wiederum im Besitz des Landes Bremen und seines Sparkassenverbandes ist. Die West LB agiert wie beschrieben als Aktiengesellschaft, wobei die NRW.bank sowie verschiedene Sparkassenverbände aus Nordrhein-Westfalen die Anteile halten. Die HSH Nordbank ist ebenso konstruiert und dementsprechend im Besitz der Länder Hamburg und Schleswig Holstein.

Die Hessische Landesbank (Helaba) betreibt die Geschäfte für die Bundesländer Hessen und Thüringen. Weiterhin ist die Saar LB im Saarland ansässig, die Bayern LB in Bayern und die Landesbank Berlin Brandenburg in diesen Ländern. Die Landesbank Baden Württemberg (LBBW) agiert im Namen der Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Die sieben Landesbanken öffentlichen Rechts verzeichnen zusammen eine Bilanzsumme von etwas mehr als zwei Billionen Euro.

Weitere Institutionen
Ebenfalls zum öffentlich-rechtlichen Bankensystem gehört die Deka Bank. Diese wurde 1956 als Kapitalanlagegesellschaft gegründet und fusionierte 1999 mit der deutschen Girozentrale zum größten Vermögensverwalter der Sparkassen-Finanzgruppe und trägt ihren jetzigen Namen seit dem Jahr 2002. Die Deka Bank ist insbesondere im Bereich von Investmentfonds tätig und verwaltete hier ein Vermögen in Höhe von rund 160 Milliarden Euro. Das Institut verzeichnet eine Bilanzsumme von rund 120 Milliarden Euro.

Die Landesbausparkassen sind ein weiterer Bestandteil des öffentlich rechtlichen Bankensystems. Die zehn Landesverbände sind dabei mit 8700 Mitarbeitern bundesweit vertreten und verzeichneten im Jahr 2007 eine Bilanzsumme in Höhe von etwas mehr als 51 Milliarden Euro. Das Kerngeschäft der Bausparkassen ist dabei - wie sollte es anders sein - das Bausparen. Die Institute verstehen sich als Solidargemeinschaft, bei der Guthaben von Sparern Kreditnehmern zum Zwecke der privaten Immobilienfinanzierung zu günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt werden.

Einlagensicherung im öffentlich-rechtlichen Verbund
Die Finanzinstitute des öffentlich-rechtlichen Bankensystems betreiben eine Einlagensicherung, bei der in letzter Instanz alle Mitglieder, d.h. Sparkassen, Landesbanken, Landesbausparkassen etc. für Schieflagen anderer Kreditinstitute einstehen. Bislang ist in der Geschichte der Bundesrepublik noch keine Sparkasse insolvent geworden. Im Zweifelsfall würde durch Übernahmen, Zusammenschlüsse oder Refinanzierungen die Sicherheit der Einlagen aller Kunden gewährleistet werden - nach Angaben des Deutschen Sparkassen und Giroverbands in unbegrenzter Höhe. Insgesamt besteht die Einlagensicherung aus dreizehn Sicherungssystemen. Elf regionale Sparkassenstützungsfonds, die Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentrale sowie der Sicherungsfonds der Landesbausparkassen sichern den Erhalt der Kundengelder.

Genossenschaftsbanken
Die genossenschaftlich organisierten Banken stellen die dritte Säule des deutschen Finanzsystems dar. Zu ihnen zählen die Volks- und Raiffeisenbanken, die Sparda-Banken, die PSD-Banken sowie die Kirchenbanken und weitere Sonderinstitute, wie beispielsweise die Apotheker- und Ärztebank. Die Zentralbanken im genossenschaftlichen Sektor sind die WGZ-Bank, die im Bereich Rheinland und Westfalen als Ansprechpartner für ihre Mitgliedsinstitute fungiert, sowie die DZ-Bank, die im sonstigen Bundesgebiet agiert. Zur DZ-Bank gehört unter anderem die Bausparkassen Schwäbisch Hall.

Insgesamt sind die genossenschaftlichen Kreditinstitute mit 1.232 Unternehmen und 14.000 Bankstellen bundesweit vertreten. Von den rund 30 Mio. Kunden sind etwa 14 Mio. auch zugleich Anteilseigner, wie es bei Genossenschaften üblich ist. Mit 190.000 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 995 Milliarden Euro im Jahr 2007 ist das Genossenschaftssystem der kleinste der drei Sektoren in der deutschen Bankenlandschaft und vereinnahmt hier rund 13 Prozent des Marktanteils. Die Genossenschaftsbanken sehen sich vornehmlich dem Mittelstand verpflichtet, betreiben allerdings alle gängigen Bankgeschäfte weltweit und agieren international auf unterschiedlichsten Geschäftsfeldern.

Ähnlich wie im öffentlich-rechtlichen Verband ist die Struktur im Genossenschaftssektor regional organisiert. Die Institute bieten Leistungen für Privatkunden, wie Lösungen im Zahlungsverkehr und Wertpapiergeschäfte, ebenso an wie Leistungen für Großkunden und Finanzintermediäre.

Die größte Kapitalanlagegesellschaft der Genossenschaftsbanken ist Union Investment. Das Unternehmen verwaltet mit rund 2.200 Mitarbeitern etwa 160 Milliarden Euro.


Die Bundesbank

Die Bundesbank ist eine Institution des öffentlichen Rechts, die allerdings nicht dem Einfluss der Politik unterliegt. Die Position der Bundesbank ist aufgrund historischer Erfahrungen bewusst dem Einfluss der Regierung entzogen: Der Missbrauch der Notenbankfunktion hat im vergangenen Jahrhundert zu katastrophalen Folgen geführt.

Die Bundesbank hat im Zuge der Etablierung des Systems der Europäischen Zentralbanken einige Aufgaben an die EZB abgegeben, ist aber dennoch an der Umsetzung der geldpolitischen Ziele beteiligt.

Die Aufgaben der Bundesbank sind vielfältig. Als Notenbank versorgt sie die Wirtschaft mit Bargeld und sichert dessen physische Umlauffähigkeit. Sie tauscht Falschgeld aus und informiert wöchentlich über die im Umlauf befindliche Bargeldmenge. Als Hausbank des Staates führt sie Konten für Einrichtungen des Bundes, der Länder, der Kommunen und der gesetzlichen Sozialversicherung und führt bankübliche Geschäfte für diese aus. Die Konten bei der Bundesbank werden dabei ausschließlich im Guthaben geführt, da Geldleihen an die Gebietskörperschaften und Parafisci über die Bundesbank gesetzlich untersagt sind. Die Bundesbank wickelt auch die Wertpapiergeschäfte der Finanzagentur des Bundes ab und ist damit bei der Emission von Schuldverschreibungen der öffentlichen Hand beteiligt.

Weiterhin verwaltet die Bundesbank die Währungsreserven der Bundesrepublik Deutschland. Diese bestehen aus allen Devisenreserven und Goldbeständen. Im Jahr 2007 verzeichnete die Bundesbank Goldbestände im Umfang von etwas mehr 3400 Tonnen. Im Rahmen ihrer Tätigkeit erwirtschaftet die Bundesbank regelmäßig Gewinne, die bis zu einer Höhe von 3,5 Milliarden Euro dem Bundeshaushalt zugeführt werden. Darüber hinausgehende Gewinne werden dem Erblastentilgungsfonds zur Verfügung gestellt.

Als Bank der Banken ermöglicht die Bundesbank Geschäftsbanken die Refinanzierung über Geschäfte mit der Europäischen Zentralbank. Sie unterstützt darüber hinaus den Zahlungsverkehr zwischen in- und ausländischen Geschäftsbanken. Die Bankleitzahl einer Geschäftsbank stellt die Kontonummer des Instituts bei der Bundesbank dar, die bei der Verrechnung der Transaktionen unterstützt. Mit dem neuen Zahlungssystem Target 2 können Banken innerhalb des Euroraums in Echtzeit Beträge in Milliardenhöhe transferieren.

Die Bundesbank ist weiterhin tätig im Bereich der Bankenaufsicht. Sie wertet die Jahresberichte von Geschäftsbanken aus und führt Prüfungen nach dem Kreditwesengesetz durch, wobei eine enge Kooperation mit der Bafin erfolgt.

Der Sitz der Bundesbank ist in Frankfurt am Main. Bundesweit werden neun Hauptverwaltungen und 47 Filialen unterhalten. Das Institut ist stimmberechtigt im Rat der Europäischen Zentralbank und wirkt so an den geldpolitischen Entscheidungen mit.



Die Europäische Zentralbank

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Zentralbank des Euroraumes und setzt sich dementsprechend aus den Mitgliedern der Zentralbanken der 15 Länder der EU zusammen, die den Euro als Währung eingeführt haben. Das oberste Ziel der von politischen Institutionen unabhängigen Zentralbank ist die Wahrung der Preisniveaustabilität. Zur Umsetzung dieses Ziels verfolgt die EZB eine aktive Geldpolitik.

Die EZB ermöglicht in Kooperation mit den nationalen Zentralbanken die Refinanzierung von Geschäftsbanken. Diese können sich bei der Zentralbank gegen Hinterlegung geeigneter Wertpapiere Geld leihen oder aber Gelder bei der EZB anlegen. Die Zentralbank bestimmt dabei den Zinssatz, zu dem dies möglich ist und nimmt damit Einfluss auf den insgesamt in der Eurozone geltenden Marktzins.

Eine lockere Geldpolitik der Zentralbank, in deren Rahmen die Zinsen niedrig gehalten werden, führt tendenziell zu einer Ausweitung der Geldmenge und birgt somit das Risiko einer steigenden Inflation. Niedrige Zinsen allerdings gelten als Stimulator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, so dass die EZB grundsätzlich zu einer lockeren Geldpolitik bereit ist, solange die preispolitischen Ziele nicht in Gefahr geraten. Die EZB definiert dabei eine Inflationsrate von zwei Prozent im Jahr als kritischen Wert.

Die Zentralbank übt über ihre geldpolitischen Aktivitäten hinaus weitere Tätigkeiten aus. In Kooperation mit den Zentralbanken der Euro-Mitgliedsstaaten wickelt sie Devisengeschäfte ab, unterstützt den reibungslosen Ablauf des Zahlungsverkehrs und verwaltet die offiziellen Währungsreserven der Mitgliedsstaaten. Weiterhin überwacht die EZB das Bankensystem und erhebt umfangreiche statistische Auswertungen zu verschiedensten Themen mit gesamtwirtschaftlichem Bezug.

Die Geldpolitik der Zentralbank ist für die Finanzmärkte von außerordentlich großer Bedeutung und wird deshalb aufmerksam verfolgt. Auch der gemeine Verbraucher spürt die Auswirkungen von Zinsentscheidungen der EZB bei den Sollzinsen für Konsum- oder Hypothekenkredite.

Die nationalen Zentralbanken aller EU-Mitgliedsstaaten sind Anteilseigner der Zentralbank und haben entsprechend ihrer jeweiligen Gewichtung entsprechende Anteile an der EZB. Die Bundesbank hält mit rund 20 Prozent des gezeichneten Kapitals den größten Anteil. Es folgen die Notenbanken von Frankreich, Italien und - obwohl nicht dem Euro-Raum zugehörig - die Bank of England. Das gezeichnete Kapital insgesamt beläuft sich auf rund vier Milliarden Euro. Gewinne der Zentralbank werden an die nationalen Notenbanken ausgeschüttet. Die Zentralbanken der Staaten, die zwar Mitglied der Europäischen Union sind, den Euro als Währung aber noch nicht eingeführt haben, müssen sich an den Aufwendungen der EZB beteiligen und sieben Prozent des von ihnen gezeichneten Kapitals jährlich einzahlen.


Kreditanstalt für Wiederaufbau
Die Kreditanstalt für Wideraufbau ist eine Förderbank der öffentlichen Hand und ist zu 80 Prozent im Besitz des Bundes und zu 20 Prozent im Besitz der Bundesländer. Die KfW ist in mehrere Förderbanken unterteilt, die verschiedene Aufgaben wahrnehmen. Ökonomische, Ökologische und soziale Zwecke sind dabei Gegenstand der Aktivitäten der KfW. Die KfW wurde in den ersten Jahren der Nachkriegszeit auf Drängen der britischen Besatzungsmächte gegründet und nahm 1948 ihren Betrieb auf. Damals war das vorrangige Ziel, eine Institution zu schaffen, die eine zentrale Rolle in der notwendigen Wiederherstellung des Landes einnehmen konnte.

Die KfW-Mittelstandsbank fördert durch Darlehen gewerbliche Investitionen und soll nach dem Willen der Anteilseigner auf diesem Wege die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik unterstützen. Das Kreditinstitut stellt dabei Eigen- und Fremdkapital ebenso zur Verfügung wie mezzanine Mittel. Die Darlehen werden über das Hausbankprinzip und damit gewöhnliche Geschäftsbanken ausgereicht. Je nach Programm können die Konditionen im Hinblick auf Zinssatz, Haftung oder Vergabebedingungen deutlich von denen des freien Marktes abweichen.

Die KfW-Förderbank bietet Programme für Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen an, die insbesondere durch Darlehen in den Bereichen Bauen und Wohnen, Klimaschutz und Infrastruktur sowie der Bildung soziale und ökologische Zielsetzungen der Politik umsetzen sollen. Von Hypothekenfinanzierungen für Privathaushalte über Darlehen für ökologisches Bauen und Kredite zur Studienfinanzierung stehen unterschiedlichste Instrument bereit.

Die KfW IPEX Bank GmbH finanziert Experte deutscher und europäischer Großunternehmen sowie Investitionen großer europäischer Unternehmen weltweit. Aufgrund eines Erlasses der EU-Kommission musste der Geschäftszweig aus der Förderbank ausgegliedert werden und wird nun eigenständig betrieben.

Die KfW-Entwicklungsbank schließlich unterstützt den öffentlichen Sektor in Entwicklungs- und Transformationsländern und finanziert hier insbesondere den Ausbau der sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur sowie Maßnahmen zum Umwelt- und Ressourcenschutz.

Weiterführende Verweise:

Bankenverzeichnis
Bankleitzahlensuche
Wie sicher ist Ihr Geld? Antworten zur Einlagensicherung



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